Ist das Umgraben einer Wiese sinnvoll?

Eine Blumenwiese oder einen Rasen neu anzulegen, bedeutet sehr viel Arbeit - wovon das bloße Umgraben jedoch nur einen kleinen Teil darstellt.

Wiese umgraben

Wann sollte eine Wiese umgegraben werden?

Das Umgraben einer Wiese kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden – sei es, um entweder eine Wiese neu anzulegen oder dieselbe in einen gleichmäßigen, von jeglichem Unkraut befreiten Rasen zu verwandeln. In beiden Fällen gilt es, den ursprünglichen Bewuchs loszuwerden, den Boden zu verbessern und allgemein für eine bessere Belüftung aufzulockern. Weiterhin kann das Umgraben notwendig werden, wenn die Wiese zu feucht ist und trockengelegt werden muss bzw. zahlreiche Maulwurfs- und Wühlmausspuren zu beseitigen sind. Auch im Zuge einer Begradigung kann ein Umgraben notwendig werden.

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Umgraben reicht für eine Neuanlage meist nicht

Soll die Wiese lediglich nachgesät werden, reicht ein Umgraben in aller Regel. Lediglich bei einer kompletten Neuanlage sollten Sie die oberste Bodenschicht mit dem möglichst kurz gemähten Bewuchs mit Hilfe eines flachen Spatens entfernen und entsorgen. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass durch die im Erdreich vorhandenen Rhizome und Samen unerwünschte Pflanzen immer wieder emporschießen, die dann mühevoll per Hand gejätet werden müssen. Wollen Sie sich diesen Aufwand sparen, tragen Sie die obere Schicht mitsamt Rhizomen und Samen ab und tragen neuen Boden – am besten ein mageres Erde-Sand-Gemisch – auf.

Wiese umgraben – so wird’s gemacht

Wie Sie die Wiese konkret umgraben, hängt vor allem von deren Größe ab. Eine kleine Gartenwiese lässt sich – ausreichend Muskelkraft und Durchhaltevermögen vorausgesetzt – mit einem guten Spaten per Hand umgraben, was wiederum bei einer umfangreicheren Pferdewiese schlicht unmöglich ist. Hier müssen Sie statt auf Muskelkraft auf die Kraft von Traktor und Pflug vertrauen. Doch wie Sie auch umgraben, sammeln Sie währenddessen größere Steine und Wurzeln ab. Dies geschieht am besten mit einem Gabelspaten. Nach dem gründlichen Umgraben muss der Boden zunächst einmal etwa drei bis vier Wochen ruhen, bevor Sie ihn aufbrechen und mittels eines Rechens oder einer Egge fein krümeln.

Tipps & Tricks

In Sachen Unkrautentfernung schwören viele (Hobby-)Landwirte auf das Unkrautvernichtungsmittel Roundup, womit Sie praktisch alles Grünzeug totspritzen. Roundup enthält jedoch den sehr in Verruf geratenen Wirkstoff Glyphosat, der, zahlreichen wissenschaftlichen Studien zufolge, stark krebserregend ist sowie andere gesundheitliche Folgen nach sich zieht. Aus diesem Grund sollten Sie sich einen Einsatz gut überlegen und besser auf weniger giftige Methoden zurückgreifen.

Text: Ines Jachomowski

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