So legen Sie den Rasen ohne umgraben neu an

Wenn der Filz im Rasen dominiert, wird es höchste Zeit den Rasen zu erneuern. Rasenfilz hat negative Auswirkungen auf das Wachstum der Gräser und beeinträchtigt den Luft- und Wasserhaushalt im Boden. Eine Rasenrenovierung funktioniert auch ohne Umgraben.

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Das Vertikutieren ersetzt das Umgraben

1. Vorbereitungen

Mähen Sie den Rasen bis auf etwa vier Zentimeter ab und geben Sie anschließend einen Dünger auf die gesamte Fläche. Die Nährstoffzufuhr stärkt den Rasen und macht ihn widerstandsfähiger für die bevorstehenden Pflegemaßnahmen. Bei feuchter und warmer Temperatur gedeiht der alte Rasen innerhalb der nächsten zwei Wochen prächtig, sodass Sie mit dem Erneuern anfangen können.

2. Abmähen

Nutzen Sie einen Benzin-Rasenmäher, da dieser mehr leisten kann als ein Elektrorasenmäher. Stellen Sie das Gerät auf die niedrigste Stufe und mähen Sie den Rasen vollständig ab.

3. Vertikutieren

Durch das Vertikutieren entfernen Sie den alten Rasenfilz, Moos und Unkräuter aus der Fläche. Diese Maßnahme fördert die Luftzirkulation und verbessert den Wasserhaushalt des Bodens.

Anders als beim herkömmlichen Vertikutieren stellen Sie die Messer so tief ein, dass sie sich für wenige Millimeter in den Boden einschneiden. Hier ist Ihr Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Messer nutzen sich schnell ab. Je nach Rasenart und Grad der Verfilzung werden Sie durch diesen Arbeitsschritt mehr oder weniger Biomasse aus der Erde heraus reißen.

Befahren Sie die Rasenfläche mit dem Vertikutierer komplett in Längsbahnen und anschließend in quer verlaufenden Reihen. Wiederholen Sie diesen Arbeitsschritt, wenn sich noch große Unkrautnester im Rasen befinden. Entfernen Sie die Reste gründlich von der Rasenfläche.

4. Unebenheiten ausgleichen

Wenn die Rasenfläche uneben ist, tragen Sie eine dünne Schicht aus sandigem Mutterboden auf. Die Schicht sollte eine Höhe von zehn Millimetern nicht übertreffen.

5. Nachsaat

Es gibt spezielle Saatmischungen, die sich für die Rasenrenovierung eignen. Das Saatgut sollte lückenlos und gleichmäßig über der gesamten Fläche verteilt werden. Die Aussaat ist per Hand möglich. Ein Streuwagen bietet eine bequeme Alternative.

6. Düngen

Ein Rasendünger bietet den Samen Nährstoffe zum Wachsen. Achten Sie auf einen hohen Anteil an Phosphor und Stickstoff. Ideal ist gereifter Kompost, da er gleichzeitig den Boden vor Austrocknung schützt. Die Kompostschicht sollte nicht dicker als fünf Millimeter sein.

7. Wässern

Damit die Samen einen optimalen Bodenkontakt haben, müssen Sie die gesamte Fläche gründlich gießen. Der Rasen darf in den kommenden Wochen nicht austrocknen. Wässern Sie erneut, sobald sich das Substrat an der Oberfläche hellbraun verfärbt.

Tipps und Wissenswertes

Das Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt für die Rasenerneuerung, damit sich der Rasen unter milden Temperaturbedingungen regenerieren kann. Im Mai herrscht die wachstumsstärkste Zeit, in der sich der Rasen am schnellsten von den Schäden durch das Vertikutieren erholen kann. Wenn Sie Ihren Rasen auf diese Weise erneuern, schonen Sie das Leben in den tieferen Bodenschichten. Sie verhindern, dass das Gefüge vollständig umgeschichtet wird.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Ravennka/Shutterstock

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