Feuchte Wiese trockenlegen – So geht’s

Nicht jede feuchte Wiese ist gleich ein Feuchtwiesenbiotop - auf so mancher Gartenwiese zu Hause staut sich einfach nur das Wasser, so dass die Pflanzen buchstäblich ertränkt werden. In einem solchen Fall ist es oft notwendig, die Wiese effektiv trockenzulegen. Das ist ganz besonders dann wichtig, wenn sich die nasse Wiese in der Nähe von Gebäuden befindet - in einem solchen Fall besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit in die Wände zieht und Schimmel verursacht.

Wiese trockenlegen

Bodenbeschaffenheit sorgt für Feuchtigkeit

Für feuchte oder nasse Wiesen ist meist ein verdichteter Boden verantwortlich, der das Wasser (etwa in Form von Niederschlägen) nicht einsickern lässt. Stattdessen staut sich die Feuchtigkeit an der Oberfläche, was an einer Pfützenbildung gut zu erkennen ist. Insbesondere lehmige und tonige Böden sind stark anfällig. Wenn Sie die Wiese nicht trockenlegen wollen, können Sie sie auch zu einer typischen Feuchtwiese umgestalten. In diesem Fall sollten Sie allerdings für die richtige Bepflanzung sorgen, denn die für Fett- oder Magerwiesen typischen Kräuter gedeihen nicht auf einem feuchten Untergrund. Typische Feuchtwiesenblumen sind beispielsweise

  • Trollblumen
  • Schachbrettblumen
  • Sibirische Schwertlilie
  • Pestwurz
  • und die Kuckuckslichtnelke, um nur einige zu nennen. Auch Buchen und Erlen gedeihen hervorragend auf feuchten Böden.

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Wiese trockenlegen

Für das Trockenlegen der Wiese ist es zunächst einmal wichtig, den Boden durchlässiger zu machen. Dies geschieht, indem Sie die Wiese zunächst einmal so kurz wie möglich mähen und anschließend die oberen, festen Erdschichten ausheben. In die dabei entstehende Grube füllen Sie groben Kies, der als eine Art Drainage wirkt. Den Aushub selbst können Sie ebenfalls mit Sand vermischen und wieder in die Grube füllen. Ist das geschafft, wird eine weitere Drainage gelegt. Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  • Graben Sie einen schmalen Graben entlang des Wiesenrandes.
  • In regelmäßigen Abständen werden weitere, schmale Gräben gegraben. Diese reichen jedoch in die Wiese hinein.
  • In diese Gruben legen Sie zerschlitzte Drainagerohre.

Das überschüssige Wasser aus der Wiese wird in diese Rohre hineingeleitet, indem es durch die zahlreichen Schlitze eindringt. Von dort gelangt es durch die Rohre in die am Rand verlaufende Drainagegrube und wird so aus der Wiese abgeleitet. In manchen Fällen genügt es aber auch, nur die Gruben zu graben. Statt mit Rohren werden sie zuunterst mit einer Kiesschicht gefüllt, auf die ein Vlies gelegt wird. Das Vlies soll ein Verschlämmen – und damit das Unwirksamwerden – der Kiesschicht verhindern. Ganz zuoberst folgt schließlich eine Schicht Erde.

Tipps & Tricks

Da die Entwässerung technisch nicht einfach ist und dabei viele Fehler gemacht werden können, sollten Sie – sofern Sie selbst kein Handwerker sind – besser Fachleute an diese Aufgabe lassen.

Text: Ines Jachomowski

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