Diese Bäume können Sie auch in staunasse Böden pflanzen

Insbesondere an den Ufern von Gewässern sind Böden feucht bis nass, zudem können dort wachsende Pflanzen zeitweise sogar mit den Füßen im Wasser stehen. Nur wenige Bäume vertragen derartige Bodenbedingungen: Geeignet für den heimischen Garten sind einige Erlen- und Weidenarten. Beide Baumarten kommen hervorragend mit Staunässe zurecht.

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Weiden kommen mit nassen Wurzeln gut zurecht

Weiden vertragen dauerhaft nasse Füße

Weiden wachsen praktisch überall und am liebsten dort, wo es viel Wasser gibt. Zudem haben diese unkomplizierten Bäume den Vorteil, dass sie durch ihren hohen Wasserverbrauch den Boden etwas trockener machen: Im Prinzip funktionieren sie wie eine lebende Drainage. Aus diesem Grund sind Weiden häufig entlang von Äckern bzw. Feldwegen zu finden. Die folgenden Weidenarten eignen sich für die Pflanzung im Garten am besten:

Salix caprea, Sal-Weide:

Hierbei handelt es sich um eine weit verbreitete, heimische Art mit zwischen fünf und zehn Meter hohem, kurzem Stamm und vergleichsweise dicken Zweigen. Von dieser Art werden häufig auch hochstämmig veredelte Hängeformen kultiviert. Bei ihnen bilden die in Bögen abwärts wachsenden Zweige glockenförmige Kronen.

Salix integra ‘Hakuro Nishiki’, japanische Weide

Diese beliebte Weidenart fällt vor allem durch ihre ungewöhnliche Belaubung auf. Die Blätter sind im Austrieb flamingorot, später graugrün und sehr dicht mit weißen, gelegentlich rosa Tupfen und Flecken besetzt.

Salix matsudana ‘Tortuosa’, Korkenzieher-Weide

Auch diese Art zeichnet sich durch ihr auffälliges, stark korkenzieherartig gedrehtes Laub aus.

Salix x sepulcralis ‘Erythroflexuosa’, Locken-Weide

Die Äste und Zweige dieses kleinen, breitkronigen Baumes hängen in weiten, lockeren Bögen über. Sie sind goldgelb bis orange gefärbt und teilweise korkenzieherartig gedreht.

Bei wenig Platz können auch Zwerg-Weiden gepflanzt werden, die lediglich etwa bis einen Meter hoch und bis zu anderthalb Meter breit werden. Gut geeignet sind beispielsweise Salix hastata ‘Wehrhanii’, Salix lanata (‘Woll-Weide’) oder Salix helvetica (‘Schweizer Weide’).

Erlen sind ideal für Staunässe

Die heimische Schwarz-Erle ist häufig an den Ufern stehender und fließender Gewässer zu finden. Für den Garten sind neben dieser Art vor allem die folgenden gut geeignet:

  • Alnus glutinosa ‘Imperialis’, Kaiser-Erle: zwischen acht und zehn Meter hoher, locker aufgebauter Kleinbaum mit überhängenden Zweigen
  • Alnus cordata, Herzblättrige Erle: zwischen 15 und 20 Meter hoher, sehr gesunder und robuster Baum
  • Alnus incana ‘Aurea’, Gold-Erle: bis zehn Meter hoher, oft mehrstämmiger Baum mit gelben Trieben und gelbgrünem Laub
  • Alnus x spaethii, Purpur-Erle (auch ‘Späths Erle’): zwischen 10 und 15 Meter hoher Baum mit breit kegelförmiger Krone, Blätter sind im Austrieb bräunlich bis dunkel violett und bei der erst spät einsetzenden Herbstfärbung violettrot

Tipps

Weitere heimische Laubbäume brauche oftmals viel Wasser (vor allem die laubreichen Arten wie Linden, Kastanien etc.), vertragen aber keine Staunässe.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: J Need/Shutterstock

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