Die besten schnellwachsenden Obstbäume

Das Haus ist neu gebaut, der Garten noch kahl und die Kinder ungeduldig: Nun muss ein schnellwachsender Obstbaum her, damit aus der bisherigen Wüste allmählich eine grüne Oase werden kann. Allerdings müssen Sie bei den meisten Obstbäumen geduldig sein, denn bis zur ersten Ernte kann es ein paar Jahre dauern.

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Kirschbäume wachsen schnell

Bei Obstbäumen ist Geduld gefragt

Äpfel, Birnen, Pflaumen oder gar Pfirsiche und Nektarinen werden Sie im ersten Jahr nach der Pflanzung wohl noch nicht ernten können. Bis ein solches Bäumchen ausreichend Fruchtholz entwickelt und Reserven für die anstrengende Aufgabe der Fruchtbildung angelegt hat, können durchaus drei Jahre vergehen. Das liegt jedoch nicht nur an dem vermeintlich langsamen Wachstum der Gehölze, sondern zu einem großen Teil auch an dem erforderlichen Erziehungsschnitt. Auf diesen Rückschnitt sollten Sie jedoch trotz aller Ungeduld nicht verzichten, denn er sorgt für einen gefälligen Wuchs und eine reiche Ernte in der Zukunft. Ohne Erziehungsschnitt wird Ihr Obstbaum nur wenig Früchte tragen, da weniger Fruchtholz ausgebildet wurde.

Schnellwachsende Obstgehölze für Ungeduldige

Durch die Wahl der passenden Gehölze kann es mit der Ernte jedoch schneller gehen.

Süßkirschen

Vor allem Süßkirschen sind als schnellwachsend bekannt. Der alte Spruch “Wer eine Kirsche pflanzt, muss schnell klettern lernen” weist bereits darauf hin. Allerdings haben Kirschen einen großen Platzbedarf sowie spezielle Bodenansprüche. Für einen Hochstamm müssen Sie etwa 60 bis 80 Quadratmeter rechnen, zudem ist mit einem schnellen Wachstum und einem hohen Ertrag nur bei tiefgründigem, gut mit Humus versorgten, nährstoffreichen und gut durchlüfteten Boden zu rechnen. Des Weiteren reicht ein Süßkirschenbaum nicht aus, denn bis auf wenige Ausnahmen wie ‘Sunburst’ sind alle Sorten selbstunfruchtbar und benötigen einen geeigneten Befruchterbaum. Wer im Garten nicht so viel Platz hat, wählt eine Säulenkirsche oder einen Spindelbusch.

Beerensträucher

Auch Johannisbeeren fruchten in der Regel recht schnell, wohingegen Himbeeren, Brombeeren und Stachelbeeren oft etwas länger brauchen. Dennoch kann bei einem Strauchobst schneller mit einer Ernte gerechnet werden als bei einem klassischen Obstbaum.

Eberesche

Die leuchtend roten Früchte der Eberesche oder auch Vogelbeere schmecken nicht nur unseren gefiederten Freunden: Sie können sie auch zu Likör, Kompott oder Marmelade verarbeiten. Ebereschen gelten als extrem schnellwüchsig und sorgen schon bald für einen gefälligen Gartenschmuck zu jeder Jahreszeit.

Tipps

Anstatt ein kleines Obstbäumchen zu kaufen, können Sie auch gleich einen richtigen, großen Baum erwerben – dieser braucht dann natürlich keine Jahre mehr für ein Größenwachstum. Fertige Bäume sind allerdings recht teuer, da sie viele Jahre in der Baumschule gepflegt wurden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Andrii A/Shutterstock

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