Trompetenbaum besticht als grandioser Strukturbildner im kreativen Garten

Der Trompetenbaum bringt als stilvolles Schmuckstück die kreative Gartengestaltung in Schwung. Große, herzförmige Blätter, duftende Trompeten-Blüten, bis zu 35 cm lange Schotenfrüchte im Herbst und eine rund geformte Krone zeichnen den Zierbaum aus. Die Kultivierung eines Catalpa geht einfacher von der Hand, als die markante Silhouette vermuten lässt. Die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen zeigen auf, wie Sie es richtig machen.

Catalpa
Im Sommer hüllt sich der Trompetenbaum in ein weißes Blütemeer

Trompetenbaum richtig pflanzen

Im zeitigen Frühjahr heben Sie am sonnigen Standort eine Pflanzgrube aus, die dem doppelten Volumen des Wurzelballens entspricht. Geben Sie den Aushub in eine Schubkarre, um dort Kompost und Hornspäne unterzumischen. Derweil wird der noch eingetopfte Wurzelballen in einem Eimer mit Wasser getränkt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Bevor Sie den jungen Trompetenbaum austopfen und einpflanzen, schlagen Sie einen Stützpfahl in die Pflanzgrube. Achten Sie bitte bei der Wahl der Pflanztiefe darauf, dass sich am Ende der Erdballen nur knapp unterhalb des Gartenbodens befindet. Verbinden Sie Stamm und Stützpfahl mit einem breiten Bindematerial, das nicht in die junge Rinde schneidet. Gießen Sie am Pflanztag selbst und in den folgenden Wochen regelmäßig und reichlich, ohne Staunässe zu verursachen.
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Pflegetipps

Schenken Sie dem folgenden Pflegeprogramm Ihre Beachtung, erfüllt der Trompetenbaum alle in ihn gesetzten Erwartungen:

  • Die Erde konstant leicht feucht halten, ohne dass sich Staunässe bildet
  • Eine organische Startdüngung im März/April in Form von Kompost und Hornspänen
  • Zur Stärkung der Winterhärte im August/September wiederholt mit Beinwelljauche gießen
  • Im Spätwinter die Krone auslichten und bei Bedarf um bis zu zwei Drittel einkürzen

Den Strapazen des mitteleuropäischen Winters hat ein junger Catalpa in den ersten Lebensjahren nicht viel entgegenzusetzen. Schützen Sie daher das Gehölz mit einer dicken Laubschicht auf der Baumscheibe, fixiert mit Nadelreisig. Die jungen Äste erhalten eine Hülle aus atmungsaktivem Material, wie Gartenvlies oder Jutebändern.
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Welcher Standort ist geeignet?

Wählen Sie einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort. Diese Rahmenbedingungen sind insbesondere für einen jungen Trompetenbaum von höchster Relevanz, da er erst im Laufe der Jahre über die robuste Winterhärte eines adulten Exemplars verfügt. Darüber hinaus brechen die Zweige, wenn immer wieder heftiger Wind an ihnen zerrt. Neben den Temperatur- und Lichtverhältnissen, spielt die räumliche Kapazität eine wichtige Rolle bei der Standortwahl. Da der Gewöhnliche Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) eine Höhe von 12-15 Metern erzielen kann, darf der Abstand zu Gebäuden, dem Nachbarn und anderen Pflanzen nicht zu knapp bemessen sein.
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Der richtige Pflanzabstand

Aufgrund seiner Wuchshöhe wird der Trompetenbaum einschließlich seiner Hybriden den Bäumen dritter Ordnung zugeteilt. Als sichere Entfernung zu Gebäuden empfehlen wir daher folgende Pflanzabstände:

  • Gewöhnlicher Trompetenbaum: 10-12 m
  • Purpurea: 8-10 m
  • Pulverulenta und Großkroniger Trompetenbaum: 6-8 m
  • Nana: 4-5 m

Der Pflanzabstand zum Nachbarn ist in Deutschland auf Landesebene gesetzlich geregelt. Fragen Sie daher beim zuständigen Ordnungs- oder Bauamt die vorgeschriebene Entfernung nach und lassen sich diese Angabe sicherheitshalber schriftlich bestätigen.

Welche Erde braucht die Pflanze?

In frisch-feuchter bis mäßig-trockener Erde finden die Herzwurzeln geeignete Bedingungen vor. Reich an Nährstoffen sollte der Boden ebenfalls sein, tiefgründig und humos. Meiden Sie eine Lage mit der Gefahr von Staunässe. Während sich der Trompetenbaum mit kurzzeitiger Trockenheit zu arrangieren versteht, setzt Dauernässe seinem Leben im Handumdrehen ein Ende.

Was ist die beste Pflanzzeit?

Mit Blick auf die Frostempfindlichkeit junger Trompetenbäume, raten wir zu einer Frühjahrspflanzung. Dies macht umso mehr Sinn, als dass der Baum ohnehin sehr spät austreibt. Steht einem Catalpa der ganze Sommer und Herbst zur Verfügung, um sich im Boden zu verwurzeln, ist er für den ersten Winter gut gerüstet. Die für einheimische Gehölze klassische Pflanzzeit im Herbst, ist aus Sicht des amerikanischen Einwanderers zu knapp bemessen für eine ausreichende Verwurzelung vor dem Winter.
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Wann ist Blütezeit?

Von Juni bis Juli legt der Trompetenbaum sein apartes Blütenkleid an. Freuen Sie sich auf weiße, trompetenförmige Blüten mit purpur oder rosa gefärbtem Schlund an bis zu 15 cm langen Rispen. Putzen Sie die verwelkten Blüten nicht aus, denn daraus entwickeln sich dekorative Schoten mit 30-35 cm Länge, die bis weit in den Winter hinein am Baum verweilen.
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Trompetenbaum richtig schneiden

Seine symmetrische Krone entwickelt ein Trompetenbaum in Eigenregie. Sofern ausreichend Platz zur Verfügung steht, können Sie dem edlen Gehölz im Wachstum freie Hand lassen. Einzig ein alljährliches Auslichten steht im zeitigen Frühjahr auf dem Pflegeplan, damit die Krone nicht von innen her verkahlt. Streben Sie einen Rückschnitt zur Begrenzung von Größe und Volumen an, machen Sie es so richtig:

  • Als Termin einen frostfreien Tag im Spätwinter bestimmen
  • Bei Bedarf überlange Zweige um bis zu 75 Prozent einkürzen
  • Die frisch geschärfte Schere über einem Blattknoten ansetzen (Verdickung unter der Rinde)

Abgestorbene Äste schneiden Sie bei dieser Gelegenheit an der Basis ab. Achten Sie hierbei bitte darauf, dass die Stammrinde nicht verletzt wird. Gleiches gilt für nach innen gerichtete und aneinander reibende Zweige.
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Trompetenbaum gießen

Der Trompetenbaum bevorzugt eine konstant leicht feuchte Erde, die zwischenzeitlich antrocknet. Stimmen Sie die Wassermenge auf den Fortschritt des Wachstums bitte ab. Solange sich noch keine Blätter an den Zweigen bilden, erhält der Baum nur wenig Wasser. Über die großen Herzblätter verdunstet während des Sommers reichlich Feuchtigkeit, sodass der Gießbedarf überproportional steigt. Prüfen Sie daher alle paar Tage per Daumenprobe, ob die Erdoberfläche 3-5 cm tief angetrocknet ist. Geben Sie das Wasser langsam auf die Wurzelscheibe, um eine Pfützenbildung als Symptom für drohende Staunässe zu vermeiden.

Trompetenbaum richtig düngen

Im humosen, nährstoffreichen Boden bewegt sich der Düngebedarf auf niedrigem Niveau. Hier genügt eine organische Startdüngung mit Kompost und Hornspänen im März/April. Setzen Sie einen Trompetenbaum bitte nicht der geballten Ladung eines mineralischen Mehrnährstoffdüngers aus. Günstiger auf Vitalität, Blütenpracht und Blattschönheit wirken sich langsam zersetzende organische Materialien aus. Neben Kompost und Hornspänen kommen Rindenhumus, Lauberde, Guanogranulat und Pferdedung infrage.
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Krankheiten

Die furiosen Herzblätter bieten den allgegenwärtigen Pilzsporen von Mehltau eine willkommene Ausbreitungsfläche. Dies gilt insbesondere während feucht-warmer Sommerwitterung. Breitet sich auf dem wunderschönen Laub eine mehlig-graue Patina aus, ist Ihr unmittelbares Eingreifen erforderlich. Schneiden Sie infizierte Blätter ab, um diese im Hausmüll zu entsorgen. Anschließend besprühen Sie die Ober- und Unterseiten des verbliebenen Laubs wiederholt mit einem Mix aus Wasser und Frischmilch im Verhältnis 9:1.
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Überwintern

Erst im fortgeschrittenen Alter verfügt ein Trompetenbaum über eine robuste Frosthärte. In den ersten 5 Jahren empfehlen wir folgende Vorkehrungen für eine gesunde Überwinterung:

  • Die Wurzelscheibe bedecken mit einer hohen Schicht aus Laub, Stroh, Kompost oder Nadelreisig
  • Krone und Stamm umhüllen mit atmungsaktivem Gartenvlies
  • Die Abdeckung sogleich entfernen, wenn es nicht mehr friert

Bereits im Herbst können Sie Einfluss nehmen auf eine unbeschadete Winterzeit. Überbrausen Sie im August und September die Baumscheibe wiederholt mit Beinwell-Jauche. Darin ist reichlich Kalium enthalten. Dieser Nährstoff stärkt die Zellwände und senkt den Gefrierpunkt des Zellsaftes.
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Trompetenbaum vermehren

Um weitere Exemplare des Trompetenbaums zu züchten, stehen Ihnen folgende Vermehrungsmethoden zur Verfügung:

  • Halb verholzte, nicht blühende Kopfstecklinge im Sommer schneiden, um sie im Topf bewurzeln zu lassen
  • Verholzte Steckhölzer während der Winterzeit mittig aus den Zweigen schneiden und in Torf-Sand einsetzen
  • Aussaat der (giftigen) Samen auf der warmen Fensterbank mit einer Keimzeit von 30 Tagen bei 20-25 Grad Celsius

Die Vermehrung eines veredelten Nana-Kugel-Trompetenbaumes gehört demgegenüber in die Hände eines erfahrenen Gärtnermeisters.
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Ist Trompetenbaum giftig?

Der Pflanzensaft in Trieben und Blättern kann bei Hautkontakt Allergien auslösen, was freilich nur bei sehr empfindlichen Menschen der Fall ist. Demgegenüber sind die langen Schoten-Früchte im Herbst mit Vorsicht zu genießen. Die darin befindlichen Samen können erhebliche Vergiftungserscheinungen auslösen, wie Übelkeit, Erbrechen und Krämpfe. Für den Verzehr sind die zigarrenartigen Kapselfrüchte eines Trompetenbaumes daher nicht geeignet. Im Familiengarten empfehlen wir daher die Kultivierung des Kugel-Trompetenbaumes der Sorte ‘Nana’. Da dieser nicht blüht, können sich hieran auch keine giftigen Früchte bilden.
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Trompetenbaum blüht nicht

Bis zur ersten Blüte nimmt sich ein Trompetenbaum mindestens 8 Jahre Zeit. Abhängig von den Standortbedingungen, können bis zu 15 Jahre ins Land ziehen, bis sich zum ersten Mal die hübschen Blütenrispen zeigen. Sofern ein älterer Baum nicht blüht, fehlt es ihm an Nährstoffen oder der Standort erhält zu wenig Sonnenlicht.
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Gelbe Blätter

Nehmen die Blätter einzelner Astpartien eine gelbe Farbe an, während das restliche Laub grün bleibt, hat die Verticillium-Welke zugeschlagen. Der Welkepilz infiziert den Trompetenbaum vom Boden her und verstopft die Leitungsbahnen. Die Wasser- und Nährstoffversorgung wird reduziert und kommt letztendlich zum Erliegen. Wirksame Bekämpfungsmethoden konnten bislang nicht entwickelt werden. Schneiden Sie den Baum zurück bis ins gesunde Holz und stellen alle Rahmenbedingungen auf den Prüfstand. Mit ein wenig Glück erholt sich der gestresste Catalpa wieder.
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Schöne Sorten

  • Gold-Trompetenbaum: Begeistert mit goldgelbem Austrieb herzförmiger Blätter und weißen Blütenrispen ab Juni; 400-600 cm
  • Purpurea: Ein Catalpa mit rundlicher Krone und dunkelrotem Blattaustrieb, der im Sommer vergrünt; 600-1000 cm
  • Pulverulenta: Die innovative Züchtung besticht mit schirmförmiger Krone und gesprenkelten Blättern; 400-500 cm
  • Nana: Populärer Kugel-Trompetenbaum, dessen duftende Herzblätter eine sphärische Krone bilden; 350-500 cm
  • Großkroniger Trompetenbaum: Ein prächtiger Catalpa bungei mit extra großer Krone und 15 cm langen Blättern; 500-800 cm
Text: Paula Jansen

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