Kugel-Trompetenbaum

Kugel-Trompetenbaum schneiden: Wann und wie geht’s richtig?

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Der Kugel-Trompetenbaum benötigt regelmäßige Schnittmaßnahmen, um seine charakteristische Kugelform zu behalten. Dieser Artikel erläutert die richtige Schnitttechnik, den optimalen Zeitpunkt und das benötigte Werkzeug für einen fachgerechten Schnitt.

Kugel-Trompetenbaum Rückschnitt
Vor allem junge Bäume können durch einen Rückschnitt einfach in Form gebracht werden

Schnitttechnik für den Kugel-Trompetenbaum

Der Kugel-Trompetenbaum verkraftet auch starke Rückschnitte gut, was es Ihnen ermöglicht, die Kugelform der Krone durch gezielte Schnittmaßnahmen zu erhalten. Der Schnitt sollte alle 3 bis 5 Jahre erfolgen, wobei in den Jahren dazwischen leichte Korrekturschnitte zur Formkorrektur reichen.

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Radikaler Rückschnitt alle paar Jahre

Um die Kugelform zu erhalten und Verkahlungen vorzubeugen, schneiden Sie alle 3 bis 5 Jahre die Äste radikal auf etwa 15 bis 20 cm Länge zurück. Obwohl dieser Rückschnitt drastisch erscheint, fördert er die Bildung einer dichten Krone mit vielen neuen Trieben im Folgejahr.

Leichter Rückschnitt in den Jahren dazwischen

Zwischen den radikalen Rückschnitten genügt ein leichter Rückschnitt, bei dem nur die Triebe entfernt werden, die die Kugelform stören. Schneiden Sie hierbei knapp über der vorigen Schnittstelle. Bei sehr dichten Kronen können einzelne Äste vollständig entfernt werden, um die Gesamttriebe zu reduzieren.

Zeitpunkt des Schnitts

Der optimale Schnittzeitpunkt ist im Spätwinter, idealerweise im Februar oder an einem frostfreien Tag im März. Zu dieser Jahreszeit befindet sich der Baum in der Winterruhe, wodurch das Risiko für Pilzerkrankungen und Frostschäden verringert wird. Schneiden im Herbst ist ungünstig, da der Baum dann keine ausreichenden Reserven für den Winter bilden kann.

Benötigtes Werkzeug

Für den Schnitt des Kugel-Trompetenbaums benötigen Sie:

  • Bypass-Schere oder Amboss-Schere: Zum Schneiden von Ästen bis zu einem Durchmesser von 4 cm.
  • Handsäge mit gebogener Klinge: Für dickere Äste.
  • Arbeitshandschuhe und Schutzbrille: Zum Schutz vor Verletzungen.
  • Spiritus oder Alkohol: Zur Desinfektion der Klingen und Sägeblätter vor und nach dem Schnitt.
  • Leiter: Für das Erreichen höher gelegener Äste. Alternativ kann eine Teleskop-Astschere verwendet werden.

Schnittführung

Achten Sie beim Schnitt auf eine saubere Schnittführung, um die Wundheilung zu fördern und Infektionsrisiken zu minimieren. Führen Sie die Schnitte in leichter Schräglage knapp oberhalb eines nach außen gerichteten Auges oder Triebes aus, um eine schnelle Wundheilung und das Austreiben neuer Triebe zu fördern.

Entfernen von Totholz und störenden Trieben

Bevor Sie mit dem Formschnitt beginnen, entfernen Sie abgestorbene und störende Äste möglichst nah an der Ansatzstelle. Anschließend kürzen Sie sich überkreuzende, dicht wachsende und nach innen gerichtete Äste.

Formschnitt

Beim Formschnitt kürzen Sie die Äste so, dass die Kugelform der Krone erhalten bleibt. Zu lange Äste werden um ein Drittel bis maximal zur Hälfte eingekürzt. Der Schnitt erfolgt 0,5 bis 1 cm über einem Knospenpaar oder Knospendrilling.

Tipps für den Schnitt

  • Beherzter Schnitt: Ein radikaler Rückschnitt fördert die Bildung einer dichten Krone.
  • Schlafende Augen nutzen: Schneiden Sie knapp über schlafenden Augen, um neue Triebe zu fördern.
  • Düngung nach dem Schnitt: Eine Düngergabe im Frühjahr unterstützt den Baum bei der Regeneration.
  • Schutz vor Frostschäden: Schneiden Sie nicht im Herbst, um Frostschäden zu vermeiden. Ein frostfreier Tag im Spätwinter ist optimal.
  • Schutz der Haut: Tragen Sie Handschuhe, da alle Pflanzenteile des Trompetenbaums Hautreizungen verursachen können.
Bilder: Nebelsee / iStockphoto