Junger Trompetenbaum verträgt keinen Frost

Viele Menschen verwechseln den bis zu 18 Meter hoch wachsenden Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) mit der manchmal ebenso bezeichneten Engelstrompete (Brugmansia). Während letztere bei uns absolut nicht winterhart ist, gewöhnt sich der stattliche Trompetenbaum innerhalb von drei bis vier Jahren an frostige Temperaturen. Der sommergrüne Laubbaum übersteht den mitteleuropäischen Winter umso besser, je älter er ist und je geschützter er steht.

Trompetenbaum Minusgrade
Junge Trompetenbäume mögen keine Minusgrade

In seiner Heimat ist es selten richtig kalt

Ursprünglich stammt Catalpa aus dem Südosten der USA, wo die klimatischen Bedingungen eher mild sind und die Durchschnittstemperatur im Jahresmittel bei etwa 20 °C liegt. Richtigen Frost gibt es hier nur sehr selten, auch wenn die Gradzahlen in den Wintermonaten durchaus um den Nullpunkt herum schwanken können. Zwar sind hier die Temperaturunterschiede nicht ganz so ausgeprägt wie bei uns, dennoch sind sie vorhanden. Kein Wunder also, dass der Trompetenbaum eine Winterpause benötigt – ebenso übrigens wie einen langen und sehr warmen Sommer, denn nur dann bildet er Samen aus.

Ältere Bäume sind unempfindlicher

Während jüngere Bäume bis zu einem Alter von etwa vier bis fünf Jahren sehr frostempfindlich sind und daher, insofern sie ausgepflanzt im Garten stehen, einen guten Winterschutz benötigen, gelten ältere Exemplare als deutlich robuster. Dennoch empfiehlt es sich, auch die Kronen dieser Trompetenbäume mittels einer Folie o. ä. vor Frost zu schützen: Catalpa bildet seine Blütenknospen nämlich schon im Herbst des Vorjahres aus, so dass diese bei starken Frösten bzw. insbesondere infolge von Spätfrösten zu erfrieren drohen. Im Gegensatz zu den großen Verwandten bleiben Kugel-Trompetenbäume ein Leben lang frostempfindlich, ein guter Schutz ist daher unumgänglich – auch wenn es hier nur selten Blütenknospen zu wärmen gilt.

Trompetenbaum im Kübel überwintert am besten frostfrei

Sofern Sie – womöglich noch einen jungen – Trompetenbaum im Kübel kultivieren, so empfiehlt sich für diesen eine kühle, aber frostfreie Überwinterung. Da der Baum im Herbst sein Laub abwirft, muss das Winterquartier nicht unbedingt hell sein. Durch die geringe Substratmenge im Pflanzgefäß drohen die Wurzeln durch allzu kalte Temperaturen zu erfrieren.

Tipps

Fühlt sich der Trompetenbaum an seinem Standort wohl, übersteht er die kalte Jahreszeit bedeutend besser. Wählen Sie also möglichst einen geschützten, sonnigen Platz, an dem der Baum keiner Zugluft ausgesetzt ist und wo es im Jahresmittel etwas wärmer bleibt. Ideal ist etwa ein nach Süden ausgerichteter Standort in der Nähe einer Hauswand.

Text: Ines Jachomowski

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