Trompetenbaum wird mit dem Alter winterhart

Der Gewöhnliche Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) - nicht zu verwechseln mit der ähnlich klingenden, aber nicht winterharten Engelstrompete (Brugmansia) - stammt ursprünglich aus den klimatisch eher milderen Gefilden im Süden und Osten Nordamerikas. Allerdings wird der bis zu 15 Meter hoch werdende Laubbaum bereits seit einigen Jahrhunderten auch in Europa kultiviert und konnte sich den hiesigen Verhältnissen recht gut anpassen. Dies gilt vor allem für ältere Exemplare, jüngere benötigen einen guten Winterschutz.

Trompetenbaum Frost
Ab einem Alter von 4 bis 5 Jahren sind Trompetenbäume winterhart

Jungen Trompetenbaum vor Kälte schützen

Erst ab einem Alter von etwa vier bis fünf Jahren gilt ein Trompetenbaum als winterhart und benötigt entweder keinen oder nur noch einen geringen Winterschutz. Jüngere Exemplare dagegen sind zunächst noch deutlich empfindlicher und benötigen eine behutsame Abhärtung. Ein sorgfältiger Winterschutz ist bei jungen Trompetenbäumen anzuraten, dieser kann beispielsweise aus einer Umwicklung von Stamm und Krone mit Gärtnervlies oder -folie, Bambusmatten oder Jute bestehen. Der Wurzelbereich wird am besten mit Tannen- oder Fichtenreisig abgedeckt. Manche Gärtner empfehlen – gerade in winterlich milderen Regionen – stattdessen ein Weißeln des Stammes, um ein Einreißen der Rinde, verursacht durch Feuchtigkeit, intensive Sonneneinstrahlung und Frost, zu verhindern.

Lesen Sie auch

Stecklinge am besten frostfrei überwintern

Auch sind Stecklinge bis zu einem Alter von etwa zwei bis drei Jahren selten so winterfest, dass sie im Freien überwintern könnten. Ein derart junger Trompetenbaum verbleibt bestenfalls zunächst einmal in einem Pflanzgefäß und verbringt die kalte Jahreszeit unter frostfreien, aber kühlen Bedingungen. Das Bäumchen sollte allerdings nicht im warmen Wohnzimmer überwintern, denn als sommergrüne Pflanze benötigt es eine Vegetationspause, außerdem erfolgt unter solchen Bedingungen keinerlei Gewöhnung an die Jahreszeiten und somit Abhärtung.

Trompetenbaum im Winter vor Feuchtigkeit schützen

Wie so viele Pflanzen ist auch der an sich robuste Trompetenbaum recht empfindlich gegenüber Nässe und entwickelt unter zu feuchten Standortbedingungen oft Pilzkrankheiten. Um eine solche Infektion zu verhindern, müssen Sie auch im Winter zu große Nässe vermeiden. Aus diesem Grund sollte insbesondere der Wurzelbereich gut geschützt werden, auch das Weißeln des Stammes schützt vor dem Eindringen von Feuchtigkeit.

Tipps

Ein guter, sorgfältig ausgewählter Standort bietet jedoch die beste Garantie, um einen kalten Winter zu überstehen. Der Trompetenbaum bevorzugt einen sonnigen und geschützten Platz mit nährstoffreicher, durchlässiger und leicht sandiger Erde.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.