Trompetenbaum – So einfach vermehren Sie Catalpa über Stecklinge

Der Gewöhnliche Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) wird aufgrund des recht ähnlichen Namens oft mit der Engelstrompete verwechselt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um völlig verschiedene Pflanzenarten. Im Falle des Trompetenbaums handelt es sich um einen bis zu 15 Meter (und sehr breit werdenden). sommergrünen Laubbaum mit großen, herzförmigen Blättern und auffälligen, weißen Blüten. Das ursprünglich aus den USA stammende Gehölz lässt sich recht unkompliziert über Samen, Stecklinge oder Absenker vermehren.

Trompetenbaum Stecklinge
Der Sommer ist der beste Zeitpunkt, um Steckline für die Vermehrung des Trompetenbaums zu ziehen

Für Stecklingsvermehrung halbreife Triebe wählen

Wer seinen Trompetenbaum über Stecklinge vermehren möchte, wählt im Juli / August am besten halbreife, etwa zehn Zentimeter lange Triebe aus.

  • Halten Sie die Schnittfläche leicht schräg,
  • dies erleichtert dem noch wurzellosen Steckling die Wasseraufnahme.
  • Entfernen Sie alle Blätter bis auf das oberste Blattpaar.
  • Sollte das Laub sehr groß geraten sein, können Sie es halbieren.
  • Dadurch verdunstet über die Blätter weniger Wasser.
  • Tauchen Sie die Schnittstelle in ein Bewurzelungspulver.
  • Pflanzen Sie den fertig präparierten Steckling nun in ein Töpfchen mit Anzuchterde.
  • Stellen Sie das Pflänzchen an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen und warmen Platz,
  • beispielsweise auf einer Fensterbank.
  • Halten Sie das Substrat leicht feucht, aber nicht nass.

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Überwintern Sie den Steckling im Haus, draußen dürfte das noch sehr empfindliche Pflänzchen die kalte Jahreszeit nicht überstehen. Behalten Sie den Jungbaum am besten noch mindestens zwei bis drei Jahre in einem Topf, da Trompetenbäume erst mit zunehmendem Alter winterfest werden.

Kugel-Trompetenbaum nur durch Veredelung

Sollten Sie jedoch einen Kugel-Trompetenbaum vermehren wollen, so beachten Sie bitte, dass diese Sorten lediglich durch Okulation (d. h. Veredelung) entstehen. Sie müssen also einen Trieb, beispielsweise der beliebten Sorte ‚Nana‘, auf eine Unterlage okulieren. Hierfür wird normalerweise der Gewöhnliche Trompetenbaum verwendet.

Ältere Exemplare bilden Absenker

Ältere Trompetenbäume bilden oft Absenker aus, die sich ganz von selbst bewurzeln und auf der Erde anwachsen. Davon Ableger ziehen, funktioniert ganz einfach: Sie müssen die (bewurzelten) Jungpflanzen lediglich von der Mutterpflanze abschneiden und weiterhin wie Stecklinge behandeln. Es ist allerdings wenig sinnvoll, die Ableger allein wurzeln zu lassen: Einerseits überstehen die jungen Trompetenbäume einen typischen deutschen Winter oft nicht, andererseits sollten die sehr groß und breit wachsenden Gehölze möglichst nicht zu dicht aufeinander wachsen und so miteinander um Licht und Nährstoffe konkurrieren.

Tipps

Noch einfacher als die Stecklingsvermehrung ist die Vermehrung über (selbst gezogene oder gekaufte) Samen. Trompetenbäume bilden Samenschoten aus, die sich im reifen Zustand braun verfärben.

Text: Ines Jachomowski

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