Wie vermehrt man Engelstrompeten am besten?

Engelstrompeten sind beeindruckend schöne Zierpflanzen und finden daher auch viele Bewunderer - Grund genug also, sie zu vermehren. Wie Sie es am besten anstellen, um schöne, neue, eigenständige Pflanzen zu erhalten, lesen Sie im Folgenden.

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Über Stecklinge gelingt die Vermehrung am besten

Engelstrompeten vermehren – viel spricht dafür

Warum Sie Ihre Engelstrompete vermehren sollten? Dafür gibt es viele gute Argumente! Zum einen kann man sich an ihrer Schönheit kaum sattsehen – es ist also sicherlich ein großer Gewinn für ihr heimisches Gärtnerreich, wenn ihre Blütenpracht an gleich mehreren Stellen erstrahlt.

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Ein weiterer guter Grund für das Vermehren ist das Risiko, ihrer einzigen Engelstrompete verlustig zu werden. Schließlich ist sie als nicht heimische Pflanze ziemlich pflegebedürftig und muss gewissermaßen ständig ihre ursprünglichen Umgebungsbedingungen ersetzt bekommen. Zu langes Austrocknen des Wurzelballens, eine Frostnacht oder auch ein ernster Schädlingsbefall kann der Andenschönheit den Garaus machen – was äußerst schade wäre. Wohl dem, der dann mit einem Reserve-Exemplar vorgesorgt hat.

Nicht zuletzt können Sie auch befreundete Pflanzenfans mit einem Ableger der prachtvollen Engelstrompete erfreuen – entweder in Form einer gezielten Spende oder auch als überraschendes Mitbringsel.

Und letztlich ist das Vermehren der Engelstrompete auch noch denkbar einfach, wie im Folgenden erklärt wird. Zögern Sie also nicht!

Die Argumente noch einmal im Überblick:

  • Multiplizieren der schönen Engelstrompete ist immer ein Gewinn
  • Reserveanlage für den Fall eines Pflanzentods
  • schöne Spende oder Geschenk an befreundete Hobbygärtner
  • kaum Aufwand nötig

Wie Sie die Engelstrompete vermehren können

Wie gesagt – ein neues Pflänzchen aus einer Engelstrompete zu bekommen, ist gar nicht schwer. Dabei eignen sich vor allem folgende Methoden:

  • Stecklinge – entweder Kopf- oder Stielstecklinge
  • mit Einschränkung: Samen

Stecklingsvermehrung

Am besten funktioniert die Engelstrompetenvermehrung über Stecklinge – und am allerbesten über Kopfstecklinge.

Hierzu schneiden Sie aus dem oberen Blühbereich der Pflanze einen jungen, aber ausgebildeten Trieb von etwa 10 bis 15 Zentimetern ab. Anschließend werden die unteren Blätter entfernt und der Steckling in einen Topf mit Anzuchterde und gegebenenfalls einfach ein bisschen Langzeitdünger gesteckt. Stellen Sie den Topf an einen etwa 18 bis 20°C warmen Ort und halten die Erde stets feucht. Nach etwa 2 bis 4 Wochen sollte der Steckling in aller Regel angewurzelt haben. Dann können Sie ihn in einen größeren Topf umpflanzen und mit der normalen Pflege beginnen.

Sie können in der gleichen Weise mit einem Stielsteckling aus dem unteren Wuchsbereich verfahren. Hierbei müssen Sie aber aufgrund der fortgeschrittenen Verholzung mit einer längeren Anwuchszeit und auch einer geringeren Erfolgsquote rechnen.

Samenvermehrung

Die Vermehrung über die Samen ist natürlich theoretisch auch möglich, allerdings deutlich kniffliger und nur dann zu empfehlen, wenn Sie eventuell eine andere Blütenfarbe erzielen möchten. Die Samen sollten im Herbst gesammelt, über den Winter getrocknet und im Frühjahr in einen Topf mit gedüngter Anzuchterde gesetzt werden. Eine möglichst kontinuierliche Temperatur von etwa 20°C und gleichmäßige Feuchtigkeit, am besten unter einem Folienbeutel, sind für die Keimung ausschlaggebend. Die Keimlinge sollten sich innerhalb von etwa 2-3 Wochen zeigen.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: vilax/Shutterstock

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