Engelstrompeten düngen – eine lohnenswerte Notwendigkeit

Engelstrompeten werden vor allem von Exotikpflanzenfans für ihre Prächtigkeit geliebt - für die großen, trompetenförmigen Blüten und das oft attraktiv strukturierte Blattwerk muss allerdings auch einiges getan werden - düngen ist bei dem Nachtschattengewächs ein Muss.

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Eine fachgerechte Düngergabe belohnt die Engelstrompete mit vielen, großen Blüten

Der Hunger der Engelstrompete

Die Engelstrompete kommt mit ihren groß geschwungenen und gleichzeitig zarten Blüten tatsächlich engelsgleich daher – und auch ihre Blätter zeigen sich mit ihren flächigen, je nach Sorte unterschiedlich geränderten Strukturen äußerst dekorativ. Die Schönheit der Engelstrompete gibt es aber leider nicht umsonst – Wer sich ein Exemplar in sein Gärtnerreich holen möchte, muss mit einiger Arbeit rechnen.

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Ihre Herkunft

Denn zum einen handelt es sich bei der Pflanze um eine nicht heimische Art – ihr Ursprung liegt in den südamerikanischen Anden, wo sie vor allem keine Temperaturen wie in unseren Wintern kennen. Eine Freilandkultur ist hierzulande also normalerweise nicht möglich. Sie sollte im Kübel gehalten werden, der aber ein möglichst voluminöses und ablauffähiges Substrat beinhalten muss. Ein Mehr an Nährstoffen geht damit natürlich einher.

Ihre Familienzugehörigkeit

Vor allem aber gehört die Engelstrompete zu den Nachtschattengewächsen und ist daher sehr hungrig und durstig. Durch ihre kraftzehrenden Blüten und die oberflächenreichen Blätter verdunstet sie außerdem Unmengen an Wasser und braucht viele Nährstoffe. Um sie prachtvoll heranzuziehen, ist eine intensive Düngergabe also äußerst sinnvoll.

Was die Wasser- und Düngergabe bei Engelstrompeten also so nötig macht:

  • große, kraftzehrende Blüten
  • Blätter mit viel Oberfläche – hohe Verdunstung
  • braucht viel Substrat – also auch mehr Nährstoffgabe

Düngen auf zwei Kanälen

Langzeitdünger

Die Engelstrompete sollte über die Hauptvegetationsphase hinweg wie viele Starkzehrer zweigleisig gedüngt werden. Damit sie möglichst nie in eine gefährliche Hungerphase gerät, sollten sie sie zunächst nach dem Auswintern – am besten, bzw. wenn nötig, nachdem Sie ihr einen größeren Topf gegönnt haben – mit einem Langzeitdünger versorgen.

Kurzzeitdünger

Zusätzlich ist eine regelmäßige Kurzzeitdüngergabe nötig. Im Frühjahr sollten Sie hierbei zu einem Wachstumsdünger mit erhöhtem Stickstoffgehalt greifen. Er kräftigt die Pflanze in der ersten Zeit nach ihrem Winterschlaf und bereitet sie auf ihre anstrengende Blühphase vor. Wenn die ersten Blüten gebildet werden, ist ein spezieller Blühdünger für Kübelpflanzen mit erhöhtem Kaliumwert empfehlenswert. Sie können auch einfachen Blaukorndünger im Gießwasser auflösen.

Düngstopp ab Ende August

Zum Ende der Vegetationsphase, etwa ab Ende August, sollten Sie dann das Düngen einstellen, damit sich die Engelstrompete allmählich auf ihre Ruhephase einstellen kann.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Lisa K Roth/Shutterstock

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