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Die Mehlbeere lockt mit ihren roten Früchten Vögel an

Der perfekte Baum für den Garten – Welche Sorten gibt es?

Für fast jeden Garten sind Bäume ein Gewinn: Sie stellen einen optischen Mittelpunkt dar, spenden Schatten sowie Nahrung, Lebensraum und Schutz für Vögel und andere Kleintiere. Doch angesichts der schier unendlichen Anzahl der verschiedensten Arten und Sorten fällt die Wahl des passenden Baumes für den eigenen Garten schwer. Der folgende Artikel soll daher einen Überblick und eine erste Entscheidungshilfe bieten.

Nadelbäume

Entwicklungsgeschichtlich sind Nadelgehölze die ältesten Bäume – erste Formen traten schon gegen Ende der Steinzeit auf und sind somit mindestens 100 Millionen älter als die frühesten Laubbäume. Es gibt rund 650 verschiedene Arten auf der Erde, die sich natürlich nicht alle für einen mitteleuropäischen Garten eignen. Wichtige Eigenschaften hierfür passender Nadelbäume sind vor allem:

  • Winterhärte
  • Bedürfnisse hinsichtlich Standort, Pflege und Boden
  • Wuchs und Wuchshöhe

Insbesondere letzterer Punkt ist für einen Gartenbaum von großer Wichtigkeit: Manche Arten wie etwa der Küstenmammutbaum oder der Urweltmammutbaum können gigantische Ausmaße annehmen und so jeden Garten sprengen. Grundsätzlich gelten Nadelbäume als sehr pflegeleicht, werfen sie doch keine Blätter und auch keine Früchte ab. Viele Arten dürfen nicht geschnitten werden, daher sollten Sie für Hecken stets schnittverträgliche Nadelbäume (z. B. Thuja, Wacholder) wählen.

Laubbäume

Im Hinblick auf die Artenvielfalt ist die Gruppe der Laubbäume weitaus größer als die der Nadelbäume: Niemand weiß genau, wie viele Arten es konkret auf der Welt gibt. Typischerweise werden Laubbäume in sommergrüne und immergrüne Sorten unterteilt, d. h. in Arten, die im Herbst ihre Blätter abwerfen und welche, die das Laub das ganze Jahr hindurch behalten.

Sommergrüne Laubbäume

Beliebte sommergrüne Laubbäume für Gärten und Parks sind beispielsweise

  • Ahorn (Acer)
  • Erle (Alnus)
  • Birke (Betula)
  • Buche (Fagus)
  • Hainbuche (Carpinus)
  • Esche (Fraxinus)
  • Weide (Salix)
  • Linde (Tilia)
  • Pappel (Populus)
  • Eiche (Quercus)
  • Mehlbeeren (Sorbus)
  • Weißdorne (Crataegus)

Die genannten Arten bieten eine große Sortenvielfalt, von denen viele züchterisch bearbeitet und somit perfekt für den Garten geschaffen wurden. So gibt es etwa zahlreiche Zwergformen für kleine Gärten sowie Vorgärten.

Immergrüne Laubbäume

Die meisten Laubbäume sind im Winter kahl. Wer jedoch das ganze Jahr hindurch nicht auf eine blickdichte Hecke verzichten möchte, sollte auf Nadelgehölze oder immergrüne Laubbäume zurückgreifen. Hierzu gehören beispielsweise

  • Stechpalmen (Ilex)
  • Portugiesische Lorbeerkirsche (Prunus lusitanica)
  • Gewöhnlicher Buchsbaum (Buxus sempervirens)
  • Echter Lorbeer (Laurus nobilis)
  • Wintergrüne / Immergrüne Eiche (Quercus turneri ‚Pseudoturneri‘)

Tipps

Auch Obstbäume gehören zu den sommergrünen Laubbäumen, benötigen allerdings vergleichsweise viel Pflege sowie einen vollsonnigen Standort. Dafür können Sie leckeres Obst direkt vom Baum ernten.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Ian 2010/Shutterstock

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