Cornus mas
Die schönen roten Kirschen der Kornelkirsche sind essbar

Kornelkirsche

Sie fesselt uns bereits zum Ende des Winters mit gold-gelber Blütenpracht an noch laublosen Trieben. Zum Ende des Sommers beschenkt uns die Kornelkirsche mit leuchtend roten Früchten über sattgrünem Laub, das sich im Herbst eindrucksvoll verfärbt. Wie Sie diese florale Augenweide mit den säuerlichen Früchten gekonnt kultivieren, verraten Ihnen diese Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Kornelkirsche richtig pflanzen

Die fachgerechte Pflanzung stellt die Weichen, damit eine Kornelkirsche im Garten ihre charismatische Aura entfaltet. Schenken Sie daher dem folgenden Arbeitsablauf Ihre Aufmerksamkeit:

  • Im Herbst am sonnigen Standort den humos-nährstoffreichen Boden jäten und tiefgründig auflockern
  • Eine Pflanzgrube ausheben mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens
  • Den Aushub vermischen mit Kompost, Hornspänen, Rindenhumus oder Lauberde
  • Den Anzuchttopf entfernen, um die Pflanze mittig so tief einzugraben wie zuvor
  • Nach diesem Verfahren eine Befruchtersorte in räumlicher Nähe anpflanzen

Treten Sie die Erde fest, ohne einen zu starken Druck auszuüben. Im letzten Schritt gießen Sie durchdringend an und breiten eine Mulchschicht aus.
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Pflegetipps

Mit einem gezielten Pflegeprogramm gewinnt die Kornelkirsche im Laufe der Jahre an faszinierender Präsenz in Ihrem Garten. Alle relevanten Maßnahmen haben wir im Folgenden für Sie im Überblick zusammengefasst:

  • In den ersten Jahren regelmäßig durchdringend gießen bei Trockenheit
  • Adulte Sträucher und Bäume einzig bei sommerlicher Dürre gießen
  • Im Herbst organisch düngen mit Kompost und Hornspänen
  • Eine Nährstoff-spendende Mulchschicht aus Laub, Kompost oder Rindenmulch ausbreiten und frisch halten
  • Rückschnitt bei Bedarf unmittelbar nach der Blüte
  • Alle 2 bis 3 Jahre den Strauch respektive die Krone sorgfältig auslichten

Eine explizite Überwinterung ist nicht erforderlich. Dennoch macht im Pflanzjahr eine Schutzschicht aus Laub und Nadelreisig Sinn, da sich die Frosthärte noch nicht vollständig ausgebildet hat.
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Welcher Standort ist geeignet?

Findet die Kornelkirsche einen sonnendurchfluteten Standort vor, wird dieser Vorzug mit einer überreichen Blüte und üppigem Fruchtbehang belohnt. Im Halbschatten gedeiht das Wildobstgehölz ebenfalls, solange täglich mindestens 4 Stunden Sonnenlicht getankt werden können. Gegenüber der Bodenbeschaffenheit erweist sich der Strauch als tolerant. Gerne streckt er seine Wurzeln in nährstoffreicher, humoser, frischer und durchlässiger Erde aus, die von leicht sauer über neutral bis leicht kalkhaltig aufgebaut ist.
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Der richtige Pflanzabstand

Kultiviert als Strauch, entwickelt die Kornelkirsche einen raumgreifenden Habitus, der nahezu ihrer Wuchshöhe entspricht. Damit sich das Ziergehölz ungehindert entfalten kann, empfehlen wir je 4 Quadratmeter Gartenfläche 1 Exemplar anzupflanzen. Bitte beachten Sie dabei eine Entfernung von mindestens 200 cm zum Nachbargrundstück und zu Verkehrswegen. Reiht sich der Strauch in einer Naturhecke ein, liegen Sie mit einem Abstand von 150-200 cm zwischen den Pflanzen richtig. Die Befruchtersorte muss nicht zwingend als Pflanznachbar kultiviert werden. Es genügt, wenn diese sich innerhalb des Gartens befindet.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Die Kornelkirsche fühlt sich bestens aufgehoben in frisch-feuchter, humoser und nährstoffreicher Erde. Primär sollte der Boden tiefgründig und locker strukturiert sein, damit die Wurzeln sich ungehindert etablieren können. Es ist von Vorteil für Wachstum, Blütenfülle und Fruchtbehang, wenn der pH-Wert sich im neutralen bis leicht sauren Bereich bewegt.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Der Herbst ist die beste Zeit, um den neuen Gast im Garten willkommen zu heißen. Wählen Sie einen trockenen, bedeckten Tag zwischen Ende August und Anfang November. Zu dieser Zeit ist das Erdreich tiefgründig erwärmt und bietet den jungen Wurzeln ausgezeichnete Wachstumsbedingungen. Solange der Boden nicht gefroren ist, spricht nichts gegen die Pflanzung von Gehölzen. Während eines milden Winters, kann dies ebenso im Dezember, Januar oder Februar noch der Fall sein.
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Wann ist Blütezeit?

Die Blütezeit einer Kornelkirsche erstreckt sich von März bis April. Unter günstigen Witterungsbedingungen setzt das Blütenfestival bereits Ende Februar ein. Über einer solch frühen Blüte schwebt indes ständig das Damoklesschwert befrorener Knospen. Damit die Blütenpracht keinen Schaden erleidet, hüllen Sie bei angekündigten Bodenfrösten die Krone über Nacht ein in Jute oder Gartenvlies.
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Kornelkirsche richtig schneiden

Als klassischen Frühblüher, schneiden Sie die Kornelkirsche unmittelbar nach der Blüte in Form. Gehen Sie dabei möglichst zurückhaltend vor, da mit jedem Schnitt die Samenstände für den Fruchtbehang zum Opfer fallen könnten. So machen Sie es richtig:

  • Unmittelbar nach der Blüte zu lange Triebe um maximal ein Drittel einkürzen
  • Jeden Schnitt knapp oberhalb eines nach außen gerichteten Auges ansetzen
  • Zugleich den Strauch respektive die Krone gründlich von Totholz und Kümmerwuchs befreien
  • Ganze Äste am Hochstamm stets auf Astring schneiden, am Strauch bodennah kappen

Damit der Strauch nicht von innen her verkahlt, sollte er zumindest alle 2-3 Jahre gründlich ausgelichtet werden. Eine alte Bauernregel besagt, dass am Ende ein in das Gehölz geworfene Mütze bis zum Boden durchfallen sollte.
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Kornelkirsche gießen

In den ersten Standjahren ist eine junge Kornelkirsche auf eine regelmäßige Wasserversorgung angewiesen. Ältere, gut verwurzelte Gehölze regulieren ihren Wasserhaushalt weitgehend autark. Gießen Sie den Strauch bis zum fünften Lebensjahr daher regelmäßig, wenn die Erde angetrocknet ist. Es ist von Vorteil, wenn Sie während sommerlicher Trockenzeiten 2 bis 3 Mal pro Woche durchdringend wässern, statt täglich mit der Gießkanne anzurücken. Lassen Sie den Wasserschlauch 20 bis 30 Minuten laufen, ohne dass sich schädliche Staunässe bildet. Eine regelmäßig erneuerte Schicht aus Rindenmulch oder Laub hält den Boden länger feucht und warm.
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Kornelkirsche richtig düngen

Um die früh blühende Kornelkirsche zum Start in die Saison mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, erhält sie bereits im Herbst eine wohl bemessene Portion Kompost mit Hornspänen. Das macht insofern Sinn, als dass organische Dünger ihre Arbeit erst bei Temperaturen deutlich über 10 Grad Celsius aufnehmen. Die Verabreichung von natürlichem Dünger im Februar oder März läuft somit ins Leere. Sofern die Früchte für den Verzehr gedacht sind, raten wir von der Verwendung mineralischer Volldünger ab, da die chemischen Bestandteile sich im Fruchtfleisch anreichern können.
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Überwintern

Die Kornelkirsche ist vollkommen winterhart und bedarf keiner besonderen Vorkehrungen für die Winterzeit. Im Pflanzjahr empfehlen wir dennoch, eine schützende Schicht aus Rindenmulch, Kompost oder Lauberde über der Wurzelscheibe auszubreiten. Überdies werden die Knospen und Blüten ab dem Spätwinter mit einer atmungsaktiven Haube geschützt, wenn Gevatter Frost zuschlägt.
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Kornelkirsche vermehren

Um ein Wildobstgehölz, wie die Kornelkirsche zu vermehren, haben Sie die Wahl unter folgenden Vorgehensweisen:

  • Kopfstecklinge im April/Mai schneiden und im Topf bewurzeln lassen
  • Seitentriebe als Absenker zu Boden ziehen, mittig mit Erde bedecken, fixieren und die Bewurzelung abwarten
  • Im Herbst Steckhölzer schneiden, ins Erdreich pflanzen, mit Laub bedecken und bewurzeln lassen

Die Aussaat der Kerne aus dem Fruchtfleisch ist ebenfalls möglich, gleichwohl nicht empfehlenswert für den Hobbygarten. Um die Keimhemmung zu durchbrechen, ist eine Stratifikation erforderlich. Dennoch kann es bis zum Erscheinen der Keimblättchen mehrere Monate dauern. Bis eine Sämlings-vermehrte Kornelkirsche zum ersten Mal blüht, ziehen bis zu 5 Jahre ins Land.
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Ist Kornelkirsche giftig?

Die Kornelkirsche ist das ideale Wildobstgehölz für den Familiengarten, da sie keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe enthält. Im Gegenteil sind die erbsengroßen Steinfrüchte sogar essbar, kommen indes mit einem sehr sauren Aroma daher. Im Rahmen der Zubereitung mit reichlich Zucker, verwandeln sich die roten Früchte dann in erfrischendes Gelee, köstliche Marmelade oder belebenden Likör.
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Kornelkirsche blüht nicht

Es ist so niederschmetternd, wenn die ersehnte Frühlingsblüte einer Kornelkirsche ausbleibt. Die häufigsten Ursachen für dieses Manko mit Tipps für deren Behebung, haben wir hier für Sie zusammengetragen:

  • Ursache: Rückschnitt zum falschen Zeitpunkt. Lösung: Die Kornelkirsche ausschließlich nach der Blüte einkürzen
  • Ursache: Erfrorene Knospen. Lösung: Ab Ende Januar die Zweige mit Vlies umhüllen, wenn es friert
  • Ursache: Lichtmangel. Lösung: Den Strauch ansiedeln an einem sonnigen bis absonnigen Standort
  • Ursache: Trockenstress. Lösung: Junge Sträucher und Hochstämme in den ersten Jahren gleichmäßig feucht halten

Handelt es sich um ein Sämlings-vermehrtes Exemplar, ist ein langer Geduldsfaden erforderlich bis zur ersten Blüte. Frühestens nach 2-3 Jahren – in der Regel noch später – kleidet sich die Kornelkirsche in ihre erste Blütentracht.
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Wie erziehe ich die Kornelkirsche zum Hochstamm?

Damit sich das Wildobstgehölz zum prachtvollen Hausbaum entwickelt, nehmen Sie die ersten Schritte bereits im Rahmen der Pflanzung in Angriff. Der stärkste Trieb wird zum zukünftigen Stamm erwählt. Alle anderen Zweige werden abgeschnitten. Verfügt der Haupttrieb bereits über Seitentriebe, werden diese auf Astring abgeschnitten. Zum Schutz gegen Windwurf dient ein Stützpfahl, den Sie in den Boden schlagen, um ihn mit Bast oder Sisal mit dem Stamm zu verbinden. Während der Haupttrieb an Höhe gewinnt, entfernen Sie konsequent alle Seitentriebe und Wasserschosser, während die Spitze nicht angerührt wird. Hat der Stamm die gewünschte Wuchshöhe erreicht, schneiden Sie die Spitze, um hier die Verzweigung zur Krone in Gang zu setzen.
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Schöne Sorten

  • Jolico: Beliebte Sorte mit goldgelben Blüten und vitaminreichen, tiefroten Früchten ab September über buntem Laub
  • Schönbrunner Gourmet Dirndl: Die Prachtsorte liefert die wohl schmackhaftesten Kornellen mit säuerlich-süßem Aroma
  • Japanische Kornelkirsche: Sie blüht bereits ab Ende Februar an noch blattlosen Zweigen in herrlichem Gelb
  • Macrocarpa: Beschenkt uns mit den größten Früchten, die sich in Birnenform in Szene setzen und weniger sauer munden
  • Variegata: Ein Feuerwerk der Farben mit gelber Blüte, roten Kornellen und weiß umrandeten, grünen Blättern
  • Mascula: Fungiert als augenfällige Befruchtersorte mit verschwenderischer Blüte ab dem ersten oder zweiten Jahr
Text: Paula Jansen

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