Die perfekte Pferdewiese für Ihren Vierbeiner – Darauf müssen Sie achten

Wiese ist nicht gleich Wiese - und für Pferde gelten gleich mal ganz besondere Bedingungen, damit sich die bewegungsfreudigen Steppentiere dort wohlfühlen.

Pferdewiese

Worauf es bei einer Pferdewiese ankommt

Kundige Pferdebesitzer wissen, dass man die empfindlichen Tiere nicht einfach auf irgendeine Weide stellen sollte – vor allem dann nicht, wenn Gräser und Kräuter einen Hauptteil der tierischen Ernährung ausmachen sollen. Die perfekte Pferdeweise weist folgende Charakteristika auf:

  • Sie enthält strukturreiche, aber eiweißarme Gräser sowie verschiedene Wiesenkräuter.
  • Stattdessen sind Unkräuter und Giftpflanzen idealerweise nicht vorhanden.
  • Sie ist extrem strapazierfähig – Pferde brauchen viel Bewegung und strapazieren die Grasnarbe daher stark.
  • Die Weide ist von einem dichten Bewuchs ohne Kahlstellen geprägt, damit die Tiere genug Futter finden.
  • Die vorhandenen Futterpflanzen sind schmackhaft, sonst werden sie nicht gefressen.

Weiterhin muss eine Pferdewiese unbedingt eingezäunt werden, wobei ein fester Zaun die beste (weil sicherste) Wahl darstellt. Da dieser jedoch nicht immer aufgestellt werden kann, können Sie alternativ auch einen Elektrozaun installieren. Dabei sollten Sie statt des fast unsichtbaren Drahtes besser ein farbiges Elektroband nutzen.

Die richtige Samenmischung für eine Pferdewiese

Damit all diese Bedingungen erfüllt werden, müssen Sie bereits bei der Anlage der Pferdewiese auf den passenden Standort sowie die Verwendung der richtigen Samenmischung achten. Eine nasse Wiese ist für Pferde denkbar ungeeignet. Nehmen Sie für die Aussaat keine Mischung für Rinderweiden, da diese viel zu eiweißreich sind. Besser geeignet sind Mischungen mit Weidelgras, Wiesenrispe sowie Lieschgras, Wiesenschwingel und Rotschwingel.

Eine Pferdewiese pflegen

Pferdewiesen sollten regelmäßig abgeäpfelt werden, damit sich unliebsame Parasiten nicht vermehren. Weiterhin sollten die Pferde regelmäßig die Weide wechseln können, damit sich eine Fläche in der Zwischenzeit erholen und regenerieren kann. Kontrollieren Sie die Wiese von Zeit zu Zeit auf unerwünschten Bewuchs (z. B. Spitzwegerich oder das sehr giftige Jakobskreuzkraut) und entfernen Sie diesen, bevor er aussamen und sich weiter verbreiten kann. Auch eine regelmäßige Düngung ist ratsam, wobei sie jedoch nur sich langsam freisetzende Stickstoffdünger ausstreuen sollten – herkömmliche Kunstdünger sind in der Regel zu stickstoffhaltig und damit zu eiweißreich.

Tipps & Tricks

Als Steppentiere brauchen Pferde eher magere Wiesen. Dass Ihre Wiese zu eiweißreich und damit zu fett ist, können Sie an Zeigerpflanzen wie beispielsweise Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn, Quecke und Melde sowie Hirtentäschelkraut, Vogelmiere und Taubnessel erkennen.

Text: Ines Jachomowski
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