Beete umgraben um Unkraut zu entfernen – so machen Sie es richtig

Umgraben zählt zu den wohl wirkungsvollsten Maßnahmen im Kampf gegen lästiges Unkraut. Allerdings wird dieses Thema unter Hobbygärtnern und Experten kontrovers diskutiert, denn beim Umgraben kann man auch jede Menge falsch machen. Wie Sie dabei sinnvollerweise vorgehen und wann der richtige Zeitpunkt ist, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

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Umgraben ist eine effektive Waffe gegen Unkraut

Werkzeugliste

Da das Umgraben eine recht anstrengende Arbeit ist, sollten Sie hierbei auf gutes Werkzeug achten:

  • Der verwendete Spaten sollte einen für Sie angenehmen Griff haben, eine auf Ihre Körpergröße angepasste Stiellänge und über ein scharfes Blatt verfügen.
  • Alternativ können Sie eine Spatengabel nutzen. Diese eignet sich für harte, steinige Böden, da sie leichter in das Erdreich eindringt.
  • Ein Rechen, um die Erde abschließend zu glätten.
  • Tragen Sie Handschuhe, das beugt Blasen vor.
  • Festes Schuhwerk ist Pflicht, da sich die Spatenkante sonst durch die Schuhsohle drückt.

Wie wird umgegraben?

Gehen Sie bei dieser Arbeit systematisch vor. Entfernte Unkraut können Sie dadurch gleich als Dünger einbringen:

  • Stechen Sie zunächst mit dem Spaten einen Graben in das Beet.
  • Graben Sie im Anschluss unterhalb der Furche die Erde ab und werfen Sie diese in die Mulde.
  • Wenden Sie dabei den Spaten, sodass das Unkraut unten landet und vollständig von Erde bedeckt wird.
  • Wurzelunkräuter lesen Sie aus, da diese auch aus kleinen Wurzelresten neu austreiben würden.
  • In die Furchen können Sie zusätzlich Gartenabfälle oder Humus geben. Mit Erde bedeckt verrotten diese und bilden wertvollen Dünger.

Nach dem Umgraben sammeln Sie alles noch zu sehende Grün ab und glätten die Erde mit dem Rechen.

Wie tief sollte umgegraben werden?

In der Regel genügt es, den Spaten zur Hälfte in den Boden zu stechen. Ist die Erde sehr verdichtet, sollten Sie spatentief umgraben.

Das Umgraben mit doppelter Spatentiefe empfiehlt sich bei stark verunkrauteten Beeten. Eine eventuell noch vorhandene Grasnarbe und Beikräuter gelangen so sehr tief in den Erdboden, verrotten und können nicht mehr nachwachsen.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Umgraben?

Diese Arbeit sollten Sie bevorzugt im Herbst erledigen. Während des Winters können die Bodenlebewesen aktiv werden und das untergegrabene Grün in wertvollen Humus verwandeln.

Tipps

Haben Sie im Herbst umgegraben genügt es, den Boden im Frühjahr mit einer Grabgabel vorsichtig aufzulockern. Entdecken Sie bei dieser Gelegenheit verbliebene Wurzelunkräuter, lesen Sie diese nochmals sorgfältig aus. Dadurch hält sich die lästige Jätarbeit in der kommenden Gartensaison in Grenzen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Maksud/Shutterstock

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