Kieswege: Wie kann lästiges Grün effektiv entfernt werden?

Schotterwege sind im Garten sehr beliebt, denn sie fügen sich gut in jegliche Art der Gartengestaltung ein. Senkungen, die bei Wegplatten häufig zum Problem werden, gleicht die gekieste Fläche problemlos aus. Allerdings ist die lockere Struktur aufwändig in der Unkrautbekämpfung. Wie Sie die große Fläche des Kiesweges mit minimalen Mitteln unkrautfrei halten, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Lockerer Kies ist geradezu eine Einladung für Unkraut

Unkrautbekämpfung mit der Pendelhacke

Unkraut auf Kiesflächen ohne Chemie dauerhaft zu entfernen gelingt mit einem beinahe schon vergessen Gartengerät, der Pendelhacke. Mit diesem Werkzeug, das es auch in einer elektrischen Variante gibt, lassen sich Schotterwege in relativ kurzer Zeit von Unkraut befreien. Durch eine Hin- und Herbewegung wird das unerwünschte Grün wurzeltief abgetrennt und kann problemlos abgerecht werden. Auf diese Weise werden die Beikräuter so stark geschädigt, dass sie nach einiger Zeit kaum noch nachwachsen und der Weg dauerhaft unkrautfrei bleibt.

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Unkrautwuchs verhindern durch kluge Anlage des Weges

Bereits wenn Sie einen gekiesten Weg anlegen, können Sie eine Menge tun, um die spätere Pflege zu vereinfachen:

  • Begrenzen Sie Kieswege stets mit einer Rasenkante. Dadurch wird verhindert, dass sich das Grün ungewollt im Kies breitmacht.
  • Graben Sie den Weg etwa 20 Zentimeter tief aus.
  • Legen Sie auf die geglättete Erde ein nicht zu dünnes Dränage- oder Unkrautvlies.(28,90€ bei Amazon*) Ideal ist eine Grammatur von 90 Gramm pro Quadratmeter. In der Erde verbliebene Unkräuter können dadurch nicht durch die Kiesfläche hindurchwachsen.
  • Darüber geben Sie den Schotter und glätten die Fläche.

Keimende Wildkräuter lassen sich durch diese Maßnahme sehr einfach entfernen. Da die Wurzeln nicht im Erdreich verankert sind, können Sie diese ohne Kraftaufwand herausziehen.

Wenig zielführend: Die chemische Keule

Es klingt verlockend: Unkrautvernichter aufsprühen und die grünen Wildpflanzen verschwinden wie von Zauberhand. Leider zeigt der Einsatz von Herbiziden nur kurzfristigen Erfolg. Lediglich frisch gekeimtes Unkraut wird zuverlässig abgetötet, muss allerdings in einem zweiten Arbeitsgang entfernt werden. Größere und kräftige Pflanzen bleiben häufig stehen und Sie müssen diese mechanisch jäten. Im Boden schlummernde Samen werden gar nicht erfasst und keinem aus. Dies macht eine mehrfache Anwendung notwendig.

Zudem schädigen die versprühten Mittel nicht nur die Wildpflanzen, sondern können Umweltschäden verursachen und sind auch für den Menschen als giftig eingestuft.

Tipps

Die Pendelhacke eignet sich auch zur Unkrautentfernung im Gemüsebeet. Durch die Pendelbewegung entsteht nur eine minimale seitliche Erdbewegung, sodass das Wachstum zarter Salatpflanzen und frisch gesetzten Gemüses nicht gestört wird.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: CatherineLProd/Shutterstock

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