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Unkraut grossflächig entfernen: Tipps & Methoden

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Unerwünschte Wildkräuter im Garten können eine Herausforderung sein. Dieser Artikel bietet eine umfassende Übersicht über verschiedene Methoden zur großflächigen Unkrautentfernung, von mechanischen und thermischen Verfahren bis hin zu vorbeugenden Maßnahmen, um Ihren Garten unkrautfrei zu halten.

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Mulch schützt auf ökologische Art und Weise vor Unkraut

Mechanische Methoden

Die Entfernung von Unkraut durch manuelle und mechanische Methoden ist eine wirksame und umweltfreundliche Alternative. Lassen Sie uns einige bewährte Werkzeuge und Techniken genauer betrachten.

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Hacke und Unkrautstecher

Hacke und Unkrautstecher sind verlässliche Helfer im Kampf gegen unerwünschte Pflanzen. Mit dem Unkrautstecher entfernen Sie selbst hartnäckige Wildkräuter wie Löwenzahn und Ampfer mitsamt ihrer Wurzel. Die Hacke hingegen eignet sich ideal zum Lockern des Bodens und Unterbrechen des Unkrautwachstums in Beeten und auf dem Rasen.

Fugenkratzer und Fugenbürste

Zwischen Pflastersteinen und in Terrassenfugen erweist sich der Fugenkratzer als unverzichtbar. Mit seiner schmalen Klinge beseitigen Sie Unkraut gründlich und effizient. Für größere Flächen oder leichteren Bewuchs können Sie alternativ zu einer Drahtbürste greifen, die das Unkraut einfach ausbürstet.

Tipp: Unkrauthemmender Spezialsand

Nach der Reinigung der Fugen empfiehlt es sich, diese mit unkrauthemmendem Spezialsand aufzufüllen. Diese Maßnahme beugt neuem Unkrautwuchs vor, stabilisiert die Fugen und verleiht Ihren befestigten Flächen ein gepflegtes Aussehen.

Thermische Methoden

Thermische Verfahren bieten eine effiziente Möglichkeit, Unkraut auf größeren Flächen zu bekämpfen. Durch die Hitzeeinwirkung sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Beachten Sie jedoch, dass eine regelmäßige Anwendung im Laufe des Jahres notwendig sein kann, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Heißes Wasser

Das Überbrühen von Unkraut mit kochendem Wasser ist eine simple und umweltschonende Methode. Besonders auf Kieswegen dringt das heiße Wasser tief ein und schädigt die Pflanzen effektiv.

Elektrisches oder gasbetriebenes Thermogerät

Für die Bearbeitung größerer Flächen eignen sich elektrische oder gasbetriebene Thermogeräte. Beim langsamen Überführen über das Unkraut wird dieses durch einen Hitzeschock abgetötet.

Abflammgerät

Abflammgeräte eignen sich besonders für befestigte Flächen. Der kurze Hitzeschock zerstört die oberirdischen Pflanzenteile des Unkrauts. Seien Sie jedoch vorsichtig und achten Sie auf die Brandgefahr, insbesondere bei trockenen Bedingungen.

Bei der Verwendung thermischer Verfahren ist es wichtig, Schutzkleidung zu tragen und die umliegenden Pflanzen und Oberflächen zu schonen.

Vorbeugende Maßnahmen

Prävention ist der Schlüssel zu einem unkrautarmen Garten. Durch rechtzeitige und durchdachte Maßnahmen minimieren Sie den Aufwand für die Unkrautentfernung.

Mulchen

Mulchen ist eine bewährte Methode, um den Unkrautwuchs zu hemmen. Eine Schicht aus organischem Material wie Rindenmulch oder Rasenschnitt unterdrückt das Keimen von Unkrautsamen, hält den Boden feucht und schützt ihn vor Erosion.

Mulchpapier und dunkle Folien

Speziell entwickeltes Mulchpapier oder dunkle Mulchfolien blockieren die Sonneneinstrahlung und verhindern so das Wachstum von Unkraut. Sie tragen außerdem zu einer schnelleren Bodenerwärmung und besseren Wachstumsbedingungen für Ihre Kulturpflanzen bei.

Zeitungspapier und Pappe

Eine kostengünstige Alternative ist die Verwendung von Zeitungspapier oder Pappe. Mehrere Lagen dieser Materialien schränken das Licht ein und verhindern so das Wachstum von Unkraut.

Einsatz von Bodendeckern

Bodendeckende Pflanzen sind eine attraktive und effektive Lösung, um freie Erdbereiche zu besetzen und Unkraut keine Chance zur Ansiedlung zu geben. Geeignete Arten wie Efeu oder Thymian bilden dichte Teppiche, die das Keimen von Unkrautsamen verhindern.

Die Kombination verschiedener vorbeugender Maßnahmen hilft Ihnen, Ihren Garten auf natürliche Weise gesund zu halten und den Einsatz von Herbiziden zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.

Bilder: Lithiumphoto / Shutterstock