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Unkraut sollte möglichst frühzeitig entfernt werden

Unkraut im Gemüsebeet erfolgreich bekämpfen

Unkräuter sind wichtig für die Artenvielfalt. Zudem fallen viele Pflanzen, die wir nicht so gerne im Gemüsebeet sehen, in die Kategorie „Heilpflanzen“ oder Wildgemüse und übernehmen im Kreislauf der Natur wichtige Aufgaben. Damit Wildpflanzen aber nicht zur Plage werden und sich die Arbeit des Jätens in Grenzen hält, achtet der umsichtige Gartenfreund auf ökologische Beetvorbereitung und erspart sich durch Pflegemaßnahmen wie Mulchen das lästige Unkraut zupfen.

Tipp 1: Nur umgraben, wenn es unumgänglich ist

Den alten Ratschlag: „Das Gemüsebeet mindestens einmal jährlich umgraben“ dürfen Sie getrost vergessen. Durch das Umgraben werden die Bodenschichten vermischt und viele Unkrautsamen kommen erst an die Oberfläche.

Licht und Wärme des Frühjahrs bringen sie dann zum Keimen. Sie sind, gerade in der Zeit, in der auch das Gemüsesaatgut aufgeht und kleine Pflänzchen gesetzt werden, damit beschäftigt, unzählige Wildkräuter aus dem Beet zu lesen.

Lockern Sie deshalb die Erde im Herbst nur vorsichtig mit der Grabgabel und bedecken Sie das Beet im Anschluss mit einer Mulchschicht aus reifem Kompost oder Stroh. Dadurch nutzen Sie die natürlichen Kreisläufe, die Saat geht besser auf und Unkraut wird wirkungsvoll unterdrückt.

Tipp 2: Das „falsche Saatbeet“

Bei schweren, lehmigen Böden geht es im Herbst nicht ohne Umgraben. Arbeiten Sie bei dieser Gelegenheit Sand und Kompost in den Boden ein. Den Rest übernimmt die Frostgare, welche die Schollen aufsprengt und für eine deutliche Bodenverbesserung sorgt.

Mit einem Trick, dem „falschen Saatbeet“ können Sie im zeitigen Frühjahr die gerade keimenden Unkräuter bequem entfernen, noch bevor Sie die Gemüsepflanzen ins Beet setzen. Bereiten Sie das Beet schon etwa zwei Wochen vor der geplanten Bepflanzung vor:

  • Hacken Sie den Boden und gießen Sie an.
  • In der Folge werden die Unkräuter förmlich explodieren.
  • Rechen Sie nun das Beet oberflächlich ab, sodass den Unkrautwurzeln der direkte Kontakt in die Erde genommen wird.
  • Erledigen Sie diese Arbeit an einem trockenen, warmen Tag, damit die Wildkräuter rasch verdorren.
  • Die getrockneten Pflanzen können Sie getrost auf dem Beet liegen lassen. Sie keimen nicht mehr und dienen den Bodenlebewesen als wertvolle Nahrung.

Vermeiden Sie es jedoch unbedingt, den Boden tiefgründig zu lockern.

Tipp 3: Mulchen

Unter mulchen versteht man das Bedecken von Beeten mit abgestorbenen Pflanzen. Dies kann Grasschnitt ebenso sein, wie gejätetes Unkraut oder die abgeschnittenen Brennnesseln der leicht verwilderten Gartenecke.

Fast alle Unkrautpflanzen sind Lichtkeimer, die unter der dunklen Mulchschicht nicht aufgehen. Allerdings sollte diese Schicht nicht zu dick sein, zwei bis drei Zentimeter genügen.

Tipps

In Regionen, in denen sich Erntemilben (Herbstgrasmilben) ansiedeln, sollten Sie auf das Mulchen verzichten. Die Tiere, die schmerzende, stark juckende Stichwunden verursachen, siedeln sich bevorzugt in einem feuchten, leicht fauligen Milieu an, wie es unter Mulchdecken zu finden ist.

Text: Michaela Kaiser Artikelbild: Elena Masiutkina/Shutterstock

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