Effektive Mittel, um Unkraut in Gehwegfugen dauerhaft zu entfernen

In den Fugen der Pflastersteine sprießende Beikräuter sind optisch wenig attraktiv und aus diesem Grund vielen Gartenbesitzern ein Dorn im Auge. Auch auf dem Bürgersteig wucherndes Unkraut wirkt ausgesprochen ungepflegt. Wir haben tolle und zudem umweltfreundliche Tipps, wie Sie dem lästigen Grün dauerhaft zu Leibe rücken.

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Um Unkraut dauerhaft zu entfernen, sollten die Fugen verschlossen werden

Mechanisch Auskratzen

Das ist die für Umwelt verträglichste Methode, die auf größeren Flächen aber sehr anstrengend werden kann. Etwas leichter geht die Arbeit von der Hand, wenn Sie die Beikräuter direkt nach einem ergiebigen Regenguss aus den Fugen kratzen. Verwenden Sie einen rückenschonenden Fugenkratzer mit langem Stiel.

Einfegen von Dansand

Sind die Fugen erst einmal sauber, können Sie unkrauthemmenden Spezialsand zwischen den Steinen einkehren. Dadurch bleibt Ihr Pflaster über Jahre hinweg nahezu unkrautfrei. Dansand ist sehr mineralhaltig und gleichzeitig nährstoffarm. Er senkt den pH-Wert, sodass Unkrautsamen nicht mehr aufgehen können. Die rundkörnige Struktur verdichtet stark und bietet den Pflanzenwurzeln keinen Halt. Dennoch ist die gepflasterte Fläche wasserdurchlässig und es bilden sich keine Pfützen.

Gehen Sie beim Ausbringen folgendermaßen vor:

  • Zunächst alle Beikräuter, die sich in den Fugen der Pflastersteine angesiedelt haben, gründlich entfernen.
  • Pflasterfläche mit einem Hochdruckreiniger säubern.
  • Fugensand bis zum Rand einfüllen.
  • Mit einem Besen einkehren oder mittels einer Rüttelplatte verdichten.
  • Dansand gegebenenfalls mit einem leichten Wasserstrahl einschlämmen.
  • Die optimale Fülltiefe ist erreicht, wenn Sie einen Spatel nur noch wenige Millimeter in das Fugenmaterial drücken können.

Reinigen der Fugen mit dem Hochdruckreiniger

Je nach Breite und Tiefe der Fugen lassen sich Löwenzahn und Co. auf Bürgersteig und Hofeinfahrt auch mit einem Hochdruckreiniger aus den Fugen spülen. Allerdings eignet sich, das Gerät nicht für jede gepflasterte Fläche, da unter Umständen die Substanz angegriffen wird.

Kochendes Wasser

Nudel- oder Kartoffelwasser, das in der Küche sowieso regelmäßig anfällt, sind ein gutes Mittel, um in den Fugen wachsendes Unkraut dauerhaft loszuwerden. Gießen Sie die möglichst heiße Flüssigkeit direkt auf die Unkrautpflanzen. Diese sterben ab und auch das Saatgut wird durch die Hitze unschädlich gemacht.

Unkrautbrenner

Diese Geräte vernichten, ebenso wie das Kartoffelwasser, Beikräuter durch Hitzeeinwirkung. Das Unkraut zwischen den Steinen wird abgeflammt und zerstört. Im Anschluss müssen Sie das unerwünschte Grün nur noch zusammenfegen und die Fugen der Pflastersteine bleiben lange Zeit unkrautfrei.

Hausmittel wie Salz und Essig

Von diesen sollten Sie absehen, denn diese vermeintlich harmlosen Mittel dringen in die Erde ein. Hier beeinträchtigen sie nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern wirken sich auch negativ auf den Boden und die dort lebenden Mikroorganismen aus. Zudem wird nicht nur das Unkraut vernichtet. Angrenzend wachsende Zierpflanzen nehmen Salz oder Essig über die Wurzeln ebenfalls auf und können sogar absterben.

Tipps

Laut Gesetz ist es verboten, auf gepflasterten Flächen Herbizide einzusetzen, denn die schädlichen Substanzen könnten ins Grundwasser gelangen. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Geldbußen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Syndy1/Shutterstock

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