Garten pflügen und den Boden vorbereiten

Die Vor- und Nachteile des Pflügens werden kontrovers diskutiert. In vielen Fällen ist diese Form der Bodenvorbereitung sinnvoll, um den Pflanzen eine bestmögliche Basis für ein gesundes Wachstum zu bieten. Allerdings sollte nicht jeder Untergrund umgegraben werden.

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Für größere Flächen ist die Nutzung einer Maschine ratsam

Welche Boden gepflügt werden sollten

Beim Pflügen wird der nutzbare Bodenhorizont im Garten umgewendet und durchmischt. Diese Maßnahme ist auf einem bereits genutzten Beet genauso sinnvoll wie auf einer Rasenfläche. In beiden Fällen werden lebende Pflanzen und abgestorbene Reste in den Boden eingearbeitet, sodass Mikroorganismen das Material zersetzen. Jedoch eignet sich nicht jeder Bodentyp für das Umgraben.

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Sandböden

Sandige Untergründe sollten Sie nicht pflügen. Der oberste Horizont besteht aus nährstoffreichem Humus. Im Rahmen des Umgrabens wird diese Schicht zerstört und in den Boden eingearbeitet. Es tritt nährstoffarmes Substrat an die Oberfläche, das sich nicht zur Bepflanzung eignet.

Lehm- und Tonböden

Besteht der Untergrund aus Lehm oder Ton, eignet er sich hervorragend zur Vorbereitung eines Saatbetts. Unabhängig davon, ob Sie Zier- oder Nutzpflanzen kultivieren möchten, stellt das Pflügen den ersten Schritt dar.

Vorteile des Pflügens:

  • Durchlüftung der obersten Bodenschicht
  • Eindämmung von Unkraut und Gräsern
  • Verdrängung tierischer Schädlinge wie Feldmäuse

So pflügen Sie richtig

Wenn Sie einen neuen Rasen planen, können Sie die Fläche zwischen Frühjahr und Spätsommer auflockern. Während dieser Zeit weist der Boden warme Temperaturen auf und die Luftfeuchtigkeit ist nicht zu hoch. Soll der Rasen mit einer Fräse für den Anbau von Obst und Gemüse vorbereitet werden, richtet sich der Zeitpunkt für das Umgraben nach den empfohlenen Pflanz- und Aussaatzeiten.

Geräte

Möchten Sie kleinere Flächen im Garten umgraben, fällt die Wahl auf Spaten oder Pflug als Hilfsmittel. Technische Unterstützung erleichtert Ihnen die Arbeit und beugt Rückenschmerzen vor. Gartenfräsen, die mit Strom oder Benzin betrieben werden, sind für große Nutzgärten die bessere Entscheidung. Solche Geräte werden wie ein Rasenmäher über die Fläche geschoben, sodass die Erde gehackt und umgegraben wird.

Tipps

Nachdem die Arbeiten abgeschlossen sind, können Sie Unkräuter und Steine ganz einfach aus der lockeren Erde sammeln.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Eduards Gedrovics/Shutterstock

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