Unkraut fräsen: Unkompliziert zum unkrautfreien Grundstück

Sie haben ein Haus gekauft, das längere Zeit unbewohnt war oder möchten sich nach Fertigstellung des Eigenheims ans Anlegen des Gartens machen. In beiden Fällen sind die Grünflächen häufig nicht gepflegt worden und von Unkraut überwuchert. Eine Gartenfräse ist hier sehr sinnvoll, denn mit dem diesem Gerät lassen sich auch größere Flächen einfach von unerwünschtem Grün befreien.

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Eine Gartenfräse lockert den Boden und verkleinert Unkraut

Was ist eine Gartenfräse?

Bei diesem Gerät handelt es sich um eine mit Benzin oder Elektromotor betriebene Bodenhacke, die wie ein Rasenmäher über die Fläche geschoben wird. Sie übernimmt die gleichen Aufgaben wie in der Landwirtschaft Egge und Pflug, das heißt, das Gerät gräbt den Boden grobschollig etwa 15 Zentimeter tief mit sich drehenden Hacksternen auf. Das abgetragene Material wird zerkleinert untergearbeitet und dient der Bodenverbesserung.

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Die Vorgehensweise

1. Schritt: Zwischenbewuchs beseitigen

Wichtig ist, dass Sie vor der Samenreife zur Gartenfräse (116,97€ bei Amazon*) greifen. Haben sich die Beikräuter bereits ausgesamt, würden Sie alle Samen einarbeiten und müssten das keimende Unkraut immer wieder mühsam manuell jäten.

Um Verletzungen vorzubeugen, sollten Sie beim Umgang mit der Gartenfräse stets Sicherheitsschuhe, Sicherheitskleidung und Handschuhe tragen. Auch eine Schutzbrille kann, insbesondere bei steinigen Böden, Sinn machen.

Gehen Sie bei der Anwendung folgendermaßen vor:

  • Transportrollen abnehmen oder umklappen.
  • Arbeitstiefe entsprechend der Wurzeltiefe der Beikräuter einstellen.
  • Gartenfräse mit maximaler Leistung starten und gegebenenfalls drosseln.
  • Die Fräse verfügt über einen Vorwärts- und, zu Rangierzwecken, Rückwärtsgang.
  • Lassen Sie das Gerät entspannt laufen und ziehen sie es nicht nach hinten oder drücken Sie es nach unten.
  • Führen Sie es in leicht überlappenden Bahnen über das Gelände.
  • Da die Unkräuter fein zerhackt werden, ist kein Nacharbeiten erforderlich.

2. Schritt: Boden ruhen lassen

Möchten Sie Rasen ansäen oder Beete anlegen, sollten Sie dies keinesfalls direkt nach dem Fräsen machen. Geben Sie der Erde etwas Zeit, um sich zu setzen. In dieser kann sich auch das in Unordnung geratene Bodenleben wieder beruhigen.

Nach einer angemessenen Ruhezeit können Sie vereinzelt nachwachsende Beikräuter mechanisch jäten und mit der Anlage des Gartens beginnen.

Tipps

Für die einmalige Anwendung lohnt die teure Anschaffung einer Gartenfräse meist nicht. Sie können das Gerät jedoch kostengünstig in vielen Baumärkten ausleihen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Irina Boldina/Shutterstock

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