Lockere Blumenerde bringt Pflanzerfolge

Eine gute Blumenerde erkennt man daran, dass sie eine krümelige und luftige Beschaffenheit besitzt, gut Wasser speichert, sowie ausreichend Nährstoffe enthält. Ist der Boden hart, wachsen Pflanzen nicht optimal und die Erde muss gelockert werden.

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Für das Auflockern von Blumenerde bieten sich verschiedene Gartengeräte an

Verdichteter Boden

Sollen nach dem Bau von neuen Häusern die Gärten eingerichtet werden, stellt man fest, dass der Boden hart ist wie Beton. Baumaschinen haben einen starken Druck auf die Erde ausgeübt und so den Boden verdichtet. Dazu kommt außerdem noch die unterschiedliche Zusammensetzung der Erde. Lehm- oder tonhaltige Erde speichert viel Wasser. Bei hoher Belastung verdichtet sie besonders schnell. Um hier einen guten Gartenboden zu schaffen muss viel getan werden.

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Wie wirkt sich ein verdichteter Boden aus?

In einem verdichteten Boden leben wenig Bodenlebewesen, da sie in der zusammen gepressten Erde keine Luft bekommen. Regenwürmer findet man hier eher selten.
Wachsen in solch einem Boden bereits Pflanzen, werden sie nicht oder nur wenig in der Tiefe wurzeln und sind daher anfällig bei Trockenheit.
Ein weiterer Nachteil eines stark verdichteten Bodens ist die Gefahr von Staunässe. Wenn es lange und ergiebig regnet, kann das Wasser nicht versickern, im stehenden Wasser können Moderprozesse einsetzen.

Den verdichteten Boden auflockern

Wer schöne Blumen- und ertragreiche Gemüsebeete anlegen möchte, sollte daher seinen Gartenboden unbedingt auflockern.
Einfach ist das Auflockern in Blumentöpfen und Blumenkübeln. Hier nimmt man eine kleine Hacke und lockert den Boden auf. In größeren Kübeln kann sofort Kompost eingearbeitet werden.

In größeren Beeten muss die Erde auch mit größeren Gerät gelockert werden. Hier bieten sich an:

  • der Spaten
  • der großzinkige Kultivator (mehrere Zinken)
  • der Sauzahn (nur eine große Zinke)
  • der kleine Handkultivator
  • die Grabegabel
  • die Rosengabel (nur 2 Zinken) zum Lockern im Wurzelbereich von Stauden
  • verschiedene Hacken, wie z. B. die Gartenhacke, die Herzhacke, die Pflanzhacke

Bei Neuanlagen von Beeten kann zunächst mit dem Spaten umgegraben werden. Allerdings wird mit dem Spaten relativ tief gegriffen und die Bodenorganismen ordentlich durch gerüttelt. In einem verdichteten Boden gibt es davon noch nicht viel, also kann auch gegraben werden. Später, in einem lockeren und humusreichen Boden nimmt man eher einen Kultivator und lockert damit die oberste Erdschicht auf. Damit kann auch der nötige Kompost eingearbeitet werden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Mariia Boiko/Shutterstock

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