Gartenboden verbessern im Herbst – vier Möglichkeiten

Warum erst bis zum Frühjahr warten? Im Herbst, wenn die Beete abgeräumt sind, ist der Boden gut zugänglich für das Einleiten diverser Verbesserungsmaßnahmen. Während des Winters kann der Faktor Zeit seinen Teil dazu tun und das Beet in eine fruchtbare Fläche verwandeln.

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Im Herbst kann der Gartenboden mit einer Portion Kompost aufgepeppt werden

Die vier Möglichkeiten

Für die Bodenverbesserung im Herbst eignen sich Langzeitdünger optimal, da sie rechtzeitig bis zum Frühjahr von Bodenorganismen in ihre Bestandteile zersetzt werden. Dadurch werden ihre Nährstoffe für die Pflanzen erst verfügbar. Diese vier Langzeitdünger haben sich für die Herbstdüngung bewährt:

  • Kompost
  • Pferdemist
  • Laub
  • Gründünger

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Kompost

Ernten Sie zuerst das anagebaute Gemüse komplett ab und entfernen Sie anschließend alle Pflanzenteile aus dem Beet. Verteilen Sie auf leeren Beeten etwa sechs Monate alten Kompost. Er sollte nur grob verrottetet sein. Pro Quadratmeter reichen drei Liter.

Arbeiten Sie den Kompost nur leicht in den Boden ein, damit noch genügend Sauerstoff zu ihm durchdringen kann. Nur dann können ihn die im Boden lebenden Würmer und andere Organismen zersetzen. Anderenfalls setzt der Fäulnisprozess ein.

Pferdemist

Mit Pferdemist verhält es sich ähnlich wie mit dem Kompost. Er dient den Mikroorganismen im Boden als Nahrung. Nach der Umwandlung in Humus sind seine Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Da sein Stickstoffgehalt hoch ist, eignet er sich für Flächen, auf denen im Folgejahr Starkzehrer angebaut werden.

Der Pferdedung wird lediglich flächig auf die Beete verteilt, jedoch nicht in den Boden eingearbeitet. Je mehr Stroh beigemengt ist, umso langsamer wird der Verrottungsprozess ablaufen.

Tipps

Wenn Sie frischen Mist vom Pferdehof holen, sollte es sich um einen Bio-Hof handeln. So können Sie sicher gehen, dass der Pferdemist nicht mit Medikamentenrückständen belastet ist.

Laub

Wohin mit dem Herbstlaub? Na auf die Beete damit! Während des Winters isoliert und wärmt es den Boden und wird dabei nach und nach zersetzt. Doch nicht mit jedem Laub können Sie den Gartenboden düngen. Zum einen sollte es von gesunden Bäumen stammen. Zum anderen sind nicht alle Baumarten gleich gut geeignet. Walnussblätter zum Beispiel zersetzen sich nur sehr langsam und machen den Boden sauer.

Gründünger

Säen Sie abgeräumte Beete sofort mit einem Gründünger ein, der die letzten Sonnentage des Jahres zum Keimen und Wachsen nutzen kann. Gute Gründünger sind Leguminosen, die mit ihrem Wurzelwerk zusätzlich den Boden auflockern. Doch auch Dinkel, Feldsalat und viele andere Pflanzen eigne sich als Gründünger. Schauen Sie sich im Gartencenter oder Onlineshop um.

Nicht winterharte Gründünger erfrieren mit dem ersten Frost. Andere Dünger werden vor der Blüte abgemäht. Beide bleiben als eine natürlich Mulchschicht auf dem Beet liegen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: alicja neumiler/Shutterstock

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