Zauberhafte Gartengestaltung mit Bodendeckern

Wer neue Beete anlegt, der kennt das Problem: Zwischen den Stauden gibt es große Lücken, in denen sich das Unkraut ungehindert ansiedeln kann. Durch Bodendecker lassen sich diese rasch schließen. Auch um einem Vorgarten oder einem Hang ein gepflegtes Bild zu geben, eignen sich die niedrigwüchsigen Zierpflanzen ausgesprochen gut.

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Das kleine Immergrün eignet sich hervorragend zur Unterpflanzung, denn es wächst am besten im Halbschatten

Bodendecker: Welche Varianten gibt es?

Blühende Gewächse, die den Boden bedecken, verzaubern mit einer wahren Blütenpracht. Immergrüne, flach wachsende Pflanzen bilden einen eher zurückhaltenden, teils unscheinbaren Blütenflor und bestechen durch die Schönheit des Blattwerks.

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Die gängigsten Bodendecker haben wir Ihnen in nachfolgender Tabelle zusammengestellt:

Immergrüne Bodendecker Blühende Bodendecker
Kleines Immergrün (Vinca minor) Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum)
Schaumblüte (Tiarella cordifolia) Blaukissen (Aubrieta-Hybriden)
Ysander/Dickmännchen (Pachysandra terminalis) Blauroter Steinsame (Lithospermum purpurocaeruleum)
Immergrüne Kriechspindel (Euonymus fortunei) Bodendeckerrosen (Rosa)
  Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
  Polster-Seifenkraut (Saponaria ocymoides)
  Stachelnüsschen (Acaena)
  Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternat)
  Teppichphlox (Phlox subulata)

Im Fachhandel finden Sie viele weitere Bodendecker-Arten. Achten Sie schon beim Kauf der Pflanzen darauf, dass die Lichtansprüche der von Ihnen gewählten Sorten zum künftigen Standort passen.

Bodendecker kombinieren

Eine große Fläche mit nur einer Bodendecker-Art bepflanzt präsentiert sich zwar herrlich grün und pflegeleicht, sie kann jedoch sehr langweilig wirken. Bodendecker lassen sich problemlos miteinander, aber auch mit anderen Stauden und Kleingehölzen kombinieren. So lässt sich durch Farbkontraste eine interessante Wirkung erzielen. Beschränken Sie sich nur auf einen Farbton, kann dies ausgesprochen reizvoll sein, da hier die unterschiedlichen Blütenformen schön zu Geltung kommen.

Bodendecker pflanzen

Damit die Bodendecker innerhalb kurzer Zeit einen dichten, für Beikräuter undurchdringlichen Teppich bilden, müssen Sie bei der Pflanzung einige Punkte beachten:

  • Pflanzzeit für Bodendecker ist der Spätsommer bis in den Herbst hinein. In dieser Zeit wächst das Unkraut spärlicher und die Zierpflanzen können bis zum nächsten Frühjahr ungehindert einwurzeln.
  • Entfernen Sie vor dem Setzen der Stauden alle Wurzelunkräuter sorgfältig.
  • Lockern Sie den Boden gründlich auf.
  • Verteilen Sie je Quadratmeter Beetfläche etwa zwei Liter reifen Kompost und arbeiten Sie den Dünger ein.
  • Schwere Lehmböden werden zusätzlich mit Sand verbessert.
  • Legen Sie die Töpfe im empfohlenen Pflanzabstand auf der Fläche aus.
  • Bodendecker erst kurz vor dem Pflanzen austopfen, damit der Wurzelballen nicht austrocknet.
  • Mit der Handschaufel ein kleines Loch ausheben und die Staude mit dem gesamten Ballen einsetzen.
  • Gut andrücken und angießen.

Rückschnitt nach der Pflanzung

Nach dem Setzen werden die Bodendecker um mindestens die Hälfte zurückgeschnitten. Dadurch treiben sie kräftiger aus, verzweigen sich besser und die offene Fläche wird schneller bewachsen.

Tipps

Bitte bedenken Sie bei der Wahl der Bodendecker, dass nicht alle Pflanzen so dicht wachsen, dass sie Unkraut unterdrücken. Das gilt beispielsweise für Bodendeckerrosen, die zwar kriechend gedeihen und schöne Blütenteppiche bilden, den Untergrund jedoch eher locker bedecken.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Masianya/Shutterstock

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