Rasenersatz als Alternative zu echtem Rasen

Gerade in sehr kleinen und schattig gelegenen Gärten lässt sich ein dichter Rasen kaum anlegen. Eine Alternative ist ein Rasenersatz. Mit winterharten, nur niedrig wachsenden, Pflanzen lässt sich eine Fläche ebenfalls begrünen, die sogar begehbar ist.

Rasenersatz
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Was ist Rasenersatz?

Anstelle eines grünen Teppichs aus Gras wird die Fläche mit Rasenersatzpflanzen besetzt, die dichte Polster bilden und die Erde bedecken.

Das lohnt sich immer dann, wenn der Garten sehr schattig liegt, sodass Rasen hier kaum wächst.

Rasenersatzpflanzen sind winterhart und können auch problemlos begangen werden. Als Spielfläche für die Kinder oder als Bolzplatz eignet sich ein Ersatzrasen allerdings nicht.

Welche Rasenersatzpflanzen sind empfehlenswert?

Den Boden für die Rasenersatzpflanzen vorbereiten

Als Standort eignet sich ein nicht zu sonniger Platz mit lockerer Erde, auf der sich das Regenwasser nicht staut. Bei sehr festen Böden sorgt eine Drainage-Schicht dafür, dass sich keine Staunässe bildet.

Der Boden für den Rasenersatz wird genauso vorbereitet wie für ein Staudenbeet. Unkraut, alte Wurzeln, Steine und Bodenverdichtungen werden sorgsam entfernt.

Sehr magere Böden sollten mit Kompost oder verrottetem Stallmist verbessert werden, damit die Pflanzen genügend Nährstoffe erhalten.

Rasenersatz pflanzen

Die Rasenersatzpflanzen werden entweder im Herbst oder im Frühjahr gesetzt.

Pro Quadratmeter Rasenfläche benötigt der Gärtner je nach Sorte zwischen 10 und 25 Pflanzen. Die Stauden und Kräuter werden dicht nebeneinander gesetzt.

Der Ersatzrasen wird angegossen und gleichmäßig feucht gehalten, bis die Pflanzen angewachsen sind.

Die Pflege des Rasenersatzes

Ein Ersatzrasen braucht genauso viel Pflege wie ein echter Rasen. Der Gärtner muss regelmäßig dafür sorgen, dass durch große Trockenheit oder bei zu hoher Feuchtigkeit eingegangene Pflanzen ersetzt werden. Gießen ist nur notwendig, wenn der Boden völlig ausgetrocknet ist.

Einige Rasenersatzpflanzen neigen dazu, sich über den ganzen Garten zu verbreiten. Es ist sinnvoll, eine Rasenkante anzulegen, um den Rasenersatz im Zaum zu halten. Ableger lassen sich sehr gut verwenden, um Lücken zu schließen.

Bis die Bodendecker eine dichte Fläche gebildet haben, muss Unkraut regelmäßig entfernt werden. Anderenfalls werden die Rasenersatzpflanzen zu sehr eingeengt.

Rasenersatz mähen

Einige Rasenersatzpflanzen wie Kamille oder Thymian können problemlos mit dem Rasenmäher kurzgehalten werden. Die Messer werden dabei sehr hoch eingestellt.

Wenn Sie den Duft Ihres Kräuter-Ersatzrasens genießen möchten, sollten Sie allerdings lieber zur Schere greifen und darauf achten, dass Sie nicht alle Blüten entfernen.

Die abgeschnittenen Zweige können Sie als Würzmittel in der Küche verwenden oder als leckeren Kräutertee genießen.

Tipps & Tricks

Rasenersatz ist in England und im Mittelmeerraum bereits seit Jahrhunderten beliebt. Häufig wurde hier die Römische Kamille gepflanzt, die so robust ist, dass ihr häufiges Begehen gut bekommt. Von den aromatischen Düften, die dadurch aufsteigen, schwärmte bereits der große Dichter Shakespeare.

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Text: Sigrid Hestermann
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