Müssen Bodendecker gedüngt werden?

Bodendecker gelten als pflegeleichte Begrünungslösung für Faule. Ein gezielterer Einsatz der kriechenden Pflanzenteppiche kann allerdings doch ein wenig Pflegearbeit verlangen - gelegentliches Düngen nicht ausgenommen.

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Bodendecker brauchen meist keinen Dünger

Wann Bodendecker gedüngt werden sollten

Besonders beliebt sind die Bodendecker gemeinhin für ihre unkomplizierte Art. Die meisten Sorten benötigen aufgrund ihrer Wüchsigkeit und Robustheit kaum Pflege. Außerdem sind sie freiwillige Unkrautbekämpfer auf größeren Flächen, begünstigen die Bodenqualität durch kontinuierliche Feuchtigkeits- und Nährstoffversorgung mit ihrem flachen Wurzelwerk und harmonisieren das Gartenbild durch ihre gleichmäßige Pflanzendecke.

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Grundsätzlich gilt für Bodendecker also:

  • brauchen wenig Pflege
  • gedeihen weitgehend autark
  • regulieren darüber hinaus auch ihr unmittelbares vegetatives Umfeld

All diese Eigenschaften sprechen eigentlich gegen das Düngen. Eine übermäßige Wachstumsanregung kann vielmehr zu einer zwar schnelleren, aber strukturschwachen Entwicklung und auch zu Schäden führen.

Die anspruchsvollere Bodendeckerkultur

Etwas anders verhält sich das Kultivieren eines Bodendeckers, wenn er gezielt zu Zierzwecken eingesetzt wird. Zum Beispiel in sorgfältig arrangierten Beetanlagen mit wechselnden Hochstauden- und Niedriggewächsen, im dekorativen Steingarten oder bei kunstvollen Musterpflanzungen auf Gräbern. Hier haben Bodendecker adrett auszusehen und sollten entsprechend gepflegt werden.

Mäßiges Düngen bei viel Rückschnitt

Gerade wenn Sie kleine, akkurat begrenzte Bodendeckerpolster als bewusste Strukturelemente zwischen andere Pflanzen setzen, sollten Sie sie regelmäßig durch Oberflächen- und Randstutzung in verdichten und in Form halten. Je nachdem, wie fein die Konturen sein sollen, um in das Gesamtbild des Gartens zu passen, kann das etwa viermal im Jahr geschehen.

In diesem Fall sollten Sie dem Bodendecker aber parallel mit etwas Dünger unter die Arme greifen. Denn das ständige Schneiden kann ihn schwächen. Trotzdem sollte die Düngergabe auf jeden Fall in Maßen geschehen und nur die Hauptvegetationsphase über den Sommer bis in den mittleren Herbst hinein andauern. Um eine Überdüngung zu vermeiden, empfiehlt es sich, dem Bodendecker im Vorfrühling zunächst eine Dauerdüngung zu verpassen, am besten in Form von organischem Dünger wie Kompost oder Hornspänen.(6,39€ bei Amazon*)

Aber auch bei der Nachdüngung über die Wachstumsphase hinweg sollten Sie von Kunstdüngern eher Abstand nehmen. Sie zielen zu sehr auf schnelles Wachstum ab, was den Bodendecker durchaus verbrennen kann. Außerdem hält die Wirkung von Kunstdünger nur kurz vor. Wenn der Bodendecker durch übermäßiges Schneiden etwas stark angegriffen ist, können Sie ihm auch maßvoll etwas Universal-Flüssigdünger geben.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: SUDJAT MIKO/Shutterstock

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