Blatt- und Blütenschmuck unter Baumkronen – mit Bodendeckern!

Bäume dienen im Garten als natürliche Schattenspender, Obstlieferanten oder Sichtschutz - um ihren Schmuckwert zu erhöhen, ist die Unterpflanzung mit einem Bodendecker eine tolle Sache. Geeignete Sorten und die Pflanzpraxis sind bestimmend für die Planung.

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Bodendecker wirken sich positiv auf die Bodenqualität unter Bäumen aus

Was Bodendecker unter Bäumen bewirken können

Manch ein solitärer Baum oder eine Baumgruppe am Rande des Gartens fristet ein etwas zweckmäßiges Dasein – zum Beispiel einfach als Grundstücksbegrenzung oder als Sichtschutz. Um etwas mehr Lebendigkeit in ein solches Szenario hineinzubringen und den Wohlfühlwert Ihres Gartens zu erhöhen, ist die Unterpflanzung mit einem hübschen Bodendecker sehr empfehlenswert. Mit dekorativem Blattwerk und zarten Blüten können sich dadurch höchst attraktive Struktur- und Farbkontraste ergeben.

Ein etwas pragmatischerer Grund, einen Bodendecker unter Bäume zu setzen, ist die bodenverbessernde Wirkung vieler Sorten. Für das Mikrobiotop unter dem Baum kann das sehr vorteilhaft sein.

Die Argumente für die Baum-Unterpflanzung mit Bodendeckern nochmal im Überblick:

  • optische Aufwertung randständiger Baumgruppen
  • attraktive Struktur- und Farbkontraste
  • bodenverbessernde Wirkung des Bodendeckers

Artencheck – welche Bäume, welche Bodendecker?

Andere Bäume, andere Wurzeln

Natürlich müssen Sie bei der Baum-Unterpflanzung die Arten aufeinander abstimmen und dabei sowohl den Baum, als auch den Bodendecker berücksichtigen. Denn nicht nur der Bodendecker muss einen schattigen Standort vertragen können, auch die Eigenschaften des Baumes sind relevant.
Flachwurzler wie Ahorn oder Buche können dem Bodendecker Nährstoffe und Wasser wegnehmen – außerdem machen sie die Anpflanzung etwas schwerer. Sie haben hier weniger Erdreich zur Verfügung und müssen darauf achten, die Baumwurzeln nicht zu beschädigen. Gegebenenfalls müssen bzw. können Sie eine zusätzliche Erdschicht auftragen.

Typische Laubwald-Bodendecker und Zwiebelblumen

Bei der Wahl des Bodendeckers ist natürlich zunächst die Schatten- bzw. Halbschattenverträglichkeit ausschlaggebend. Es eignen sich vor allem Sorten, die auch in der Natur gern auf Waldböden wachsen. Dazu gehören zum Beispiel Anemonen, Scharbockskraut, Nieswurz, Storchschnabel, Vergissmeinnicht oder Farne. Die zarten Blüten und Blattstrukturen all dieser Arten fügen sich sehr harmonisch und natürlich unter Laubbäumen ein.

Neben diesen typischen, schlichten Laubwald-Schönheiten kommen auch viele andere, optisch etwas präsentere Arten infrage, zum Beispiel Zierlauch oder Zwiebelblumen wie Traubenhyazinthen, Tuplen und Narzissen. Diese Sorten bilden mit ihren großen, farbprächtigen Blüten und ihrem eher höheren Wuchs freilich einen relativ mächtigen Kontrast zur Baumkrone.

Als schlichte, robuste und relativ trittfeste Unterpflanzungen bieten sich auch einfach Immergrün oder Efeu an.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Khairil Azhar Junos/Shutterstock

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