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Hecke unterpflanzen: Warum es sinnvoll ist und wie es geht

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Der kahle Boden unter Hecken lässt sich durch eine gezielte Unterpflanzung in einen blühenden und lebendigen Bereich verwandeln. Dieser Artikel erläutert die Vorteile, gibt Tipps zur Pflanzung und Pflege und stellt geeignete Pflanzenarten für die Gestaltung vor.

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Ist die Hecke hoch genug, spricht nichts dagegen, sie zu unterpflanzen

Vorteile der Heckenunterpflanzung

Eine Unterpflanzung Ihrer Hecke bietet vielfältige Vorteile für Garten und Natur: Sie wertet das Erscheinungsbild auf, wirkt der Ausbreitung von Unkraut entgegen und fördert das Bodenklima. Nicht zuletzt schafft sie einen wertvollen Lebensraum für Bienen und Insekten.

Pflanz- und Pflegetipps

Pflanz- und Pflegetipps

Eine sorgfältige Pflanzung und Pflege sichern eine gesunde Heckenunterpflanzung

Damit Ihre Heckenunterpflanzung harmonisch wächst und gedeiht, sollten Sie einige Punkte bei der Pflanzung und Pflege beachten.

Pflanzung

Die Bodenvorbereitung ist entscheidend für das erfolgreiche Anwachsen der Unterpflanzung:

  1. Lockern Sie den Boden vorsichtig mit einer Grabgabel, um die Wurzeln der Hecke nicht zu beschädigen. Entfernen Sie gründlich alle Unkräuter.
  2. Arbeiten Sie Kompost oder Pflanzerde ein, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern.
  3. Wässern Sie die Wurzelballen der Stauden vor dem Einpflanzen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. So erleichtern Sie ihnen das Anwachsen.
  4. Gießen Sie die Pflanzen nach dem Einpflanzen gut an und bringen Sie bei Bedarf eine Mulchschicht auf. Diese hält den Boden feucht und hemmt das Unkrautwachstum.

Pflege

  • Bewässerung: Gießen Sie die Unterpflanzung besonders in den ersten Wochen nach der Pflanzung regelmäßig. Auch in Trockenperioden ist auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten.
  • Düngung: Die Nährstoffbedürfnisse der Unterpflanzen sind individuell verschieden. Informieren Sie sich über die Ansprüche Ihrer Pflanzen und düngen Sie entsprechend, in der Regel im Frühjahr.
  • Rückschnitt: Um ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte zu gewährleisten, benötigen einige Unterpflanzungen einen jährlichen Rückschnitt. Beachten Sie dabei die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanzenarten.

Gestaltungsmöglichkeiten mit Heckenunterpflanzungen

Gestaltungsmöglichkeiten mit Heckenunterpflanzungen

Schattenverträgliche Stauden verleihen der schattigen Heckenlagen ein attraktives Erscheinungsbild

Mit Heckenunterpflanzungen eröffnen sich Ihnen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Wählen Sie geeignete Pflanzen, um den Heckenfuß optisch aufzuwerten und gleichzeitig einen Lebensraum für die heimische Tierwelt zu schaffen.

  • Schattenverträgliche Stauden: Arten wie Kriechmispel, Immergrün und Elfenblume gedeihen auch im Schatten und sorgen für ein attraktives Erscheinungsbild.
  • Bodendecker: Pflanzen wie die Teppich-Golderdbeere oder Japan-Segge beschatten den Boden und unterdrücken Unkrautwuchs.
  • Höhenvariationen: Schaffen Sie interessante Höhenstaffelungen, indem Sie Stauden unterschiedlicher Wuchshöhe kombinieren, beispielsweise Farne mit Blütenstauden wie dem Großblütigen Johanniskraut.
  • Farbakzente: Pflanzen mit farbenfrohen Blättern oder Blüten, etwa das Kaukasusvergissmeinnicht oder rotlaubige Blut-Buchen, setzen besondere Akzente vor dem grünen Hintergrund der Hecke.
Bilder: Smolina Marianna / Shutterstock