Hecken attraktiv unterpflanzen

Erreicht die grüne Umfriedung eine gewisse Größe, wirkt die Erde durch eine fehlende Bepflanzung manchmal kahl. Das Wurzelwerk wird sichtbar und es können sich Unkräuter breitmachen. All dies lässt sich durch eine Unterpflanzung verhindern. Welche Pflanzen sich hierfür eigenen und wie Sie diese setzen, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

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Ist die Hecke hoch genug, spricht nichts dagegen, sie zu unterpflanzen

Was spricht für eine Unterpflanzung?

Sicherlich ist es Ihnen bei Waldspaziergängen schon aufgefallen: Im natürlichen Umfeld gibt es keinen Boden, der längere Zeit unbewachsen bleibt. Neben den optischen Aspekten erfüllen Bodendecker weitere nützliche Aufgaben:

  • Das Bodenklima wird verbesser.
  • Unkräuter können sich nicht ungehindert ausbreiten.
  • Es verdunstet weniger Wasser aus dem Erdreich.
  • Erosion wird vorgebeugt.
  • Viele Arten sind bienenfreundlich und eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten.

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Welche Pflanzen eignen sich?

Die Stauden für die Unterpflanzung begnügen sich nicht nur mit wenig Licht, sondern kommen auch mit Wurzeldruck und der Nährstoffkonkurrenz zurecht. Zu diesen grünen Überlebenskünstlern zählen:

  • Kriechmispel,
  • Immergrün,
  • Dickmännchen,
  • Elfenblume,
  • Teppich-Golderdbeere,
  • Japan-Segge,
  • Kaukasusvergissmeinnicht,
  • Lerchensporn,
  • Farne,
  • Großblütiges Johanniskraut.

Wie werden die Bodendecker richtig gepflanzt?

Die Stauden werden idealerweise im Spätsommer gesetzt, da zu diesem Zeitpunkt das Unkrautwachstum nachlässt. Sie sind dann auch nicht mehr dem Stress heißer Sommertage ausgesetzt und haben noch ausreichend Zeit, um bis zum Winter anzuwachsen.

Wie dicht Sie die gewählten Pflanzen setzten müssen, ist in der Regel auf dem Pflanzenetikett vermerkt. Bitte bedenken Sie: Schnell wachsende Arten geraten bei zu enger Pflanzung rasch in Konkurrenz. Etwas Geduld wird mit einem schönen Blütenteppich und kräftigen Einzelpflanzen belohnt.

Das Einpflanzen

Die genügsame Unterpflanzung benötigt gute Startbedingungen.

  • Umgraben ist unter der Hecke nicht möglich, lockern Sie stattdessen die oberste Bodenschicht mit einer Grabgabel und entfernen Sie alle Unkräuter.
  • Reichern Sie die Erde mit Kompost oder Pflanzerde an.
  • Die Stauden werden in einem Wassereimer getaucht, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Dies fördert die Wurzelbildung.
  • Nach dem Eingraben angießen und mulchen.

Tipps

Längst kein Geheimtipp mehr ist die Heckeunterpflanzung mit aromatischen Walderdbeeren. Für die Begrünung unter der grünen Umfriedung eignen sich auch Heidel- oder Preiselbeeren sehr gut. Diese Pflanzen sorgen nicht nur für eine attraktive Optik, sondern liefern zudem leckere Früchte.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Smolina Marianna/Shutterstock

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