Carex
Die Segge wächst an fast allen Standorten

Segge

Die vielgestaltige Segge punktet mit elegantem Wuchs, robuster Langlebigkeit und bemerkenswerter Anpassungsfähigkeit. Das kosmopolitische Gras lässt Sie in keiner Lage im Stich, denn für nahezu alle Licht- und Bodenverhältnisse sind bezaubernde Gräser zur Stelle. Wie die Kultivierung gelingt, finden Sie hier heraus.

Segge richtig pflanzen

Damit Ihnen das anmutige Zier-Gras über viele Jahre gewogen bleibt, stellen Sie mit der richtigen Pflanzung die Weichen. Der perfekte Zeitkorridor für diese Maßnahme erstreckt sich über die milden Herbstmonate. Am gewählten Standort lockern Sie die Erde gründlich auf, um im großzügig bemessen Pflanzabstand mehrere Gruben auszuheben. In kleinen Gruppen kommt das Gras ausgezeichnet zur Geltung. Während dieser Vorbereitungsarbeiten wird der noch eingetopfte Wurzelballen in Wasser getränkt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Behalten Sie die Pflanztiefe des Anzuchtcontainers bei, wenn die ausgetopfte Segge in die mit Kompost angereicherte Erde gesetzt wird. Als Mulch empfehlen wir gehäckseltes Chinaschilf oder Laub. Rindenmulch hat sich in der Praxis als ungeeignet erwiesen.
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Pflegetipps

Das übersichtliche Pflegeprogramm beweist die robuste Genügsamkeit von Seggen. Über diese wenigen Zuwendungen freut sich das Zier-Gras:

  • Die Gräser regelmäßig gießen, sobald die Erdoberfläche angetrocknet ist
  • Eine Pflanze im Topf bei Kahlfrost auch während des Winters ab und zu wässern
  • Eine Startdüngung im März mit Kompost deckt den Nährstoffbedarf ab
  • Horste vor dem Winter locker zu Schöpfen zusammenbinden, um das Herz der Pflanze zu schützen

Nach einem Rückschnitt verlangen nicht alle Seggen-Arten. Ein wintergrünes Gras schneiden Sie im zeitigen Frühjahr bodennah zurück. Alternativ rupfen Sie mit den Händen die eingezogenen Halme einfach aus. Dabei nicht die Handschuhe vergessen.
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Welcher Standort ist geeignet?

Das breite Spektrum an Seggen-Arten hält für alle Licht- und Temperaturverhältnisse das ideale Gras bereit. Mehrheitlich favorisieren die prächtigen Gräser einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreicher, frisch-feuchter Erde. Handelt es sich um einen sonnig-trockenen Platz im Kiesbeet oder auf dem Dachgarten, sind robuste Arten, wie die Schopf-Segge oder Brokat-Segge zur Stelle. Um einen Teich mit Zier-Gras zu umranden, sind Sie mit der Morgenstern-Segge gut beraten.
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Der richtige Pflanzabstand

Der Habitus definiert die ideale Distanz zum Beetnachbarn. Kleine, horstig wachsende Gräser setzen Sie im Abstand von 25-30 cm in die Erde. Mittelgroße Sorten mit straff-aufrechter Silhouette, setzen sich im Pflanzabstand von 35-40 cm in Szene. Die majestätische Riesen-Segge verlangt hingegen nach einem Pflanzabstand von 70-80 cm.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Stimmen Sie die Bodenbeschaffenheit auf die gewählte Seggen-Art ab, verläuft die Kultivierung der genügsamen Pflanze in geregelten Bahnen. Sofern die Qualität der Erde am Standort nicht an die Idealbedingungen heranreicht, sorgen Bodenhilfsstoffe für Abhilfe. Verdichtete Erde wird mithilfe von Sand, Splitt oder Perlite durchlässiger und lockerer. Zu sandiger Boden erhält durch Kompost oder Rindenhumus eine stabilere Konsistenz. Für Gräser im Kübel empfehlen wir hochwertige Kübelpflanzenerde mit geringem Torfanteil, optimiert mit Lavagranulat oder Blähton. Pendelt der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,8, ist die Seggenwelt in Ordnung.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Zier-Gräser, wie die Segge, nehmen den Status einer Staude ein. Daraus resultiert, dass gleich zwei Mal im Jahr Pflanzzeit ist. Wenngleich eine Pflanze im Container im Grunde während der gesamten Vegetationsperiode in die Erde gesetzt werden kann, sprechen die Rahmenbedingungen vorzugsweise für diese Zeitfenster:

  • Zier-Gras idealerweise pflanzen im Herbst während der Monate September bis Oktober
  • Alternativ im Frühjahr einsetzen, sobald der Boden aufgetaut und die Witterung frostfrei ist

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Segge richtig schneiden

Wintergrüne Gräser werden aus ästhetischen und pflegerischen Gründen nicht bereits im Herbst geschnitten. Auf diese Weise berauben Sie sich einer zauberhaften Optik, wenn die grazilen Gras-Schöpfe mit glitzerndem Frost und Schnee überzogen sind. Darüber hinaus fungieren die verwelkten Grashalme als natürlicher Winterschutz. So schneiden Sie Zier-Gras richtig:

  • Ende Januar/Anfang Februar das überwinterte Gras schneiden
  • Den Horst zu mehreren, kleinen Bündeln zusammenbinden und bodennah abschneiden
  • Zum Schutz vor den scharfen Kanten der Gräser unbedingt mit Handschuhen arbeiten

Sollte sich bereits ein frischer Austrieb zeigen, kommt Schneiden nicht mehr infrage. Stattdessen greifen Sie mit den behandschuhten Händen in das Gras, um die eingezogenen Halme zu raufen.
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Segge gießen

Bei einer Segge verläuft die Pflege im grünen Bereich, wenn die Pflanze zu keiner Zeit unter Trockenstress gerät. Gießen Sie daher das Zier-Gras sommers wie winters, wenn das natürliche Regen- oder Schneeaufkommen nicht ausreicht. Zwischenzeitliche Trocknungsphasen sind wichtig, damit sich keine Staunässe bildet. Im Topf ist erfahrungsgemäß häufiger zu gießen, da der Wurzelballen aufgrund seiner exponierten Lage rascher austrocknet.
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Segge richtig düngen

In der fachgerechten Nährstoffversorgung können Sie den Ball flach halten. Die anspruchslose Pflanze begnügt sich mit einer Startdüngung im März/April in Form von Kompost. Als vorteilhaft wirkt sich auf das Wachstum aus, wenn unter Gehölzen das herbstliche Laub als Mulch im Beet verbleibt. Im eng begrenzten Substratvolumen eines Kübels sind hingegen die Vorräte innerhalb von 6 bis 8 Wochen nach der Pflanzung verbraucht. Hier düngen Sie von April bis August monatlich mit einem flüssigen Präparat für Grünpflanzen.
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Überwintern

Im Beet ist kein expliziter Winterschutz erforderlich. Größere Horste können aus Gründen der Vorsicht mit Sisal locker zusammengebunden werden, um das Herz der Pflanze vor winterlicher Dauernässe zu bewahren. Kübel werden vor dem ersten Frost mit Luftpolsterfolie umhüllt und auf Holz gestellt. Wintergrüne Gräser gießen Sie weiterhin, da sich hier die Verdunstung während der kalten Jahreszeit fortsetzt.
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Segge vermehren

Die gärtnerische Gelassenheit im Rahmen der Kultivierung von Zier-Gras setzt sich in Punkto Vermehrung nahtlos fort. Um weitere Exemplare dieser malerischen Pflanze zu züchten, graben Sie im Herbst oder Frühjahr den Wurzelballen aus. Auf einer festen Unterlage zerteilen Sie die Segge in zwei oder mehr Segmente. Solange ein Teilstück über mindestens zwei Halmtriebe verfügt, gedeiht es am neuen Standort als eigenständige Pflanze weiterhin.
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Schöne Sorten

  • The Beatles: Schöne Pilzkopf-Segge mit wirbeligen Gras-Schöpfen und breit-horstigem Habitus; Wuchshöhe 20-30 cm
  • Bowles Golden: Straff aufrechte Gold-Segge in lichtem Gelb für sonnige und halbschattige Lagen; Wuchshöhe 40-70 cm
  • Variegata: Traumhaft schöne Weißrand-Japan-Segge für lichtarme Standorte; Wuchshöhe 30-40 cm
  • Bronze Form: Die bronzefarbenen Gras-Schöpfe zieren feuchte Lagen entlang der Gewässer; Wuchshöhe 30-40 cm
  • Wald-Segge: Zierendes Gras mit Bodendeckerqualitäten im Schatten mächtiger Gehölze; Wuchshöhe 15-20 cm
  • Evergold: Die Japan-Gold-Segge lässt sonnige Beet mit trockener Erde nicht unbegrünt; Wuchshöhe 20-30 cm
Text: Paula Jansen

Beiträge aus dem Forum

  1. JoseeRizal64
    Bienenbaum
    JoseeRizal64
    Gehölze
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