Wurzeln von hartnäckigen Bodendeckern entfernen – so geht’s

Bodendecker sind beliebte, pflegeleichte Flächenzierden - zuweilen können sie aber auch lästig werden. Und das nicht nur hinsichtlich Optik und Wucherwut, sondern auch in Bezug auf das Entfernen. Wie Sie das Problem an der Wurzel packen, lesen Sie im Folgenden.

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Bodendecker haben kein allzu tiefen Wurzeln

Wenn Bodendecker zu hartnäckig werden

Bodendecker werden nur allzu gern als Unkrautbekämpfer eingesetzt – viele haben schließlich sehr dichtwüchsige, abschattende und undurchdringliche Eigenschaften, die sich perfekt zur Unterdrückung von Unkrautwucherung eignen. Doch gerade diese Eigenschaften können dann zum Problem werden, wenn der Bodendecker weichen soll – dafür kann es verschiedene Gründe geben, zum Beispiel:

  • Er beginnt zusehends, auf benachbarte Beete überzugreifen
  • er ist durch mangelnde Pflege und Alter einfach nicht mehr ansehnlich
  • die Fläche soll neu gestaltet werden

Gerade bei den besonders gut abdeckenden Bodendeckern ist die Entfernung samt Wurzelwerk natürlich nicht einfach. Ihr Wuchs ist oft dicht verzweigt und durch ober- oder unterirdische Ausläufersysteme im Erdreich allgegenwärtig. Außerdem sorgen Ausläufersysteme dafür, dass auch kleinste Pflanzenreste, die beim Entfernen übersehen werden, unbeirrt und frisch-vital wieder austreiben.

Wurzeln von zähen Bodendeckern entfernen

Besonders dominant, ja geradezu überlebenswütig ist vor allem Efeu. An seinem Beispiel wollen wir die Bodendecker-Wurzelentfernung einmal durchexerzieren. Efeu bildet ein starkes Ausläufergeflecht, das auch noch mit Haftwurzeln bestückt ist – dadurch ist ein starkes Wiederaufkeim-Risiko gegeben.

Gründlich und möglichst wenig zerstückelt ausgraben

Nachdem Sie die oberirdischen Triebe abgeschnitten und dünne Ranken mit der Hand ausgerissen haben, sollten sie das Wurzelwerk möglichst gründlich ausgraben. Dazu nehmen Sie am besten eine Grabgabel und lockern den Boden auf, um die Wurzelstränge möglichst am Stück herauszuholen. Eine grobe Zerstückelung durch Spaten- oder gar Motorhackenarbeit belässt zu viele Wurzelreste in der Erde, die wieder aufkeimen können.

Ein Tipp: wässern Sie die Erde vor dem Ausgraben, damit sie weicher wird und die Wurzeln sich leichter herausziehen lassen.

Pflanzenreste in die Tonne

Damit Sie sich den Efeu nicht an anderer Stelle im Garten erneut einhandeln, entsorgen Sie die Pflanzenreste in der Biotonne – und nicht auf dem Kompost. Hier können nämlich auch tot erscheinende Triebe und Wurzelreste leicht wieder zu neuem Leben erwachen.

Im Notfall: Herbizid

Wenn Sie garnicht durch das Wurzelwerk durchkommen sollten, können Sie auch zu einem Herbizid greifen – das sollte allerdings mit Rücksicht auf die Umwelt und Ihr unmittelbares Gartenbiotop nur eine Notlösung sein.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: khanbua/Shutterstock

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