Wenn Bodendecker Überhand nehmen – Entfernen von Efeu und Co.

Bodendecker werden eigentlich gerade für ihre willige abdeckende und dadurch unkrauthemmende Wuchsfreude geschätzt. Manchmal ist sie allerdings doch zu viel den Guten. Bodendeckerflächen wieder freizubekommen, ist zuweilen mühsam, aber möglich.

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Vor allem stark wuchernde Bodendecker sollten im Zaum gehalten werden

Wenn Bodendecker weichen müssen

Wenn sie auch so pflegeleicht und dankbar sind – es kann verschiedene Gründe geben, Bodendecker loswerden zu wollen. Zum einen kann ihre eifrige Wuchsfreude bei bestimmten Sorten irgendwann zu vereinnahmend sein – gerade wenn unermüdlich weiterkriechende Bodendecker wie Pfennigkraut von einem Beet benachbart werden, kann es irgendwann zu viel Arbeit sein, sie im Zaum zu halten und am Überwuchern zu hindern.

Ein anderer Grund ist die Neugestaltung eines Gartenareals. Manchmal braucht man als Gärtner einfach wieder frischen Wind in seiner grünen Oase – oder man hat einfach Lust und Ideen für eine Umgestaltung.

In manchen Fällen sieht ein Bodendecker auch einfach nicht mehr schön aus – insbesondere dann, wenn er jahrelang nicht gepflegt wurde. Ein unregelmäßiger Wuchs und verholztes Geäst kann auf Dauer ein Dorn im Auge des Gartengenießers sein.

Die Gründe für die Bodendeckerentfernung im Überblick:

  • allzu übergriffiger Wuchs
  • Lust auf Neugestaltung
  • Unansehnlichkeit durch jahrelange Vernachlässigung

Bodendeckern den Garaus machen

Angesichts ihrer typischen Wüchsigkeit kann das Entfernen von Bodendeckern eine echte Herausforderung sein – und zumindest in der ersten Zeit eine gefühlte Sisyphusarbeit. Denn wenn der Bodendecker rein mechanisch entfernt wird, ist es eigentlich kaum möglich, alle Pflanzenreste zu erwischen. Damit, dass später immer wieder lästige Triebe grüßen, müssen Sie also rechnen.

Die natürlichste Methode, einen Bodendecker zu entfernen, ist das Ausgraben. Um diese mühselige Arbeit kommen Sie in der Regel nicht herum. Dabei müssen Sie je nach Sorte recht tiefgründig arbeiten, um das Wurzelwerk möglichst vollständig zu erwischen. Vor allem bei Arten, die starke, unter- oder oberirdische Ausläufer bilden wie Ysander oder Efeu kann das sehr anstrengend sein.

Wenn der Bodendecker sich allzu hartnäckig zeigt, können Sie natürlich auch zum Herbizid greifen – aus ökologischer Sicht ist das allerdings eine möglichst zu vermeidende Notlösung.

Auch Schnittreste gründlich entfernen

Um möglichst wenig Nacharbeit zu haben, sollten Sie darauf achten, nicht nur die Wurzeln, sondern auch die Schnittreste gründlich zu entfernen und sie in der Biotonne zu entsorgen. Auf dem Kompost können sich insbesondere auch tot scheinende Reste von oberirdisch wachsendem Geäst neu ansiedeln!

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: StockShots/Shutterstock

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