Bodendecker

Praktisch und essbar: Kräuter als Bodendecker

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Bodendecker-Kräuter sind eine vielseitige Ergänzung für jeden Garten. Sie bieten nicht nur ästhetische Vorteile, sondern tragen auch zur Bodengesundheit, Unkrautunterdrückung und Förderung der Biodiversität bei. Dieser Artikel befasst sich mit den Vorteilen, beliebten Sorten, Auswahl- und Pflanztipps sowie der Pflege von Bodendecker-Kräutern.

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Thymian ist ein lecker duftender Bodendecker

Vorteile von Bodendecker-Kräutern

Bodendecker-Kräuter bieten eine Fülle von Vorteilen, die sowohl Ihren Garten als auch die Umwelt bereichern. Ihre dichte Wuchsform hemmt das Aufkeimen von Unkraut und reduziert so den Pflegeaufwand. Gleichzeitig schützen sie den Boden vor Erosion, besonders an Hängen, und bewahren ihn durch die Bildung einer natürlichen Barriere vor dem Austrocknen.

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Darüber hinaus schaffen Bodendecker-Kräuter wertvolle Lebensräume und Nahrungsquellen für Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten. Sie sind eine Augenweide mit ihren vielfältigen Blüten und Blattformen und bereichern Ihren Garten mit visuellen Highlights. Viele Sorten sind zudem essbar und verleihen Ihren Gerichten frische Aromen. Dank ihrer Anspruchslosigkeit sind sie ideal für pflegeleichte Gartenkonzepte geeignet.

Das Wurzelgeflecht der Kräuter fördert das Bodenleben und verbessert die Bodenstruktur, was wiederum Mikroorganismen einen idealen Lebensraum bietet. Nicht zuletzt trägt das üppige Grün der Kräuter zu Ihrem Wohlbefinden bei, indem es beruhigend wirkt und die Stimmung hebt.

Beliebte Bodendecker-Kräuter

Die Auswahl an Bodendecker-Kräutern ist groß und bietet für jeden Geschmack und Standort die passende Option. Ob Sie sonnige oder schattige Bereiche begrünen möchten, kulinarische Akzente setzen oder einfach nur die Optik Ihres Gartens aufwerten wollen – die folgenden Kräuter sind besonders empfehlenswert:

  • Thymian: Der Klassiker unter den Bodendecker-Kräutern bevorzugt sonnige Standorte und verströmt einen herrlichen Duft. Neben seiner Verwendung in der Küche überzeugt Thymian mit einer attraktiven Blüte.
  • Gundermann: Dieses robuste Kraut gedeiht selbst in schattigen Bereichen und begeistert mit seiner intensiven Geschmacksnote. Dank seiner Trittfestigkeit ist Gundermann ideal für wenig begangene Gartenbereiche geeignet.
  • Walderdbeere: Für schattige Bereiche und Naschkatzen gleichermaßen geeignet, bereichern Walderdbeeren Ihren Garten mit ihren köstlichen Früchten. Die kleinen, aber geschmacksintensiven Beeren sind ein wahrer Genuss.
  • Kriechender Rosmarin: Mit seinem intensiven Duft und niedrigem Wuchs ist Kriechender Rosmarin ein idealer Bodendecker für sonnige Standorte. Er verleiht mediterranen Gerichten eine besondere Note.
  • Duftveilchen: In halbschattigen Gartenbereichen sorgen Duftveilchen mit ihrem zarten Duft und den essbaren Blüten für eine besondere Atmosphäre. Sie sind sowohl optisch als auch kulinarisch ein Gewinn.
  • Oregano: Ein Must-have für die mediterrane Küche, das sich auch als sonnenliebender Bodendecker bewährt hat. Oregano bevorzugt durchlässige Böden für ein optimales Wachstum.

Auswahl und Pflanzung von Bodendecker-Kräutern

Die Planung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Garten. Bei der Auswahl von Bodendecker-Kräutern sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Standort: Wählen Sie Kräuter, die den Lichtverhältnissen Ihres Gartens entsprechen, sei es sonnig, halbschattig oder schattig.
  • Boden: Die Bodenbeschaffenheit spielt eine wichtige Rolle. Analysieren Sie, ob Ihr Boden durchlässig, lehmig oder sandig ist und passen Sie ihn gegebenenfalls an.
  • Wuchsform: Entscheiden Sie sich für die gewünschte Wuchsform: niedrigbleibend, kriechend oder polsterbildend.
  • Verwendung: Soll Ihr Bodendecker-Kraut kulinarisch, aromatisch oder dekorativ genutzt werden?

Die beste Zeit zum Pflanzen ist im Frühjahr oder Herbst, wenn die Witterungsbedingungen optimal sind. Für ein erfolgreiches Anwachsen empfehlen wir folgende Schritte:

  1. Lockern Sie den Boden gründlich auf und entfernen Sie Unkraut. Verbessern Sie die Bodenstruktur bei Bedarf mit Humus oder Sand.
  2. Planen Sie den Pflanzabstand entsprechend der Ausbreitungsfähigkeit der Kräuter, in der Regel 20-30 cm.
  3. Halten Sie den Boden nach dem Pflanzen feucht, insbesondere in den ersten Wochen.
  4. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Unkraut und entfernen Sie es umgehend.

Pflege von Bodendecker-Kräutern

Mit der richtigen Pflege gewährleisten Sie das gesunde Wachstum und die Blüte Ihrer Bodendecker-Kräuter. Beachten Sie dabei folgende Hinweise:

  • Gießen: Achten Sie auf eine ausreichende Wasserversorgung, besonders in den ersten Jahren und im späten Frühling.
  • Unkrautentfernung: Entfernen Sie Unkraut regelmäßig von Hand, bis sich eine geschlossene Pflanzendecke gebildet hat.
  • Mulchen: Eine Schicht Rindenmulch oder Pinienrinde hemmt den Unkrautwuchs. Arbeiten Sie Hornspäne in den Boden ein, um eine Stickstoffunterversorgung zu vermeiden.
  • Rückschnitt: Informieren Sie sich über die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da einige Arten wie Immergrün oder Goldnessel regelmäßige Rückschnitte benötigen.
  • Düngung: Unterstützen Sie das Wachstum in den ersten drei Jahren mit einer Frühjahrsdüngung mit Kompost.

Beobachten Sie Ihre Bodendecker-Kräuter aufmerksam und berücksichtigen Sie ihre individuellen Bedürfnisse, um ihre volle Pracht zu entfalten.

Bilder: pilialoha / Shutterstock