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Der Ginkgo-Baum ist winterhart

Winterfeste Bäume für den Garten – pflegeleicht und robust

Keine Frage: In jeden Garten gehört ein Baum. Allerdings hat man nicht allzu lange Freude daran, wenn das sorgsam ausgesuchte Exemplar aufgrund mangelnder Winterhärte alsbald das Zeitliche segnet. Alternativ müssten Sie jeden Winter große Anstrengungen aufwenden, um das Gehölz vor Frostschäden zu schützen.

Einheimische Bäume überstehen jeden Winter

Garantiert nichts falsch machen Sie mit einheimischen Laub- und Nadelbäumen, denn diese sind perfekt an das vorherrschende Klima angepasst und benötigen daher auch keine speziellen schützenden Vorrichtungen. Außerdem bieten einheimische Arten Vögeln, Insekten und anderen Tieren sowohl einen Lebensraum als auch Nahrung – ein nicht zu unterschätzender Vorteil, den viele Exoten leider nicht mitbringen. Der allgegenwärtige, exotische Kirschlorbeer etwa bringt eine Menge Eigenschaften mit, die bei Gärtnern gut ankommen – aus ökologischer Sicht ist der Strauch allerdings wertlos. Stattdessen suchen Sie sich doch einen Hausbaum aus dieser sehr abwechslungsreichen Liste der häufigsten in Deutschland zu findenden Arten aus:

  • Obstbäume: Apfel, Birne, Süß- und Sauerkirsche, Pflaumen und Zwetschgen, Renekloden und Mirabellen, Walnuss
  • Wildobstbäume: Speierling, Eberesche (Vogelbeere), Felsenbirne, Kornelkirsche, Wildapfel
  • Laubbäume: Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Hainbuche, Kastanie, Linde, Pappel, Weide, Weißdorn, Ulme
  • Immergrüne Laubbäume: Stechpalme, Immergrüne Eiche
  • Nadelbäume: Eibe, Fichte, Kiefer, Lärche, Tanne, Wacholder

Winterfeste Exoten für den heimischen Garten

Daneben gibt es zahlreiche importierte Baumarten, die teils schon seit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten in deutschen Gärten erfolgreich kultiviert werden. In der Regel winterfest und damit völlig problemlos sind Arten wie

  • Amberbaum (Liquidambar styraciflua)
  • Chinesischer Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)
  • Esskastanie (Castanea sativa)
  • Ginkgo (Ginkgo biloba)
  • Gleditschie (Gleditsia triacanthos)
  • Götterbaum (Ailanthus altissima)
  • Japanischer Ahorn / Fächerblattahorn (Acer japonicum)
  • Kaukasische Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia)
  • Platane (Platanus acerifolia)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Japanischer Schnurbaum (Styphnolobium japonicum)
  • Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)
  • Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)

Herkunft gibt Auskunft über Winterhärte

Sollten Sie sich hinsichtlich der Winterhärte des ausgewählten Baumes unsicher sein, so werfen Sie doch einmal einen Blick auf die klimatischen Bedingungen in dessen Heimat: Aus welcher Klimazone stammt die Art? Tropische und subtropische Arten werden Sie hierzulande nicht im Garten kultivieren können, diese müssen Sie in der Regel im Topf halten und während der Wintermonate frostfrei überwintern. Dasselbe gilt für Bäume aus dem mediterranen Raum, etwa für nahezu alle Zitrusarten. Lediglich die Dreiblättrige Orange (Poncirus trifoliata) verträgt kurzzeitig ein paar Grade unter Null.

Tipps

In der Regel ebenfalls recht unproblematisch sind die verschiedenen Magnolienarten, von denen einige auch baumartig gezogen werden.

Artikelbild: kt-wat/Shutterstock

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