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Immergrüne Bäume sorgen für Grün im Garten - auch im Winter

Immergrüne Bäume sind oft winterhart

Im Winter haben die meisten Pflanzen ihr Grün verloren. Wohin das Auge sieht, gibt es nur graue Farbtöne. Mit dem Pflanzen von immergrünen Gehölzen schaffen Sie auch in der kalten Jahreszeit erholsame grüne Farbklekse, die schöne Akzente im Garten setzen und immer noch für einen Sicht- und Windschutz sorgen.

Was sind immergrüne Bäume?

Immergrüne Pflanzen behalten ihre Blätter oder Nadeln das ganze Jahr hindurch anstatt sie im Herbst abzuwerfen und im Frühjahr neu auszutreiben. Davon zu unterscheiden sind so genannte wintergrüne Bäume, deren Laub im Herbst zwar vertrocknet, aber als Frostschutz am Baum verbleibt und oft erst im Frühjahr vollständig abgeworfen wird. Doch auch immergrüne Bäume werfen von Zeit zu Zeit ihre Blätter oder Nadeln ab, nämlich dann, wenn diese ein bestimmtes Alter erreicht haben. Das ist meist nach etwa drei bis fünf Jahren der Fall, variiert jedoch nach Art und Sorte. Die Vielfalt an immergrünen Gehölzen ist sehr groß, wobei es sowohl Nadel- als auch Laubbäume für den Garten gibt.

Immergrüne, winterharte Laubbäume

Zwar gibt es sehr viele immergrüne Laubgehölze, allerdings befindet sich darunter kein hierzulande winterharter Laubbaum. Stattdessen handelt es sich mehrheitlich im Sträucher, die jedoch – je nach Art und Sorte – auf einen Halb- oder Hochstamm veredelt und somit zum Kleinbaum erzogen werden. Zu diesen gehören der Portugiesische Lorbeer (Prunus lusitanica), der bei uns heimische Gewöhnliche Buchs (Buxus) sowie die Stechpalme (Ilex) und der Efeu (Hedera). Die genannten Arten sind in der Regel sehr gut schnittverträglich und eignen sich daher auch für Hecken.

Immergrüne Nadelbäume

Wer hingegen nach einem richtigen, immergrünen Baum sucht, wird eher bei den Nadelgehölzen fündig. Diese können im Garten wunderbare Effekte verursachen, beispielsweise durch einen bizarren Wuchs, eine ungewöhnliche Nadelfarbe oder leuchtend roten Fruchtschmuck. Nadelbäume gibt es in verschiedenen Größen und eignen sich daher sowohl für kleine als auch für große Gärten. Die meisten Arten sind recht anspruchslos hinsichtlich ihres Standorts und pflegeleicht. Zu den schönsten winterharten Nadelbäumen gehören vor allem die folgenden:

  • Weißtanne (Abies alba)
  • Rottanne / Gemeine Fichte (Picea abies)
  • Waldkiefer (Pinus sylvestris)
  • Europäische Eibe (Taxus baccata)
  • Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)
  • Gewöhnlicher Wacholder (Juniperus communis)
  • Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana)
  • Hinoki-Scheinzypresse (Chamaecyparis obtusa)

Immergrüne Rhododendren

Viele Rhododendren – zwar keine Bäume, aber große Sträucher – sind immergrün und begeistern im Frühjahr überdies mit einem üppigen Blütenschmuck. Für den Garten geeignete, immergrüne Arten sind beispielsweise

  • Schöner Rhododendron (Rhododendron calophytum)
  • Fortunes Rhododendron (Rhododendron fortunei)
  • Ausgezeichneter Rhododendron (Rhododendron insigne)
  • Wards Rhododendron (Rhododendron wardii)

Rhododendren fühlen sich auf sauren Böden mit einem pH-Wert zwischen 4,5 und 5 am wohlsten. Die meisten Gartenböden müssen vor der Pflanzung mit Torf oder Rhododendronerde aufgebessert werden.

Tipps

Immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter noch Wasser. Deshalb ist es ratsam, sie, sofern der Boden frostfrei ist, von Zeit zu Zeit zu gießen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Winter eher trocken ist und die Pflanzen schon die Blätter hängen lassen.

Artikelbild: MariaNikiforova/Shutterstock

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