Frühling: Wann dürfen die Kübelpflanzen nach draußen?

Oleander, Zitronenbäumchen und Engelstrompete: Sobald es im Frühjahr wieder wärmer wird, kommt der Zeitpunkt, an dem der grüne Balkonschmuck ins Freie gestellt werden darf. Wie Sie hierbei richtig vorgehen und welche Pflegemaßnahmen nun sinnvoll sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Den Sommer sollten exotische Kübelpflanzen im Freien verbringen

Langsam an die Sonne gewöhnen

Im Haus überwinterte Balkonpflanzen, die Sie abrupt in die schon kräftig scheinende Frühlingssonne stellen, kommen mit diesem Wechsel nicht gut zurecht. Allerdings ist es auch nicht optimal, wenn Sie die Pflanzen zu früh nach draußen bringen, denn dann könnten ihnen kalte Nächte den Garaus machen.

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Ein schonender Übergang

Gewöhnen Sie Ihre Kübelpflanzen langsam an die veränderten Bedingungen. Gehen Sie hierbei folgendermaßen vor:

  • Pflanzen zunächst nur für einige Stunden an einen halbschattigen Platz stellen.
  • Gut geeignet ist die Morgen- oder Abendsonne.
  • Im nächsten Schritt an warmen Tagen ganztägig dort stehen lassen.
  • Sind die Nächte garantiert frostfrei, dürfen die Gewächse draußen bleiben.
  • Setzen Sie Ihre grünen Lieblinge nach und nach immer mehr der Sonne aus. So vermeiden Sie Sonnenbrand an den Blättern.

Regelmäßig gießen, entsprechend der Wasseransprüchen, nicht vergessen.

Kübelpflanzen zurückschneiden

Kurz vor dem Austrieb werden Kübelpflanzen zurückgeschnitten. Dadurch werden der Neuaustrieb und ein buschiges Wachstum angeregt. Sparrig wachsende Pflanzen wie Zitrusgewächse, Fuchsien und Geranien lassen sich durch den Rückschnitt wieder in eine hübsche Form bringen.

Allerdings sollten Sie bei Gewächsen wie dem Oleander, der bereits im Herbst Blütenknospen ansetzt, aufpassen. Schneiden Sie hier mit Bedacht und lieber immer wieder ein wenig zurück.

Frische Erde für einen guten Start in den Sommer

Im Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, um Kübelpflanzen in ein größeres Gefäß zu setzen:

  • Damit sich die Pflanze leicht aus dem Topf lösen lässt, zunächst gießen.
  • Gewächs direkt über dem Substrat greifen und vorsichtig herausziehen.
  • Die Wurzeln sollten dabei intakt bleiben.
  • Ist dies nicht möglich, beispielsweise weil die Wurzeln bereits aus dem Wasserabzugsloch gewachsen sind, lieber das Pflanzgefäß opfern.
  • Kunststofftöpfe können Sie mit einer scharfen Schere aufschneiden. Tontöpfe müssen unter Umständen mit einem Hammer zerschlagen werden.

Tipps

Kontrollieren Sie im Frühjahr alle Gewächse gründlich auf Schädlinge. Da Sie sowieso zurückschneiden, können Sie Lästlinge ohne chemische Keule loswerden, indem Sie befallene Triebe einkürzen.

Text: Michaela Kaiser

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