Wann ist die beste Pflanzzeit für Stauden?

Im Frühjahr sind die Gartenmärkte voll mit prachtvoll blühenden Stauden. Sie wachsen in Containern und warten nur darauf, im Garten gepflanzt zu werden. Allerdings sind die unterschiedlichen Pflanzzeiträume nicht immer mit Vorteilen verbunden.

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Stauden können im Herbst oder im Frühjahr gepflanzt werden

Herbstpflanzung erwünscht

Das Auspflanzen in den Herbstmonaten findet statt, wenn die Pflanzen durch den Laubfall ihre Winterruhe ankündigen. Auch immergrüne Gewächse haben im Herbst ihr oberirdisches Wachstum abgeschlossen. Sie investieren ihre gesamte Energie in die Ausbildung neuer Wurzeln, sodass ein warmer und feuchter Boden benötigt wird. Pflanzungen sind von September bis November möglich, sofern keine Frostgefahr besteht.

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Vorteile

Während der Herbstmonate ist das Pflanzenangebot in Baumärkten und Baumschulen besonders groß. Im Frühjahr läuten die Zierpflanzen die neue Saison ein mit einem kräftigen Austrieb. Die Stauden überstehen Trockenperioden während der kommenden Sommermonate besser, da sie bereits ausreichend Zeit zum Anwurzeln hatten.

Frühjahrspflanzung als Alternative

Wenn Sie den Herbsttermin verpasst haben, können Sie Ihre Pflanzenauswahl auch nach dem Winter in den Garten auspflanzen. Sensible Gewächse, die nicht uneingeschränkt frosthart sind, sollten Sie bevorzugt im Frühjahr setzen. Herbstchrysanthemen und Lilien sind typische Beispiele. Der Zeitraum erstreckt sich je nach Lage und Witterung von Mitte März bis Mitte Mai. Bei diesem Pflanztermin besteht ein erhöhter Pflegeaufwand, denn es kann vermehrt zu Trockenphasen kommen. Achten Sie daher auf eine ausreichende Wasserversorgung.

Sommerpflanzung vermeiden

Stauden werden in Containern das ganze Jahr angeboten. Prinzipiell lassen sich die Gewächse auch während der Sommermonate in den Garten setzen. In dieser Periode befinden sich die Pflanzen in der Hauptwachstumsphase. Sie investieren ihre Energie in die Entwicklung von Blättern, Blüten und Früchten. Die Wurzeln übernehmen die Funktion der Wasser- und Nährstoffversorgung. Ihr Wachstum ist während dieser Zeit eingeschränkt. Das Anwurzeln ist daher im Sommer erschwert, sodass Sie den Boden gut vorbereiten und die Stauden optimal pflegen müssen.

Stauden in den Garten setzen

Graben Sie die Erde tiefgründig um und befreien Sie die Fläche von Wurzelunkräutern. In Abhängigkeit von den Bedürfnissen der Zierpflanzen verbessern Sie den Untergrund entweder mit Sand oder Kompost, um Durchlässigkeit und Nährstoffangebot aufzuwerten. Ein Langzeitdünger schafft für die meisten Arten gute Startbedingungen.

So gehen Sie beim Pflanzen vor:

  • Staude in ein Wasserbad stellen
  • oberirdische Pflanzenteile einkürzen, um Wurzelwachstum zu animieren
  • Pflanzloch mit doppeltem Volumen des Wurzelballens ausheben
  • Gewächs einsetzen, Aushub einfüllen und gut andrücken
  • Boden gründlich bewässern

Eine Mulchdecke schafft bessere Wachstumsbedingungen, denn die Erde kann während der heißen Jahreszeit nicht so schnell austrocknen. Frischer Grassschnitt eignet sich jedoch nicht, denn zu feuchtes Mähgut fängt leicht an zu schimmeln. Wenn die Stauden angewachsen sind, erfolgt im Herbst der erste Rückschnitt. Das ist nicht zwangsläufig bei allen Gewächsen notwendig, denn abgestorbene Pflanzenstängel liefern ein Überwinterungsquartier für Insekten und wirken als Winterschutz.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Vitalii M/Shutterstock

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