Pflanzen, die Sie im Kampf gegen Unkraut unterstützen

Regelmäßig jäten und hacken, Hausmittel oder die immer unbeliebter werdende, chemische Keule: Viel mehr Möglichkeiten haben Sie nicht, um lästige Beikräuter wirkungsvoll zu bekämpfen. Es gibt jedoch einige Zierpflanzen, die so ausufernd wachsen, dass sie Unkräuter verdrängen können. Welche das sind und wie Sie diese korrekt einpflanzen, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Bodendecker gegen Unkraut
Immergrün blüht hübsch, begrünt kahle Flecken und gibt Unkraut keinen Raum

Bodendecker unterdrücken Unkraut

Insbesondere an Plätzen, an denen andere Gewächse eher zögernd gedeihen, breiten sich Unkraut oder Moos aus. Attraktive Bodendecker bilden dichte Teppiche, sodass sich unerwünschte Beikräuter nicht mehr breit machen können.

Achten Sie bei der Wahl der Pflanzen unbedingt auf den Standort, damit sich die grüne Decke durch den kräftigen Wuchs rasch schließt.

Welche Pflanzen gibt es, die Unkraut verdrängen?

Es gibt eine Vielzahl von Bodendeckern, die sich zu diesem Zweck eignen:

Schatten bevorzugen Sorten wie:

  • Elfenblume
  • Ysander (Dickmännchen)
  • Immergrün
  • Haselwurz
  • Frauenmantel (Alchemilla)
  • Schaumblüte
  • Prachtspiere.

Für halbschattige bis sonnige Standorte eignen sich:

  • Teppich-Knöterich
  • Steinsame
  • Blau-Schwingel
  • Wollziest
  • Purpurglöckchen
  • Bergenie
  • Bodendeckerrosen.

Nicht alle Bodendecker sind immergün. So werfen beispielsweise bodendeckende Rosen im Herbst ihr Laub ab. Einige Arten schmücken sich zuvor mit leuchtenden Herbstfarben und werden genau dann zum Blickfang, wenn im Garten ansonsten nicht mehr viel los ist.

Warum unterdrücken Bodendecker das Unkraut?

Halten Sie sich an die empfohlenen Pflanzabstände, bilden diese Pflanzen rasch dichte, grüne Teppiche, die Unkraut verdrängen. Die Samen der Beikräuter können erst gar nicht aufgehen, da durch den Pflanzenteppich fast kein Licht zum Boden durchdringt.

Wie werden Bodendecker gesetzt?

Möchten Sie eine Fläche neu mit Bodendeckern bepflanzen, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Die beste Pflanzzeit ist der frühe Herbst. Dann können die Stauden noch genügend Wurzeln bilden, um den Winter gut zu überstehen und haben im Frühjahr einen gewissen Wachstumsvorsprung vor den gerade erst keimenden Beikräutern.
  • Gründlich umgraben und alle Wurzelreste von Unkräutern sorgfältig entfernen.
  • Beet etwa fingerdick mit reifem Kompost bedecken und diesen gut in den Boden einarbeiten.
  • Pflanzen so dicht setzen, wie auf dem Pflanzenetikett angegeben.

Tipps

Bodendecker schützen die Erde vor Austrockung und Erosion. Dadurch eigenen sie sich sehr gut für Böschungen und schwer zugängliche Gartenbereiche, deren Pflegeaufwand Sie gering halten möchten.

Text: Michaela Kaiser

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