Gräser und Stauden kombinieren: Was passt zusammen?

Ein Gras ist für sich allein oftmals viel zu farblos. Einer Staude fehlt es hingegen häufig an Dynamik und Leichtigkeit. Werden die Beiden jedoch vereint, können wundersame Höhepunkte entstehen. Doch wie kombiniert man Gräser mit Stauden am besten?

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Sonnenhut und Lampenputzergras wirken sommerlich schön zusammen

Welche Faktoren sind beim Kombinieren von Gräsern mit Stauden zu beachten?

Vorweg sollten Überlegungen getroffen werden, um schlussendlich ein fantastisches Zusammenspiel aus Gräsern und Stauden zu erlangen. Berücksichtigen Sie bei der Wahl von Gräsern vor allem die folgenden Faktoren bei den Stauden:

  • Laubfarbe: grün, graugrün, blaugrün oder gelbgrün
  • Blütenfarbe: von Weiß über Gelb, Rot, Rosa und Violett bis Blau
  • Blütezeit: April bis Oktober
  • Standortanforderungen: sonnig bis halbschattig, sandiger bis lehmiger Boden
  • Wuchshöhe: 15 bis 150 cm

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In der Regel harmoniert jede Laubfarbe von Stauden mit Gräsern, da Gräser eher schlicht sind. Doch die Wuchshöhe der jeweiligen Staude sollte auf die des Grases abgestimmt sein.

Beachten Sie bei der Kombination von Stauden mit Gräsern die entsprechenden Standortansprüche. Es gibt Stauden, die am schönsten in der Sonne wachsen und jene, die sich lieber im Schatten niederlassen. Auch bei Gräsern sind die Vorlieben unterschiedlich.

Am berauschendsten wirkt eine Kombination aus Gräsern und Stauden, wenn beide Gewächse zeitgleich in ihrer Blüte stehen. Der Großteil der Ziergräser blüht ab Spätsommer. Daher werden meist Stauden, die ab August blühen, für die Kombination mit Gräsern verwendet.

Gräser und Stauden im Beet oder im Kübel kombinieren

Häufig werden Stauden wie Herbst-Astern, Herbstanemonen, Sonnenhut und Fetthenne mit Gräsern kombiniert. Hier können Sie sich austoben und ihrem Geschmack freien Lauf lassen. Um die Gräser und Stauden in Kombination jedoch einwandfrei zur Geltung zu bringen, ist es empfehlenswert, die Stauden in den Vordergrund zu setzen und die Gräser entweder dahinter oder zwischen einzelne Stauden.

Beliebte Gräser zum Kombinieren mit verschiedenen Stauden sind unter anderem:

  • Chinaschilf
  • Federgras
  • Lampenputzergras
  • Diamantgras
  • Pfeifengras
  • Segge
  • Pampasgras

Lampenputzergras mit Sonnenhut kombinieren

Mit dem Lampenputzergras als Begleitpflanze erhält der Sonnenhut das gewisse Etwas. Die Zwei bilden im Miteinander eine nahezu greifbare Sinfonie. Zudem haben sie ähnliche Standortanforderungen und ihre Wuchshöhe passt zueinander.

[bild:beet|lampenputzergras,sonnenhut]

Federgras mit Fetthenne kombinieren

Das Federgras passt zu der Fetthenne, denn es bleibt ähnlich wie diese eher niedrig. Da die Fetthenne eher massiv und streng wirkt und es ihr an Ausgeglichenheit und Zartheit fehlt, kommt das Federgras wie gerufen. Es macht die fehlenden Eigenschaft der Fetthenne wett und verleiht der Gesamtwirkung etwas Magie.

[bild:beet|federgras,fetthenne]

Chinaschilf mit Herbstanemonen kombinieren

Herbstanemonen sind als Begleitpflanzen wie geschaffen für das hoch ragende Chinaschilf. Ihr ohnehin schon schwungvolles und sanftes Äußeres erhält durch das Chinaschilf eine Spur an Struktur. Setzen Sie diese beiden sonnenverwöhnten Gewächse hintereinander, sodass das Chinaschilf die Herbstanemonen von hinten leicht umspielen kann.

[bild:beet|chinaschilf,herbstanemone]

Gräser und Stauden als Strauß in der Vase kombinieren

Welch ein Strauß wirkt einzig mit Stauden formvollendet? Erst die Gräser sind es, die für das i-Tüpfelchen sorgen und Sträuße natürlich wirken lassen. Besonders geeignet für Sträuße sind beispielsweise Diamantgras, Federgras, Rutenhirse, Pfeifengras und Hasenschwanzgras.

Folgende Stauden werden gern für die Vase und in Kombination mit Gräsern verwendet:

  • Astern
  • Sonnenhut
  • Dahlien
  • Hortensien
  • Frauenmantel
  • Rittersporn
  • Phlox
  • Anemonen
[bild:vase|federgras,frauenmantel,herbstanemonen]
Text: Anika Gütt
Artikelbild: Irina Fischer/Shutterstock