Beete

Wie kombiniere ich Gräser und Stauden perfekt im Beet?

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Gestalten Sie Ihren Garten mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Ziergräsern und Stauden, die sowohl durch ihre Blütenpracht als auch durch ihre Struktur begeistern. Dieser Artikel bietet Ihnen eine Auswahl an geeigneten Pflanzen und gibt wertvolle Gestaltungstipps für ein harmonisches Beet, das das ganze Jahr über attraktiv bleibt.

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Blühende Stauden und Gräser ergänzen sich wunderbar

Auswahl geeigneter Gräser und Stauden

Um ein abwechslungsreiches und harmonisches Gartenbild zu erschaffen, ist die richtige Kombination von Gräsern und Stauden essenziell. Dabei spielen die Standortbedingungen sowie Wuchsformen und Blütezeiten eine wichtige Rolle. Die folgende Auswahl bietet Ihnen Inspiration für ein lebendiges und pflegeleichtes Beet:

Gräser:

  • Calamogrostis acutiflora ‘Overdam’: Dieses Reitgras überzeugt mit standhaften, aufrechten Halmen und attraktiven, weiß gestreiften Blättern. Es gedeiht sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten.
  • Carex morrowii ‘Ice Dance’: Mit seinen panaschierten Blättern setzt dieses immergrüne Gras kontrastreiche Akzente und bevorzugt halbschattige Lagen.
  • Miscanthus sinensis ‘Kleine Silberspinne’: Das Chinaschilf ist ideal, um Struktur und Höhe in sonnige Beete zu bringen, benötigt jedoch ausreichend Platz.
  • Molinia caerulea ‘Moorhexe’: Das Blauschlafgras besticht durch seine schlanken, bogenförmig überhängenden Halme und entfaltet seine Wirkung besonders in Gruppenpflanzungen.
  • Pennisetum alopecuroides ‘Hameln’: Das Lampenputzergras verleiht mit seinen federartigen Blütenständen dem Beet Leichtigkeit und eignet sich sowohl für sonnige als auch für halbschattige Standorte.

Stauden:

  • Sonnenbraut (Helenium): Diese Staude bietet eine spätsommerliche Blütenpracht in warmen Farbtönen und ist zudem eine wertvolle Bienenweide.
  • Anemone: Mit ihrer späten Blütezeit bereichert die Anemone jedes Gartenbeet und bildet einen schönen Kontrast zu den Gräsern.
  • Schönaster (Aster dumosus): Der Herbst-Aster bringt mit seinen leuchtenden Blüten Farbe ins Beet bis zum ersten Frost.
  • Fetthenne (Sedum): Die Fetthenne ist nicht nur für ihre spätsommerliche Blütenpracht geschätzt, sondern auch für ihre Trockenheitstoleranz.
  • Katzenminze (Nepeta): Die Katzenminze lockt mit ihren lavendelblauen Blütenwolken Bienen und Schmetterlinge an und ergänzt das Beet um eine kühlere Farbkomponente.

Mit diesen und ähnlichen Kombinationen gestalten Sie ein lebendiges Beet, das vom Frühjahr bis in den Herbst hinein interessant bleibt. Achten Sie bei der Anordnung darauf, dass jede Pflanze genügend Raum zur Entfaltung hat und sowohl sonnenliebende als auch schattenverträgliche Arten ideale Bedingungen vorfinden.

Gestaltungsprinzipien für ein harmonisches Beet

Gestaltungsprinzipien für ein harmonisches Beet

Die sorgfältige Planung eines Beetes gleicht der Komposition eines Kunstwerks

Die Planung eines Beetes mit Gräsern und Stauden gleicht der Komposition eines Kunstwerks. Unterschiedliche Texturen, Pflanzenhöhen und Farbtöne werden harmonisch miteinander vereint, um ein ästhetisch ansprechendes Gesamtbild zu schaffen. Folgende Prinzipien helfen dabei, das Beste aus Ihrem Beet herauszuholen.

Texturen und Strukturen

Texturen und Strukturen

Die Verbindung von feinen und groben Texturen bringt Dynamik ins Gartenbeet

Ein Spiel aus feinen und groben Texturen erzeugt Spannung und Vielfalt im Beet. Filigrane Gräser wie das Federborstengras sorgen für Leichtigkeit und vermitteln ein natürliches, luftiges Flair. Kombinieren Sie diese mit Stauden, die durch ihre gröbere Struktur oder auffällig geformte Blätter einen markanten Kontrast bilden.

Höhengestaltung

Höhengestaltung

Die Anordnung der Pflanzen nach Höhe sorgt für optische Tiefe im Beet

Die Anordnung der Pflanzen nach ihrer Wuchshöhe ist entscheidend für die optische Tiefe Ihres Beetes. Größere Arten wie das Chinaschilf finden ihren Platz im Hintergrund und fungieren als Blickfang oder Rückwand. Mittelgroße Stauden wie die Herbst-Astern schließen sich nach vorn hin an, während niedrig wachsende Pflanzen wie die Katzenminze den Beetvordergrund ausfüllen. Diese Staffelung lässt das Beet voller und interessanter erscheinen.

Farbkonzepte

Farben sind das Herzstück eines jeden Beetes. Sie können entweder harmonische Farbkombinationen wählen, die Ruhe und Einheit ausstrahlen, oder mit Kontrasten arbeiten, die das Beet lebendig wirken lassen. Ein Beispiel für Harmonie wäre die Kombination aus blau blühenden Stauden neben grünen Gräsern. Für einen auffälligen Kontrast sorgen hingegen Pflanzen mit roten Blüten neben silbrigem Laub.

Gruppenpflanzungen

Gruppenpflanzungen

Gruppenpflanzungen schaffen visuelle Anziehungspunkte und lassen das Beet naturnah erscheinen

Für eine dynamische Wirkung ist es empfehlenswert, Stauden und Gräser in Gruppen zu pflanzen. Dabei können gleiche Arten in kleinen Gruppen von drei bis fünf Exemplaren zusammenstehen. Diese Vorgehensweise schafft nicht nur visuelle Anziehungspunkte, sondern lässt das Beet auch naturnaher erscheinen.

Kontraste durch das „Harfe-und-Pauke“-Prinzip

Kontraste durch das

Ein harmonisches Beet entsteht durch die geschickte Kombination von Gräsern und Stauden

Das „Harfe-und-Pauke“-Prinzip bietet einen weiteren Ansatzpunkt. Harmonische Eindrücke entstehen, wenn die filigranen Linien der Gräser (Harfe) mit dem festen, oft voluminösen Erscheinungsbild der Stauden (Pauke) kombiniert werden. Einzelne, stark strukturierte Pflanzen können als Solitärs gesetzt werden, um spezielle Akzente im Beet zu setzen.

Indem Sie diese Prinzipien beachten, kreieren Sie ein Beet, das nicht nur durch seine Pflanzenvielfalt beeindruckt, sondern auch durch ein wohlüberlegtes Design, das das ganze Jahr über Freude bereitet.

Pflanzung und Pflege

Pflanzung und Pflege

Junge Pflanzen brauchen regelmäßig Wasser für ein starkes Wurzelwachstum

Die optimale Pflanzzeit für die meisten Ziergräser und Stauden ist das Frühjahr. Junge Pflanzen benötigen regelmäßige Wasserversorgung, um ein kräftiges Wurzelwerk auszubilden. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit gut durchlässigem Boden ist für die meisten Arten ideal. Beachten Sie die Endgröße der Pflanzen, um den benötigten Platzbedarf einschätzen zu können. Größere Sorten wie Chinaschilf nehmen viel Raum ein und sollten daher mit ausreichend Abstand gesetzt werden, während kleinere Gräserarten in Gruppen gepflanzt ihre volle Pracht entfalten.

So gehen Sie bei der Pflanzung vor:

  1. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässigem Boden aus.
  2. Achten Sie auf die Endgröße der Pflanzen, um den Platzbedarf richtig einzuschätzen.
  3. Pflanzen Sie größere Gräserarten mit genügend Abstand zueinander, kleinere Sorten hingegen in Gruppen, um optisch wirkungsvolle Akzente zu setzen.

Pflegetipps:

Die regelmäßige Pflege von Gräsern und Stauden umfasst das Bewässern, Düngen und den Rückschnitt. Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist eine kontinuierliche Bewässerung besonders wichtig. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da diese zu Wurzelfäulnis führen kann. Die Düngung kann jährlich im Frühjahr mit einem Langzeitdünger erfolgen, um ein gesundes Wachstum und die Blütenbildung zu fördern. Ein Rückschnitt im späten Winter oder frühen Frühjahr hilft, die Pflanzen zu verjüngen und sorgt für kräftiges, gesundes Wachstum in der neuen Saison.

Kurz zusammengefasst:

  • Bewässern Sie regelmäßig, besonders im ersten Jahr.
  • Vermeiden Sie Staunässe.
  • Verwenden Sie im Frühjahr Langzeitdünger.
  • Führen Sie einen Rückschnitt im späten Winter oder frühen Frühjahr durch.
Bilder: demamiel62 / Shutterstock