Lassen Sie sich inspirieren – Gräser kombinieren

Die Welt der Gräser ist schier unüberschaubar. Sie gelten als die perfekten Begleitpflanzen für allerlei Gewächse, schließen Lücken auf ihre elegante Art und Weise und sorgen für Stil im Garten. Wie kombiniert man sie richtig?

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Gräser lassen sich mit vielen verschiedenen Pflanzen kombinieren

Welche Faktoren sind beim Kombinieren von Gräsern zu beachten?

Damit die Gräser in der Kombination ansprechend zur Geltung kommen, sollten Sie die nachfolgenden Faktoren bei der Gestaltung berücksichtigen:

  • Halmfarbe: grün, blaugrün, rot, gelb oder silbergrau
  • Blütezeit: Mai bis August
  • Standortanforderungen: sonnig bis halbschattig, sandiger und durchlässiger Boden
  • Wuchshöhe: bis zu 250 cm

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Kleine Gräser können Sie am besten mit niedrigen Stauden kombinieren. Hingegen eignen sich große Gräser eher für Kombinationen mit hohen Stauden und Gehölzen. Je nach Wuchshöhe sollten die Gräser entweder im Vordergrund oder Hintergrund eines Beetes ihren Platz finden.

Die meisten Gräser bevorzugen einen sonnigen Standort. Nur wenige Exemplare wachsen lieber im Schatten. Wählen Sie Begleitpflanzen für die Gräser, die deren Standortanforderungen entsprechen, sodass das Zusammenspiel zum Vorteil aller wird.

Zur Blütezeit und auch über den Herbst und Winter hinaus zieren Gräser mit ihren langen Rispen oder Ähren die Landschaft. Vorteilhaft wirken sie daher insbesondere vor allem mit Prachtstauden, die im Spätsommer oder Herbst in ihrer Blüte stehen.

Gräser im Beet oder im Kübel kombinieren

Höhere Gräser wie das Pampasgras oder Chinaschilf erzielen im Beet eine beeindruckende Fernwirkung. Farbenprächtige Stauden und niedrige Gehölze können Sie gern in deren Vordergrund setzen. Kleinere Gräser wie das Federgras und das Blutgras fügen sich in Nachbarschaft zu kleinen Stauden wie Kissen-Astern und Fetthennen imposant ein.

Perfekt mit Gräsern harmonieren unter anderem:

  • Rosen
  • Hortensien
  • Bambus
  • Farne wie Wurmfarn, Straußenfarn und Tüpfelfarn
  • Lavendel
  • Astern
  • Sonnenhut
  • Anemonen

Gräser mit Lavendel kombinieren

Sowohl die meisten Gräser als auch der Lavendel mögen sonnige und eher trockene Standorte. Pflanzen Sie hohe Gräser hinter eine Gruppe aus Lavendel und setzen Sie niedrige Gräser bis zu einer Höhe von 50 cm direkt neben mehrere Lavendelpflanzen. Im Hoch- und Spätsommer überzeugt das Zusammenspiel zwischen den violetten Blüten des Lavendels und den eher dezent gefärbten Rispen der Gräser.

Federborstengras mit Lavendel kombinieren im Beet

Gräser mit Hortensien kombinieren

Hortensien passen zu Gräsern, die höher ragen als sie selbst. Wichtig hierbei ist außerdem, dass die jeweiligen Gräser einen eher halbschattigen Standort mögen, da sich der Großteil der Hortensien nicht besonders wohl in der prallen Sonne fühlt. Ob rosa, weiße oder blaue Hortensien ist Ihrem Geschmack überlassen.

Japan-Segge mit Hortensie kombinieren im Beet

Gräser mit Rosen kombinieren

Oftmals wirken Rosen eher streng und formstabil. Gräser sorgen in Gesellschaft mit den Rosen für eine wohltuende Auflockerung. Sie umspielen die straffen Rosentriebe und großen Blüten ganz liebreizend und bilden mit ihrer meist helleren Farbe einen angenehmen Ausgleich zu den knalligen Farbtönen der Rosen.

Reitgras mit Rosen kombinieren im Beet

Gräser als Strauß in der Vase kombinieren

Die Blütenhalme zahlreicher Gräser eignen sich vortrefflich für den Vasenschnitt. Mit ihnen im Gepäck können Sie sämtliche Blumensträuße optisch aufwerten und etwas verspielter wirken lassen. Umgeben Sie beispielsweise rosa Herbst-Anemonen und weiße Rosen im Strauß mit hellen Blütenähren von Rutenhirse oder Lampenputzergras.

  • Rosen
  • Astern
  • Dahlien
  • Chrysanthemen
  • Herbst-Anemonen
  • Phlox

Lampenputzergras mit Rosen und Herbst-Anemonen kombinieren im Beet

Text: Anika Gütt
Artikelbild: Flower_Garden/Shutterstock

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