Wildkräuter verwechseln
Der giftige gefleckte Schierling (hier abgebildet) sieht dem Wiesenkerbel zum Verwechseln ähnlich

Giftige Wildkräuter – von diesen geht eine Gefahr aus!

Wildkräuter sind aus Menschensicht mit Vorsicht zu genießen. Da gibt es Exemplare, die unglaublich gesund für uns sind. Und andere, die uns mit ihren Giftstoffen im Nu umbringen können. Vor welchen Wildkräutern müssen wir uns in Acht nehmen?

Die Giftpalette ist groß

Viele Pflanzenarten schützen sich vor ihren Fressfeinden mit unterschiedlichen Giftstoffen. Manche davon sind für uns Menschen nur schwach giftig. Sie verursachen zum Beispiel Hautreizungen, Übelkeit oder Erbrechen. Andere dagegen sind so giftig, dass bereits der Verzehr von kleinste Mengen zum Tod führen kann. Es wird davon ausgegangen, dass von den hierzulande beheimateten Wildkräutern etwa 20 Prozent für uns Menschen giftig sind.

  • unbedingt vor dem Sammeln informieren
  • essbare Wildkräuter nur sammeln, wenn sie eindeutig zu identifizieren sind
  • entsprechende Literatur mit Abbildungen mitnehmen

Greiskräuter

Greiskräuter sind alle giftig. Daher stellen eine der größten Gefahren beim Sammeln dar. Sie sind mit vielen Arten zudem weit verbreitet. Es sind die in ihnen enthaltenen Pyrolizzidinalkaloide, die die menschliche Leber schädigen. Sie sind auf Weiden, Wiesen und Brachflächen anzutreffen, wo sie zu Blütezeit für gelbe Farbtupfer sorgen. Einige Arten säen sich auch auf Beetflächen aus.

Hahnenfußgewächse

Hahnenfußgewächse werden jedem Wildkräutersammler begegnen. Bei ihnen handelt es sich um eine große Pflanzenfamilie mit über 600 Arten. Sie sind hierzulande weit verbreitet, da sie an nahezu jedem Standort klar kommen. Am bekanntesten ist sicher der scharfe Hahnenfuß, auch Butterblume genannt. Die Inhaltsstoffe Protoanemoning und Ranunculin gelten als sehr giftig. Hohe Mengen von ihnen sind für den menschlichen Organismus tödlich.

Einige Beispiele für Doppelgänger

Viele essbare Wildpflanzen haben sogenannte Doppelgänger. Das sind andere Wildpflanzen, die Ihnen ganz oder nur in bestimmten Pflanzenteilen ähneln. Nachfolgend eine Auflistung von häufig vorkommenden Verwechslungen beim Wildkräutersammeln:

  • Bärlauch mit Maiglöckchen, Gefleckten Aronstab und Herbstzeitlose
  • Beinwell mit Fingerhut
  • Wiesenkerbel mit geflecktem Schierling
  • Petersilie mit Blauem Eisenhut
  • Brunnenkresse mit giftigem Wasserschierling
  • März-Veilchen mit Gewöhnlichem Haselwurz
  • Rucola mit Jakobs-Greis-Kreuzkraut
  • Gewöhnlicher Beifuß mit Blauem Eisenhut
  • Ackerminze mit Poleiminze

Tipps

Bauen Sie einige ausgewählte Wildkräuter im eigenen Garten oder auf dem Balkon an. So reduzieren sie die Gefahr, zu einen Doppelgänger zu greifen.

Text: Daniela Freudenberg

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  1. palmfarn
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