Giersch erkennen und gefährliche Verwechslungen vermeiden

Bei der Ernte des Giersch gilt es besonders aufmerksam zu sein, denn der beliebte essbare Doldenblütler hat einige giftige Doppelgänger, sodass es leicht zu Verwechslungen kommen kann. Damit Ihnen das nicht passiert, verraten wir hier, woran Sie Giersch eindeutig erkennen.

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Der Gefleckte Schierling (hier abgebildet) ist giftig und dem Giersch zum Verwechseln ähnlich

Welche Pflanzen sehen dem Giersch ähnlich?

Es sind vor allem zwei Merkmale, die dazu führen, dass der Giersch manchmal mit anderen Pflanzen verwechselt wird: die weißen Blüten in Doppeldolden und die petersilienartigen Blätter. Diese beiden Eigenschaften weisen auch andere Gewächse auf. Dazu zählen in erster Linie:

  • Gefleckter Schierling
  • Wasserschierling
  • Hecken
  • Kälberkropf
  • Hundspetersilie

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Alle genannten Pflanzen sind giftig, insbesondere die Schierlinge, die Sie keinesfalls für Giersch halten sollten.

Woran ist der Giersch gut zu erkennen?

An den folgenden drei Eigenschaften können Sie den Giersch besonders gut erkennen:

  1. Blätter: Die Blätter des Giersch sind in drei Blattgruppen unterteilt. Diese weisen wiederum jeweils drei Blätter auf. Letztere präsentieren sich glatt und am Rand gesägt.
  2. Stängel: Der Stängel ist dreikantig und unbehaart sowie etwa 30 bis 100 Zentimeter hoch.
  3. Geruch: Der Geruch schmeichelt der Nase. Er erinnert an eine Mischung aus Möhre und Petersilie.

Welche weiteren Merkmale hat der Doldenblütler?

Es gibt noch drei weitere Merkmale, die den Giersch charakterisieren:

  1. Blüten: Die Blüten leuchten weiß bis leicht rosarot – bei einer Größe von jeweils circa drei Millimetern.
  2. Früchte/Samen: Die Früchte beziehungsweise Samen sind anfangs grün und später braun, zweigeteilt, länglich und glatt sowie drei bis vier Millimeter lang. Sie ähneln dem Kümmel.
  3. Wurzeln/Geißfüßchen: Die Wurzeln des Giersch sind weißlich und ungefähr drei Millimeter dick. Am Ende eines jeden Blattstängels befindet sich das sogenannte Geißfüßchen.

Wo findet man Giersch?

Der Doldenblütler wächst an mäßig feuchten, halbschattigen Standorten. Er kann Ihnen beispielsweise bei Spaziergängen durch Wälder und Parks begegnen – häufig ein wenig versteckt unter anderen Sträuchern. Auch an Uferrändern gedeiht der Giersch gerne.

Unterscheidungsmerkmale bei den Doppelgängern

  • Der Gefleckte Schierling riecht stechend nach Maus beziehungsweise Mäuse-Urin. Zudem sind seine Stängel nicht rein grün, sondern mit roten bis rotbraunen Flecken versehen.
  • Der Wasserschierling hat keine filigranen Wurzeln, sondern einen knollenartig verdickten Wurzelstock. Außerdem wächst er fast nur in Gewässern und Sümpfen.
  • Der Hecken-Kälberkropf offenbart Stängel mit rötlichen Flecken. Hinzu kommt die keulenartige Verdickung bei den Abzweigungen.
  • Die Hundspetersilie unterscheidet sich schon allein durch die deutlich schmaleren und länglicheren, feiner gegliederten und gefiederten sowie am Rand nicht gesägten Blätter vom Giersch.

Tipp

Halten Sie sich an die „Dreierregel“!

„Drei, drei, drei, bist beim Giersch dabei!“ Dieser alte Spruch hilft Ihnen, den Giersch zu erkennen:

– Blattstängel mit dreikantiger Form
– jeweils drei Blattgruppen pro Stängel
– jeweils drei Blätter pro Blattgruppe

Wenn Sie sich das merken, besteht kaum die Gefahr, den Giersch mit seinen giftigen Doppelgängern zu verwechseln.

Text: Natascha Mussger
Artikelbild: Olha Solodenko/Shutterstock

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