Wildkräuter im Frühjahr – entdecken, sammeln, genießen

Im Frühling schenkt uns fast jedes essbare Wildkraut einen Teil von sich. Mal schon früh im März oder erst im Wonnemonat Mai. Mal nur die Blätter, doch oft auch seine Blüten. Jetzt gilt es nur herauszufinden, was einem mündet. Lassen Sie sich von den aufgeführten Wildkräutern zum Sammeln und Probieren verführen.

Wildkräuter im Frühling
Im Frühjahr kann Bärlauch gesammelt werden, aber Vorsicht vor Verwechslung mit Maiglöckchen!

Bärenklau

Auf Wiesen ist der Bärenklau heimisch. Mit bis zu 2 m Wuchshöhe auch nicht zu übersehen. Es werden Blätter und Stängel gesammelt. Er ist vor allem reich an:

  • Vitamin C
  • Kalzium
  • Magnesium

Bärlauch

Bereits im März oder April treiben die Zwiebeln aus. Beim Waldspaziergang ist ein feiner Lauchduft zu vernehmen. Blätter und Blüten sind essbar.

Tipps

Nicht nur das bekannte Bärlauchpesto kann mit diesem Wildkraut zubereitet werden. Gehen Sie im Internet auf Entdeckungsreise. Sie werden über die Rezeptvielfalt staunen.

Brennnessel

Das Brennen der Haare schreckt nur Unwissende ab. Wer von den wertvollen Inhaltsstoffen Bescheid weiß, wird dieses Wildkraut mit anderen Augen betrachten. Es kann wie Spinat zubereitet aber auch roh in Smoothies gegeben werden.

Gänseblümchen

Dem Gänseblümchen mag niemand etwas zuleide tun. Doch ein paar Blätter weniger kann die Pflanze verkraften. Auch die Blümchen selbst sind als essbare Dekoration willkommen.

Giersch

Wer den Giersch im Garten hat oder eine gute Sammelstelle kennt, kann sich die Arbeit mit Spinat sparen. Das Wildgemüse ist viel gesünder und manchen Menschen schmeckt es sogar leckerer.

Huflattich

Zuerst schickt er die gelben Blüten vor. Erst viel später folgen die Blätter. Huflattich stand im Verdacht, schädlich für die Leber zu sein. Doch die Stoffe sind so gering dosiert, dass inzwischen Entwarnung gegeben wurde. Wer sich nicht ganz traut, kann ihn in Maßen genießen.

Löwenzahn

Er liefert uns im Frühjahr kostenlos gesunde Salatblätter. Auch seine Blüten dürfen gegessen werden. Lassen Sie die Pflanze stehen, dann können Sie im Herbst auch noch die Wurzel ernten.

Knoblauchsrauke

Dieses Wildkraut duftet fein nach Knoblauch. Es genügt schon, wenn Sie ein Blatt zerreiben. Anders als die Knoblauchknolle ist es allgemein gut verträglich. Es kann roh für Salate oder Smoothies verwendet werden oder als Würzkraut vielen Speisen kurz vor dem Garende beigemengt werden.

Sauerampfer

Früher wurde der Sauerampfer sogar in Gärten kultiviert. Heutzutage wird es von der Spitzengastronomie wieder entdeckt. Deswegen können Sie die feinsäuerlichen Blätter gelegentlich in Supermärkten kaufen. Wild gepflückt bietet er jedoch ein viel intensiveres Aroma.

Scharbockskraut

Im Frühjahr ist es in lichten Wäldern in großen Mengen anzutreffen. Die Blätter sind herb, würzig und etwas scharf. Sie sollen nur in kleinen Mengen und am besten noch vor der Blüte gesammelt werden.

Spitzwegerich

Zarte Blätter eignen gekocht als Spinatersatz oder roh als würzige Salatzutat. Sie werden quer zu Längsfasern geschnitten. Die essbaren Blüten haben einen feinen, pilzähnlichen Geschmack.

Taubnessel

Die Taubnessel ist vielseitig in der Küche anwendbar. Ihr Geschmack wird als champignonähnlich beschrieben. Die Blüten können auch für süße Nachspeisen verwendet werden.

Vogelmiere

Ein Vogelmieresalat soll sehr gut schmecken. Experimentiere Sie selbst mit diesem Wildkraut. Sein milder Geschmack harmoniert gut mit anderen Salatzutaten. Aber auch nur eine Vinaigrette genügt für einen wilden Gaumenschmaus.

Wiesen-Labkraut

Seine Erntezeit beginn im Frühjahr und dauert das ganze Jahr über an. Es wird vor allem als milder Salat geschätzt. Zu früheren Zeiten standen seine Heilkräfte in den Vordergrund.

Wiesenschaumkraut

Blätter und Blüten schmecken wie Kresse. Die Blätter werden vor der Blüte geerntet, da sie danach leicht bitter werden. Seine scharfen Samen können als Pfefferersatz dienen.

Text: Daniela Freudenberg

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