Wildkräuter essen im Herbst
Im Herbst sind leckere Brennnesselsamen zu ernten

Essbare Wildkräuter im Herbst – ja, es gibt sie reichlich!

Im Frühling und Sommer ist der Tisch der Natur großzügig gedeckt. Wir dürfen ihre Gaben kostenlos sammeln und genießen. Wenn der Herbst naht, müssen wir uns aber von einigen lieb gewonnen Wildkräutern verabschieden. Doch einige Exemplare sind auch im Herbst oder gerade dann für uns da. Hier eine Auswahl.

Brennnesseln

Die Brennnessel gehört zu den Wildkräutern des Frühlings. Dann sind ihre Blätter besonders zart und schmackhaft. Im Herbst dürfen wir neugierig ihre Samen probieren. Leicht in der Pfanne geröstet, sind sie ein Genuss.

Brunnenkresse

Echte Brunnenkresse wächst das ganze Jahr über an sauberen Teichen und Bächen. Sie schmeckt würzig-scharf und etwas säuerlich. Sie kann auf Brot gestreut werden oder Salate aufwerten.

Hinweis:
Die Echte Brunnenkresse kann leicht mit dem Bitteren Schaumkraut verwechselt werden. Da dieses nicht zu den giftigen Wildkräutern gehört und selbst essbar ist, geht die Verwechslung spurlos am Sammler vorbei.

Franzosenkraut

Das Kleinblütige Knopfkraut, wie diese Wildpflanze auch genannt wird, gehört zu den essbaren Wildpflanzen, die wir nicht lange suchen müssen. Das Finden lohnt sich, denn wir bekommen von ihm Eisen, Kalzium und Mangan. In größeren Mengen, als unser Kulturgemüse es liefern kann.

Gänseblümchen

Wer sagt, dass ein Wildkraut immer aus der „Wildnis“ kommen muss? Wildkräuter im Garten sind keine Seltenheit und müssen nicht lange gesucht werden. Wenn der Gärtner nicht mehr zum Rasenmäher greift, kommt es im Herbst wie aus dem Nichts wieder zurück: das Gänseblümchen.

Gundermann

Diese Wildpflanze ist auch als Wilde Petersilie bekannt. Das feine Aroma ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Der Gundermann ist darüber hinaus noch überaus gesund bzw. heilsam.

Pfennigkraut

Die kleinen runden Blätter dieser Wildpflanze haben uns folgende Inhaltsstoffe anzubieten:

  • Kalium
  • Kieselsäure
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe

Die Blätter werden meist für Kräuterquark oder Salate gepflückt.

Vogelmiere

Die zarte Vogelmiere kann uns ganzjährig dienen. Sie ist nicht nur im Herbst pflückbereit, sondern überdauert auch milde Winter. Jeder Sammler, der sich mit den Erkennungsmerkmalen vertraut macht, kann es leicht aufspüren.

Wiesen-Labkraut

Es gibt an die 600 verschiedene Labkräuter. Manche von ihnen wachsen im Herbst oder sogar Winter ungestört weiter. Am leichtesten ist das Wiesen-Labkraut zu erkennen und zu entdecken.

Wilde Wurzeln im Herbst

Wildkräutersammeln mit einer Schaufel fördert Köstliches zutage. Unter anderem Wurzeln von:

  • Nelkenwurz
  • Baldrian
  • Beinwell
  • Seifenkraut
  • Löwenzahn

Herbstlich-wilde Früchte

Diese Wildpflanzenarten schenken uns im Herbst ihre Früchte:

  • Sanddorn
  • Hagebutte
  • Weißdorn
  • Schlehe

Text: Daniela Freudenberg

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  1. JoseeRizal64
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