Wildkräuter im Winter – verfügbare grüne Blätter und Wurzeln

Mit den ersten frostigen Tagen werden Wildkräuter rar. Doch es gibt sie noch: Exemplare, die der Kälte unermüdlich trotzen, oder solche, die in milden Wintern frische Triebe bilden. Tief versteckt in der Erde warten zudem allerhand Wurzeln auf ihre Entdeckung.

Brennnesseln im Winter ernten
Brennnesseln schmecken auch im Winter

Frisches Grün im Winter

Wer genau hinsieht, wird schnell merken: Die Natur grünt auch im Winter. Bescheidener als sonst und vielleicht auch ein wenig im Verborgenen. Je milder die Tage sind, umso wahrscheinliche wird Ihnen ein Großteil der nachfolgend aufgeführten Wildkräuter begegnen. Ihre Blätter sind besonders zart und dürfen gesammelt werden.

  • Brennnessel
  • Gänseblümchen
  • Gundermann
  • Klee
  • Knoblauchsrauke
  • Nelkenwurz
  • Pfennigkraut
  • Sauerampfer
  • Spitzwegerich
  • Vogelmiere
  • Wiesen-Labkraut
  • Wiesen-Schaumkraut

Wurzelgenuss im Winter

Den ganzen Sommer über haben die Wurzeln der Wildpflanzen Kraft getankt und an Umfang zugenommen. Wer die nachfolgend aufgeführten Pflanzen auch in welkem Zustand eindeutig erkennen kann, darf die Schaufel ansetzen.

  • Beifuß
  • Breitwegerich
  • Echter Eibisch
  • Engelwurz
  • Erdkastanie
  • Große Klette
  • Kleine Bibernelle
  • Löwenzahn
  • Meerrettich
  • Nachtkerze
  • Nelkenwurz
  • Seifenkraut
  • Spitzwegerich
  • Wilde Möhre

Tipps

Am interessantesten sind sicherlich die Wurzeln der Großen Klette und der Nachtkerze. Sie schmecken gekocht ähnlich wie Schwarzwurzeln.

  • Wildkräuter aus der Gefriertruhe

Essbare Wildkräuter im Winter müssen nicht immer bei Eiseskälte im Wald oder auf Wiesen gesammelt werden. Manche Arten lassen sich zu dieser Jahreszeit eh nicht frisch blicken. Sammeln Sie doch einfach reichlich Wildkräuter im Frühjahr, wenn das Angebot schier unbegrenzt ist.

Sie können die frisch gesammeltenWildkräuter einfrieren und so ihre Haltbarkeit auf bis zu 12 Monate verlängern. Fast alle Arten sind für den Aufenthalt in der Gefriertruhe geeignet. Die Versorgungslücke außerhalb ihrer Sammelzeit wird somit geschlossen.

Fermentierte Wildkräuter

Sie können im Sommer, wenn das Sammeln leicht von der Hand geht, Wildkräuter fermentieren. Ein Gärtopf, gute Pilz- oder Bakterienkulturen und etwas Salz, mehr wird nicht benötigt. Die Wildkräuter behalten ihre wertvollen Inhaltsstoffe und bekommen einen guten Geschmack.

Tipps

Einige Wildkräuter können Sie für den Winter trocknen. Das ist meist dann empfehlenswert, wenn Sie für Teezubereitung genutzt werden.

Text: Daniela Freudenberg

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