Wildkräuter im Mai – die Natur übertrifft sich selbst

Der Speiseplan könnte im Monat Mai fast nur aus Wildpflanzen bestehen. So freigiebig ist die Mutter Natur zu dieser Zeit. Auf jedem Schritt begegnet uns ein gesundes Kraut. Den guten Geschmack sieht man ihm nicht immer an. Wir klären auf, bei welchen Wildpflanzen Sie bedenkenlos zugreifen dürfen.

Wildkräuter im Frühjahr
Frauenmantel kann im Mai geerntet werden

Brennnesseln

Brennnesseln müssen nicht lange gesucht werden. Sie wachsen einfach überall. Im Mai sind ihre Blätter jung und zart. Sie können wie Spinat zubereitet werden oder roh in Smoothies kommen.

Frauenmantel

Das Kraut, das Frauen hilft. Gegen allerhand sog. Frauenbeschwerden sollen seine Inhaltsstoffe wirken. Dafür wird es meist als Tee aufgebrüht. Doch die Blätter schmecken auch im Salat.

Giersch

Wer nicht im Garten mit ihm zu kämpfen hat, kann es im Wald suchen und sammeln. Mit etwas Glück schickt er schon im April ein paar Blätter vor. Auch die Blüten dürfen gegessen werden. Der Giersch gilt rein geschmacklich betrachtet als eine Mischung aus Petersilie und Möhre.

Tipps

Besonders die jungen Blätter schmecken mild. Da es daran im Mai bestimmt nicht mangelt, können Sie einige Portionen für später einfrieren.

Knoblauchrauke

Die Knoblauchrauke ist ein Wildkraut mit einem würzigen Geschmack. Ihre feine Knoblauchnote verfeinert viele Speisen. Sie soll Giftstoffe ausleiten und ist daher ideal für eine Frühjahrskur geeignet.

Rotklee

Süße und herzhafte Speisen profitieren gleichermaßen von seinen Blättern und Blüten. Da trifft es sich gut, dass er reichlich Phytohormone und viele andere wertvolle Inhaltsstoffe für uns bereithält.

Sauerampfer

Seine großen, leicht säuerlichen Blätter werden inzwischen auch von der Gastronomie entdeckt. Beim Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen wird die Wildpflanze bestimmt die kultivierten Exemplare übertreffen. Kostenlos ist sie auch noch.

Schlangenknöterich

Ob in Smoothies, Salate oder als Gemüse, die Blätter des Schlangenknöterichs sind vielseitig. Vor allem aber wachsen sie unheimlich schnell nach. Der Monat Mai ist daher nur der Beginn einer langen, lohnenden Versorgung.

Spitzwegerich

Junge Blätter schmecken köstlich in Salate und Suppen. Die Blüten haben ein zartes Pilzaroma und dürfen sofort roh genascht werden. Seine Heilwirkung ist besonders bei Leiden der Atemwege gefragt.

Waldmeister

Der Waldmeister ist ein Kraut, das nicht gegessen wird. Dafür können wir ihm sein Aroma entlocken und vielseitig einsetzen. Damit die typische Note intensiv zum Tragen kommt, muss das Kraut nach dem Pflücken erst anwelken.

Weitere im Mai verfügbare Wildkräuter

Die Mai-Liste der essbaren Wildkräuter ist lang, denn viele Arten lassen sich monatelang pflücken:

  • Breitwegerich
  • Franzosenkraut
  • Gänsefuß
  • Huflattich
  • Schafgarbe
  • Wiesenknopf

Aber auch: Baldrian, Beifuß, Dost, Ehrenpreis, Gänsefuß, Huflattich, Hundsrose, Löwenzahn, Lungenkraut, Mädesüß, Pfennigkraut, Sauerklee, Schlehen, Seifenkraut, Taubnessel, Wiesen-Schaumkraut und Wiesen-Bärenklau

Tipps

Manche giftige Wildkräuter sehen essbaren Arten zum Verwechseln ähnlich. Sammeln Sie daher nur Wildpflanzen, die Sie ganz sicher identifizieren können.

Text: Daniela Freudenberg

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