Wildkräuter im April essen
Im April sind Brennnesseln besonders zart

Wildkräuter im April – diese Arten warten auf den Sammler

Im April erwacht das Grün der Natur wie von Zauberhand innerhalb weniger Tage. An jeder Ecke sprießen zarte Pflänzchen. Ihr Anblick ist uns oft vertraut. Doch nur wenige Menschen wissen, wie sie mit dieser geschenkten Natur ihre Speisen bereichern können. Neugierigen soll die nachfolgende Aufzählung helfen.

Bärlauch

Der Bärlauch schmeckt deutlich nach Knoblauch und zuweilen auch etwas scharf. Wohldosiert bereichert das würzige Kraut viele Gerichte. Besonders in Pestos ist es ein Segen, da es roh alle seine wertvollen und heilenden Inhaltsstoffe beibehält. Unter anderem hat Bärlauch folgendes zu bieten:

  • Vitamin C
  • Kalium
  • Mangan,
  • Lauchöle und
  • andere ätherische Öle

Hinweis:
Bärlauch kann mit zwei giftigen Wildkräutern verwechselt werden: Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Informieren Sie sich rechtzeitig über die Unterscheidungsmerkmale.

Breitwegerich

Die jungen Blätter sind weich und können sowohl gekocht als auch roh gegessen werden. Seine jungen Blütenstiele können wie Spargel zubereitet werden. Es ist meist an Wegrändern zu entdecken.

Brennnessel

Wer seine Angst vor den Brennhaaren verliert bzw. sich entsprechend schützt, sollte die Brennnessel im April nicht auslassen. Aufgrund ihrer heilenden Inhaltsstoffe wird sie von Experten zu den wertvollsten essbaren Wildkräutern gezählt.

Gänseblümchen

Die kleinen Gänseblümchen kennt nun wirklich jeder. Nicht alle wissen aber, wie gut sie schmecken. Blätter und Blüten dürfen als Salatzutat verwendet werden. Achten Sie nur darauf, dass das Gänseblümchen an einer „sauberen“ Stelle wächst.

Giersch

Der Giersch ist unausrottbar und das ist gut so. Überall in der Natur findet er einen geeigneten Lebensraum für sich. Meist an Waldrändern unter Bäumen. Auch in private Gärten breitet er sich gern aus. Die Blätter können spinatähnlich zubereitet werden. Sie schmecken allerdings eher nach Möhre und Petersilie.

Gundermann

Der Gundermann, auch als Gundelrebe bekannt, war zu früheren Zeit ein häufiger Gast auf unserem Ernährungsplan. Beim Sammeln von Wildkräutern durfte er nicht fehlen, denn er war ein Heil- und Würzkraut zugleich. Deswegen wird er auch gerne als ‚Wilde Petersilie‘ bezeichnet. Es dürfen Blätter, Triebe und Blüten gesammelt werden.

Knoblauchsrauke

Sie hat in ihren Blättern ein feines Knoblaucharoma versteckt. Ideal für Knoblauchliebhaber, die die Originalknolle nicht vertragen. Die komplette Pflanze ist essbar. Sie passt in Salate, Kräuterquark, Suppen, Soßen oder Pestos.

Tipps

In kleinen Mengen ist Knoblauchrauke auch eine tolle und gesunde Zutat für grüne Smoothies.

Löwenzahn

Der Löwenzahn mag wohl das bekannteste Wildkraut sein, das hierzulande wächst. Mit seinen gelben Blüten ist er ein erfreulicher Anblick. Doch diese Blüten dürfen gegessen werden, ebenso die grünen Blätter. Im April sind sie besonders zart und mild.

Schafgarbe

Ganz frisch ausgetriebene Blätter sind eine Delikatesse im Salat. Die Schafgarbe ist in der Natur weit verbreitet und kann gesammelt werden. Sie kann aber auch im Garten kultiviert werden.

Vogelmiere

Die Vogelmiere hat einen milden Geschmack und soll sich hervorragend als Salat eignen. Entweder pur oder vereint mit anderen Salatzutaten. Oft wird sie im Garten angetroffen, als Unkraut bewertet und herausgerupft.

Text: Daniela Freudenberg

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