Grünkohl Befall
Grünkohl wird nicht nur von Raupen befallen

Schädlinge am Grünkohl bekämpfen

Grünkohl ist zwar sehr robust, aber leider nicht völlig gegen Schädlinge und Krankheiten gefeit. Im Folgenden erfahren Sie, welche Schädlingen den Grünkohl am häufigsten befallen, wie Sie einen Befall vorbeugen und Schädlinge erfolgreich vertreiben.

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Schädlingsbefall vorbeugen

Es ist immer einfacher, Schädlingen vorzubeugen als sie zu bekämpfen. Hierbei gilt: Ein kräftiger, gesunder Grünkohl ist weniger anfällig für Schädlinge. Achten Sie daher auf:

  • regelmäßige Bewässerung (das hilft auch gegen den Erdfloh)
  • ausreichende Nährstoffversorgung (Hornspäne)

Weiterhin stärkt eine Düngung mit Brennnesseljauche den Grünkohl und beugt Schädlingen vor. Auch ein Gemüsenetz ist sinnvoll, wenn Sie bereist von Fliegenbefall in der Gegend gehört haben.

Pflanznachbarn, die Schädlinge fernhalten

Besonders clever ist, den Grünkohl mit Pflanzen zu kombinieren, die Schädlinge nicht mögen. Dazu gehören vor allem stark aromatische Pflanzen wie:

  • Basilikum
  • Borretsch
  • Dill
  • Eberraute
  • Knollensellerie
  • Paradeiser
  • Pfefferminze
  • Rettich
  • Ringelblumen
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Senf
  • Tagetes
  • Thymian

Die größten Feinde des Grünkohls

Am häufigsten wird Grünkohl von dem Kohlweißling, der Weißen Fliege (Kohlmottenschildlaus), der Kohlfliege und dem Erdfloh befallen. Auch Raupen jeglicher Art haben den Grünkohl zum Fressen gern.
So erkennen Sie, welcher Schädling Ihrem Grünkohl zu schaffen macht:

  • Kohlweißling: Weißer Falter, der seine Eier auf der Unterseite der Blätter ablegt. Die Raupen fressen die Blätter an
  • Weiße Fliege: Eier auf der Blattunterseite; sondern klebrige Substanz ab
  • Kohlfliege: ähnelt Stubenfliege, die Maden fressen die Wurzeln an; die Pflanze stirbt ab
  • Erdfloh: fressen Löcher in die Blätter und Wurzeln

Was tun bei Schädlingsbefall?

Wie bei jeglichem Schädlingsbefall ist auch beim Grünkohl möglichst rasch vorzugehen. Je eher Sie die Schädlinge entdecken und je schneller Sie handeln, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie die Insekten loswerden.
Ein erster Schritt ist, die stark befallenen Blätter zu entfernen und zu entsorgen (möglichst nicht auf den Komposthaufen neben dem Beet!). Dann wird gesprüht:

Schädlinge natürlich bekämpfen

Da Sie Ihr Gemüse schließlich essen wollen, ist stark von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln abzuraten. Auch wenn die Hersteller gern etwas anderes erzählen, stehen alle chemischen Spritzmittel unter Verdacht schwere Krankheiten wie Alzheimer, Krebs sowie Allergien und anderes auszulösen.
Greifen Sie daher zu biologischen Mitteln, die noch dazu viel günstiger und genauso effizient sind. Zur Bekämpfung von den oben genannten Schädlingen bieten sich folgende Mittel an:

  • Schmierseifenlösung
  • Nikotin (aus alten Zigaretten oder Tabakpflanzen), evtl. mit etwas Spiritus
  • Wasser mit Neemöl

Tipps

Ihr Grünkohl ist von der Weißen Fliege befallen und Sie wollen wissen, ob Sie ihn noch essen können? Hier erfahren Sie’s.

Text: Sara Müller

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