Blumenkohl

Blumenkohl-Schädlinge: So schützen Sie Ihre Ernte

Artikel zitieren

Blumenkohl wird gerne von verschiedenen Schädlingen befallen, die die Ernte erheblich mindern können. Dieser Artikel stellt die häufigsten Schädlinge vor und gibt Tipps zu ihrer Vorbeugung und Bekämpfung.

blumenkohl-schaedlinge
Die Larven der Kohlfliege fressen die Pflanzen von innen auf

Häufige Schädlinge an Blumenkohl

Blumenkohl ist anfällig für eine Vielzahl von Schädlingen, die erhebliche Schäden anrichten können. Um eine erfolgreiche Ernte zu sichern, sollten Sie auf folgende Schädlinge und deren Anzeichen achten:

  • Kohlmottenschildlaus: Diese kleinen Insekten saugen den Pflanzensaft aus den Blättern, was zum Verkümmern der Pflanzen führen kann.
  • Kohldrehherzmücke: Die Larven verursachen Missbildungen und Wachstumsstörungen durch Fraß an jungen Trieben und Blättern.
  • Blattläuse: Diese Schädlinge saugen den Saft aus den Blättern, was zu verkrüppelten Pflanzen und Krankheitsübertragungen führen kann.
  • Kohlschaben: Diese Käferart frisst an den Blättern und kann bei starkem Befall junge Pflanzen zerstören.
  • Kohldrehfliegen: Die Larven greifen die Wurzeln der Pflanzen an und führen zu einer reduzierten Stabilität und Erkrankung der Pflanzen.
  • Kohltrips: Diese Insekten fügen den Blättern silbrige Flecken zu und treten besonders bei trockenem Wetter vermehrt auf.

Lesen Sie auch

Eine regelmäßige Inspektion Ihrer Blumenkohlpflanzen ermöglicht es, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen und eine erfolgreiche Ernte sicherzustellen.

Vorbeugung von Schädlingen

Um Blumenkohl vor Schädlingen zu schützen, sind verschiedene vorbeugende Maßnahmen effektiv:

  1. Standortwahl und Fruchtfolge: Ein sonniger bis halbschattiger Platz mit gut durchlüftetem Boden ist ideal. Wechseln Sie den Anbauort jährlich.
  2. Förderung von Nützlingen: Hecken, Blütenwiesen und Insektenhotels bieten Lebensraum für Marienkäfer, Schwebfliegen und andere Nützlinge, die Schädlinge kontrollieren.
  3. Kulturschutznetze: Verwenden Sie Netze mit einer Maschenweite von maximal zwei Millimetern, um Eiablage durch Schädlinge zu verhindern.
  4. Mischkultur: Pflanzen Sie Blumenkohl in Kombination mit stark duftenden Pflanzen wie Tomaten, Sellerie oder Kräutern, die Schädlinge ablenken.
  5. Gesunde Pflanzenkultur: Stärken Sie Ihre Pflanzen durch ausgewogene Düngung und gleichmäßige Wasserversorgung.
  6. Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie regelmäßig die Blätter auf Eier und kleine Larven und entfernen Sie diese rechtzeitig.

Durch konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen halten Sie Ihre Blumenkohlpflanzen gesund und beugen Schädlingsbefall vor.

Bekämpfung von Schädlingen

Ist ein Schädlingsbefall bereits vorhanden, sollten Sie rasch Maßnahmen ergreifen:

  • Manuelles Entfernen: Sammeln Sie größere Schädlinge wie Raupen oder Schnecken ab. Tragen Sie dabei Handschuhe und überprüfen Sie die Pflanzen gründlich.
  • Nützlinge einsetzen: Fördern Sie natürliche Feinde wie Marienkäfer und Schlupfwespen, die Schädlinge reduzieren können.
  • Biologische Pflanzenschutzmittel: Nutzen Sie umweltfreundliche Mittel auf Basis natürlicher Wirkstoffe wie Neem-Öl.
  • Kulturmaßnahmen: Schneiden Sie befallene Pflanzenteile ab und entsorgen Sie diese sachgerecht.
  • Hausmittel: Bekämpfen Sie Schädlinge in Frühstadien mit Hausmitteln wie Wasser und Seifenlösung. Gelbtafeln fangen fliegende Schädlinge.
  • Einsatz von Nematoden: Nematoden wie Steinernema feltiae können gegen bodenbewohnende Schädlinge wie die Kohlfliege eingesetzt werden.

Regelmäßigkeit und Sorgfalt sind entscheidend, um Blumenkohlpflanzen effektiv vor Schäden zu schützen.

Biologie der Schädlinge

Ein besseres Verständnis der Schädlinge hilft Ihnen bei deren Bekämpfung:

Kohlweißling

Der Kohlweißling ist ein Schmetterling mit weißen Flügeln und schwarzen Flecken. Die Weibchen legen ihre Eier auf der Unterseite der Kohlblätter ab, aus denen Raupen schlüpfen, die das Blattgewebe fressen.

Kohlfliege

Die Kohlfliege ähnelt der Stubenfliege, ist aber kleiner. Die Weibchen legen Eier am Wurzelhals der Pflanzen ab. Die Larven bohren sich in die Wurzeln und verursachen Welkeerscheinungen.

Mehlige Kohlblattlaus

Diese Blattlausart bildet viele Generationen pro Jahr. Die Läuse saugen Pflanzensaft und verursachen erhebliche Schäden.

Erdflöhe

Erdflöhe sind kleine, glänzende Käfer, die besonders bei jungen Pflanzen Schäden anrichten. Die Larven ernähren sich von den Wurzeln.

Schnecken

Schnecken sind nachtaktiv und gedeihen in feuchten Umgebungen. Sie legen Eier im Boden ab und verursachen große Schäden an den Pflanzen.

Weiße Fliege

Die Weiße Fliege hat einen weiß pudrigen Körper und saugt Pflanzensaft. Ein massiver Befall kann die Pflanze schwächen.

Durch das Verständnis dieser biologischen Merkmale können Sie effektive Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung planen und umsetzen.

Schadbilder

Schäden an Blumenkohl durch verschiedene Schädlinge sind oft sehr charakteristisch:

  • Kohlweißling: Großflächige Löcher an den Blättern und kleine, dunkle Kotkrümel.
  • Kohlfliege: Welkeerscheinungen und Fraßgänge im Wurzelbereich.
  • Mehlige Kohlblattlaus: Eingerollte und vergilbte Blätter sowie Honigtauausscheidungen.
  • Erdflöhe: Viele kleine Löcher in den Blättern, besonders bei Trockenheit.
  • Schnecken: Schleimspuren und Fraßschäden an Blättern und Trieben.
  • Weiße Fliege: Vergilbte Blätter und klebrige Honigtauablagerungen.

Durch die genaue Beobachtung dieser Schadbilder können Sie den betroffenen Schädling identifizieren und gezielt Maßnahmen ergreifen. Regelmäßige Kontrollen sind unerlässlich für eine erfolgreiche Blumenkohlkultur.

Bilder: Tomasz Klejdysz / Shutterstock